Schloss Mikulov

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Schloss Mikulov

Schloss Mikulov (deutsch Nikolsburg) liegt in der gleichnamigen Stadt Mikulov im Okres Břeclav, Tschechien.

Das Schloss steht an der Stelle einer slawischen Siedlung, an der seit Ende des 13. Jahrhunderts eine steinerne Burg stand, die die Herren von Liechtenstein später noch erweiterten. Das heutige Aussehen erhielt das Objekt durch einen großzügigen Umbau in den Jahren 1719–1730 durch Christian Alexander Oedtl unter den Fürsten von Dietrichstein, die das Schloss im 16. Jahrhundert erworben hatten.

Während des Deutschen Krieges war das Schloss das Hauptquartier des preußischen Königs Wilhelm I. und des preußischen Kanzlers Otto von Bismarck sowie des preußischen Generalstabs. Hier wurde am 26. Juli 1866 der Vorfrieden von Nikolsburg zwischen Preußen und Österreich geschlossen.

Ein Großteil des Schlosses wurde durch einen Brand am Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Heute befindet sich in den Räumen ein regionales Museum. Derzeit beherbergt das Museum unter anderem Ausstellungen zu den Themen Weinbau in Mähren, Spuren der Römer und Germanen in Mähren, sowie eine Ausstellung, welche das Leben in der Burg zur Zeit derer von Dietrichstein näher beleuchtet. Darüber hinaus besitzt das Museum eine bedeutende Sammlung wissenschaftlicher Instrumente aus der Zeit des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schloss Mikulov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.806516.636083333333Koordinaten: 48° 48′ 23,4″ N, 16° 38′ 9,9″ O