Burgruine Elsterberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Schloss Elsterberg)
Wechseln zu: Navigation, Suche

p3w1

Burgruine Elsterberg
Schloss-Ruine Elsterberg

Schloss-Ruine Elsterberg

Burgentyp: Ortslage
Erhaltungszustand: Rundtürme, Mauerreste, Kellergewölbe, Brunnen
Ständische Stellung: Adlige
Ort: Elsterberg
Geographische Lage 50° 36′ 34,5″ N, 12° 10′ 14,8″ O50.6095930112.1707809Koordinaten: 50° 36′ 34,5″ N, 12° 10′ 14,8″ O

Die Burgruine Elsterberg in Elsterberg an der Weißen Elster ist die größte Burgruine des Vogtlandes.

Vorausgegangen war ihre eine andere Burg, etwa 400 Meter von der jetzigen Ruine entfernt, über der Mündung des Tremnitzbachs in die Elster, genannt „das Alte Haus“. In der Zeit von 1200 bis 1225 errichteten die Herren von Lobdeburg eine neue Burganlage, die mit 1,5 Hektar bebautem Areal eine der größten Festungen in Sachsen war. Der Legende nach sollen die beiden Burgen über unterirdische Gänge und eine lederne Brücke (Leiterbrücke) miteinander verbunden gewesen sein.

Die Burg wurde im Vogtländischen Krieg 1354 zerstört und danach bis 1366 wieder aufgebaut. Es besaß doppelte Ringmauern von beachtlicher Stärke sowie fünf Wachtürme und war Mittelpunkt der Herrschaft Elsterberg. Das ehemalige Hauptgebäude hatte einen weit überwölbten Rittersaal mit einer Freitreppe. Ein 1932 freigelegter und einstmals angeblich 26 Meter tiefer Brunnen versorgte die Schlossbewohner mit Wasser.

Rudolf von Bünau verkaufte die Burg aus wirtschaftlichen Gründen 1620 an den mit ihm verwandten Carol von Bose. Da sie spätestens unter den nachfolgenden Besitzern nicht mehr bewohnt wurde, verfiel sie im Laufe der Zeit. Am 25. Mai 1909 wurde sie für 13.000 Mark an die Stadtgemeinde Elsterberg verkauft, die sich fortan um den weiteren Erhalt des Bauwerks bemühte.

Das Ruinengelände ist frei zugänglich. Die sanierten Kellergewölbe werden alljährlich für Festlichkeiten genützt, insbesondere für die seit 1883 gefeierten Heimatfeste. In einem der beiden erhaltenen Rundtürme befindet sich die Heimatstube.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Thiele: Geschichte des Schlosses Elsterberg. Theodor Krumm, Elsterberg 1925.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Elsterberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien