Schlossfalle

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Schlossfalle an einer alten Tür
Oben: Falle, unten: Riegel

Die Schlossfalle (umgangssprachlich auch Schnapper) ist der Teil eines Schlosses, der die Tür im Anschlag hält, nachdem sie „ins Schloss gefallen ist“. Die Falle wird durch die Abschrägung (Schrägfalle) der Fallenaußenseite vom Schließblech gegen den Druck der Fallenfeder zurückgedrückt. Die zurückgeschobene Falle darf mit ihrer Vorderkante nicht mehr als einen Millimeter über die Stulpoberfläche vorstehen. Sie kann mit einer Geräuschdämpfung versehen sein. Kann die Schlossfalle eines Türschlosses mit dem Schlüssel betätigt werden, wird dieser Schlosstyp auch als Wechselschloss bezeichnet.

Ist eine Tür nur mit der Schlossfalle verschlossen (sogenanntes Zuziehen oder Zufallenlassen), ist diese für Einbrecher mit Sperrhaken innerhalb von Sekunden zu öffnen. Sicherer ist ein Zusperren mittels Verriegelung.

Spezielle Fallenarten sind:

  • Schrägfalle, Standardvariante
  • Rollfalle, z. B. für Pendeltüren
  • Hakenfalle, z. B. für Schiebetüren
  • Hebefalle von Kastenschlössern
  • Kurbelfalle, diese Schrägfalle besitzt neben der Hauptschräge kleinere Zähne mit entgegengesetzt verlaufender Schräge, um ein gleichmäßiges und geräuschloseres Schließen etwa von Behördenschlössern zu ermöglichen

Das Schlossteil „Falle“ findet sich bereits in alten ägyptischen Schlössern (3. Jahrtausend v. Chr.).