Schloss Oberhofen

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Schloss Oberhofen aus der Luft
Schloss Oberhofen

Das Schloss Oberhofen ist ein Schloss in der Gemeinde Oberhofen am Thunersee im Kanton Bern, Schweiz.

Es gehörte einst Walter IV. von Eschenbach, der 1308 zusammen mit weiteren Verschwörern König Albrecht von Habsburg ermordete. Der Bergfried stammt aus dem 12. Jahrhundert, der Palas mit Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Im 14. Jahrhundert gelangte das Schloss an die Habsburger und wurde nach der Schlacht bei Sempach von bernischen Truppen besetzt. Die Burg und die dazugehörende Herrschaft gingen zuerst an die Familie von Scharnachthal und danach an andere bernische Patriziergeschlechter über. Die neuenburgisch-preussischen Grafen von Pourtalès gestalteten die Anlage um die Mitte des 19. Jahrhunderts grundlegend um.

1652 bis 1798 war das Schloss Sitz eines bernischen Landvogts und gelangte 1801 in Privatbesitz. 1954 wurde hier eine Zweigstelle des Historischen Museums Bern eröffnet. Seit 2009 befindet sich Schloss Oberhofen im Eigentum der eigenständigen Stiftung Schloss Oberhofen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rosmarie Hess: Schweizerische Kunstführer, Band 558: Schloss Oberhofen am Thunersee, GSK, Bern 1994, ISBN 3-85782-558-8
  • Rolf Jordi: Schloss Oberhofen, Die Wiederentdeckung eines Stückes Geschichte, Selbstverlag Jordi, Thun 2004, ISBN 3-00-014689-X

Weblinks[Bearbeiten]

46.7297222222227.6686111111111Koordinaten: 46° 43′ 47″ N, 7° 40′ 7″ O; CH1903: 617579 / 175417