Schloss Krumbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Schloss im bayerischen Krumbach (Schwaben) siehe Schloss Krumbach (Schwaben)

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Schloss Krumbach
Das Schloss Krumbach

Das Schloss Krumbach

Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Schloss
Erhaltungszustand: renoviert, als Hotel und Restaurant genutzt
Ort: Krumbach, OsterreichÖsterreich Österreich
Geographische Lage 47° 30′ 10,6″ N, 16° 11′ 43,2″ O47.50294603444416.195338964444Koordinaten: 47° 30′ 10,6″ N, 16° 11′ 43,2″ O
Schloss Krumbach (Niederösterreich)
Schloss Krumbach

Das Schloss Krumbach befindet sich in der Buckligen Welt auf dem Gemeindegebiet von Krumbach (Niederösterreich).

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Burg entstand im 13. Jahrhundert als Reaktion auf die Ungarneinfälle am Ende des Frühmittelalters. Bei den Ungarneinfällen in den Jahren 1246 und 1260 wurde sie großteils zerstört. Die Wiedererrichtung weist zum Teil Schlosscharakter auf.

1394 wurde vom letzten Krumbacher Hans von Krumbach die Herrschaft mit allem Zubehör Pilgrim III. von Puchheim, einem Oheim (Onkel) von ihm, und dessen Brüdern vermacht und blieb über 200 Jahre im Besitz der Puchheimer.

1629 kam die Herrschaft in den Besitz des Geschlechtes der Grafen von Pálffy-Erdöd. Bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683 wurde Krumbach von den Türken vergeblich belagert.

Nach dem Revolutionsjahr 1848 wurde das Untertänigkeitsverhältnis aufgegeben, somit hatte die „Herrschaft Krumbach“ ihr Ende gefunden. 1875 wurde von der Familie Palffy die Besitzungen an den Wiener Neustädter Rechtsanwalt Anton Riehl verkauft, anschließend kam es öfters zu Eigentümerwechsel.

Bauwerk[Bearbeiten]

Schloss Krumbach, gesehen von Bad Schönau aus

Schloss Krumbach ist eine weithin sichtbare, mächtige, dreieinhalb geschossige Vierflügelanlage südlich des Marktes Krumbach. Es wurde auf einem Waldhügel über der Talsohle des Zöbernbaches errichtet. Die kleine Kapelle, 1250 den Heiligen Apostel Petrus und Paulus geweiht, dient derzeit als „Hochzeitskapelle“.

Nutzung[Bearbeiten]

Schloss Krumbach, Ginkgobaum beim dritten Burgtor

Das Schloss wurde 1993 von der Meta-Hotelgruppe unter Walter Harwalik renoviert und wird seitdem als Hotel und Restaurant genutzt. Dabei wurde nicht nur die bestehende Bausubstanz genutzt, sondern auch zwei Zimmertrakte und ein Seminarraum vorgelagert in den nördlichen Burggraben hineingebaut.

Der Österreicher Mirko Kovats betrieb das 120 Betten Hotel von 2009 bis Juni 2014 über seine TOSE Privatstiftung im Rahmen der Hotelkette Artis (Hotel)[1].

Der Wiener Immobilienunternehmen Erich Podstatny, der bereits seit 2010 die Burg Plankenstein im Melker Alpenvorland besitzt und erfolgreich revitalisiert als Erlebnis abseits der klassischen Hotellerie betreibt, erwirbt Juni 2014 Schloss Krumbach.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. noen.at: Sorge um Kovats-Hotels, vom 22. November 2010

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Krumbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien