Schloss Arenberg (Salzburg)

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Schloss Arenberg

Schloss Arenberg (ursprünglich Schloss Bürglstein) liegt am rechten Salzachufer in der Stadt Salzburg, genauer zwischen der Arenbergstraße (die frühere Äußere Steingasse) und der Bürglsteinstraße im Stadtteil Äußerer Stein direkt am Fuß des Bürglsteins, eines kleinen Berges, der nicht nur dem Schloss, sondern auch der Gegend seinen Namen gab.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert ist das Schloss urkundlich als im Besitz der Herren von Keutzl bezeugt. Im 16. Jahrhundert wohnten hier die Herren von Pirglstein und später die Herren von Rehling. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss von Erzbischof Johann Ernst von Thun erworben, der es 1695 den Ursulinen als Heimstätte übergab. Der Standort stellte sich als wenig geeignet heraus. Daher übersiedelten die Nonnen in die Gstättengasse (Grundsteinlegung 1699, Fertigstellung um 1720); das Schloss diente nun als Lehrstätte für die Alumnate des Priesterseminars.

1791 kaufte der Kunstgärtner Sebastian Rosenegger das Anwesen. Er gestaltete den Park zu einem beliebten Ausflugsziel der Salzburger um. Später gab er es an seinen Sohn, den Kaufmann und Hobbyarchäologen Josef Rosenegger weiter. 1792 entdeckte Rosenegger bei Grabungsarbeiten für den neuen Park einen großen, römischen Friedhof. Er konnte viele römische Grabbeigaben bergen. Damals wurde der von Rosenegger im englischen Stil angelegte, weitläufige Schlosspark, der den Bürglsteinfelsen mit einbezog, zum weitum gerühmten und beliebten Ausflugsziel für Salzburger und Fremde. Auch etliche Staatsoberhäupter besuchten den Park.

Nach einem Brand im Jahr 1814 wurde das Schloss im Biedermeier-Stil wieder errichtet. Am 3. Jänner 1842 wurde Eberhard Fugger, ein namhafter Geologe, späterer Direktor des Salzburg Museum Carolino Augusteum und ab 1911 Ehrenbürger der Landeshauptstadt, auf dem damaligen Schloss Bürglstein geboren.

1861 kaufte Sophie Fürstin von Arenberg, geb. Prinzessin von Auersperg, das Schloss und baute es weiter aus. Sie verband die beiden dreigeschossigen Bauten Roseneggers durch einen Mitteltrakt. Von 1912 bis 1922 diente das Gebäude als Wohnhaus für den Schriftsteller und Philosophen Hermann Bahr und dessen Frau Anna Bahr-Mildenburg, Opernsängerin und Mitbegründerin der Salzburger Festspiele. Das spätbiedermeierliche Schloss mit sechsachsigem, stark durchfenstertem und übergiebeltem Mittelrisalit ging 1931 in das Eigentum von Stadt und Land Salzburg und der Salzburger Sparkasse über.

Im Jahr 2001 kaufte die gemeinnützige Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation Schloss Arenberg, um hier ein internationales Konferenzzentrum für Ärzte, Wissenschaftler und Künstler zu schaffen. Im Park des Schlosses sind zahlreiche bedeutende Skulpturen ausgestellt.

Am 20. April 2009 zerstörte ein durch Schweißarbeiten ausgelöster Brand den Dachstuhl des Gebäudes. Er wurde wieder instand gesetzt.[1]

Bilder[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Arenberg, Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://salzburg.orf.at/stories/356659/

47.813.058333333333Koordinaten: 47° 48′ 0″ N, 13° 3′ 30″ O