Schloss Hautefort

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Schloss Hautefort
Schloss Hautefort, Terrassen
Eingang
Barockgarten

Das Schloss Hautefort im Stil der Renaissance liegt im Norden des französischen Départements Dordogne. Das auf einer von einem Talkessel umgebenden Anhöhe gelegene Bauwerk geht vornehmlich auf das 17. Jahrhundert zurück. Schon im 9. Jahrhundert gab es an dieser Stelle eine Festung des Vizegrafen von Limoges. Im 12. Jahrhundert gehörte der Besitz dem Hauses de Born mit dem Minnesänger Bertran de Born als bekanntestem Familienmitglied. Seine politischen Ränkespiele führten zur Zerstörung der Burg durch Heinrich II. von England.

Der spätere Besitzer Marquis Jacques-François de Gontaut-Hautefort, Eisenhüttenbesitzer und Rüstungslieferant, beschloss 1630 die komplette Umgestaltung des Bauwerkes zu einem repräsentativen Schloss. 1680 wurden diese Arbeiten unter dem bekannten Pariser Architekten Jean Maigret schließlich abgeschlossen. An das breit angelegte Haupthaus schließen sich niedrige Seitenflügel an, an deren Enden große Rundtürme stehen. Im östlichen Turm befindet sich die Schlosskapelle. Im Dorf entstand ein Hospital im Barockstil.

Die Terrassen bilden mit ihren französischen Gärten einen Rahmen für das Schloss. Die erste Planung stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts und schloss den Vorplatz ein, der den Zugang zum Ostflügel ermöglichte. Buchsbaumhecken mit Blütenschmuck zeigen geometrische Motive. Oberhalb des Schlosses erstreckt sich ein weitläufiger, gepflegter englischer Landschaftsgarten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Schloss heruntergekommen und seiner Ausstattung beraubt. 1929 erwarben es Baron Henry de Bastard und seine Frau Simone, Tochter des Bankiers und Mäzens David David-Weill, restaurierten es und richteten es neu ein; nach dem Tod des Barons 1957 brannte das Schloss 1968 komplett aus, die Baronin rekonstruierte es jedoch erneut und stattete es mit Möbeln der Epoche aus. Sie hinterließ es 1999 einer von ihrem Neffen geführten Stiftung.

Trivia[Bearbeiten]

Das Schloss Hautefort diente als Filmkulisse und Drehort für etliche Filme:

Literatur[Bearbeiten]

  • Susanne Böttcher (Hrsg.): Périgord, Dordogne, Limousin (= Michelin. Der Grüne Reiseführer). Travel House Media GmbH, München 2006, ISBN 3-8342-8995-7, S. 188.
  • Martin Thomas, Thorsten Droste, Julia Hennings: Périgord. C. J. Bucher, München 1995, ISBN 3-7658-1028-2, S. 141.

Weblinks[Bearbeiten]

45.2597222222221.1458333333333Koordinaten: 45° 15′ 35″ N, 1° 8′ 45″ O