Schlumberger (Unternehmen)

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Schlumberger Limited
Logo der Schlumberger AG
Rechtsform Limited
ISIN AN8068571086
Gründung 1926
Sitz Houston, Texas, Vereinigte Staaten
Leitung Paal Kibsgaard (CEO)
Mitarbeiter 118.000 (2012)[1]
Umsatz 42,149 Mrd. US-Dollar (2012)[1]
Branche Erdöl und Erdgas
Website www.slb.com
Schlumberger Cambridge Research Centre

Schlumberger Limited ist das weltweit größte Unternehmen für Erdölexplorations- und Ölfeldservice. Das Unternehmen ist in Willemstad auf der niederländischen Insel Curaçao eingetragen, hat seinen Sitz aber in Houston in den Vereinigten Staaten.[2] Weitere Hauptgeschäftsstellen sind in Paris und Den Haag.

Das Unternehmen beschäftigt etwa 118.000 Angestellte in ca. 85 Ländern, der Umsatz betrug im Jahr 2012 42,149 Milliarden US-Dollar. Im Jahre 2007 investierte Schlumberger rund 728 Millionen Dollar in die Entwicklung von neuen Technologien. Weltweit arbeiten Mitarbeiter in 23 Forschungseinrichtungen.

Da die Unternehmensgründer Conrad Schlumberger und Marcel Schlumberger aus Frankreich stammten (damals Reichsland Elsaß-Lothringen), wird die Firma außer im deutschen Sprachraum meist französisch ausgesprochen: [ʃlumbɛʀˈʒe] bzw. [ʃlœ̃bɛʀˈʒe]

Besitzverhältnisse[Bearbeiten]

9,3 % Capital Research
7,9 % FMR Corporation
3,2 % Management
79,6 % Streubesitz

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

1926 wurde das Unternehmen als Société de Prospection Électrique durch die aus dem Elsass stammenden Gebrüder Conrad und Marcel Schlumberger gegründet. Die Firma stammt von ihrer Idee, mit Methoden der Geoelektrik nach Kohlenwasserstoffen zu suchen – aus demselben Grund ist eine der Elektrodenanordnungen in der Geoelektrik nach ihnen benannt.

1940 wird der Hauptsitz nach Houston verlegt, 1948 erfolgt die Gründung des Ridgefield-Forschungszentrums, 1956 der Muttergesellschaft Schlumberger Limited in Willemstad, Curaçao, damals Niederländische Antillen und 1960 von Dowell Schlumberger durch Schlumberger und Dow Chemical. Ab 1968 beteiligt sich das Unternehmen an der 1942 in Frankreich gegründeten Forex (vollständige Übernahme 1971 abgeschlossen). 1979 wird die Fairchild Camera and Instrumentation Company (inklusive Fairchild Semiconductor) eine Tochtergesellschaft von Schlumberger. 1984 erfolgt die Übernahme der 1947 in Texas gegründeten Southeastern Drilling Company (Sedco) und 1985 der Zusammenschluss von Southeastern Drilling Company (Sedco) und Forex zur Sedco Forex Drilling Company. 1987 kauft National Semiconductor die Fairchild Semiconductor von Schlumberger für 122 Millionen US-Dollar.

1989 wird von Schlumberger in der Stadt Rungis ein Betrieb eröffnet, der Prüfsysteme für Fluggepäck entwickeln soll. 1994 wird dieser Bereich an die Rheinmetall verkauft und dort beim Tochterunternehmen Heimann integriert[3].

1991 wird Prakla-Seismos[4], 1992 GeoQuest Systems und 1998 Camco International aufgekauft. 1998 erfolgt die Gründung der Bildungsinitiative SEED, die bislang mehr als 225 Schulen in 39 Ländern vernetzt hat. 1999 bildet sich der Spin-off von Sedco Forex und Verkauf an Transocean. Im Jahr 2000 erfolgt die Gründung des Unternehmens Seismik WesternGeco als ein Joint-Venture zusammen mit Baker Hughes und unter dem neuen Namen Schlumberger Oilfield Service firmieren die ehemaligen Schlumberger-Marken viz, Anadril, Dowell, Geoquest, Wireline und Testing. 2007 kauft Schlumberger von Baker Hughes den verbleibenden Anteil an WesternGeco und das US-Hauptquartier wird von New York nach Houston verlegt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schlumberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b phx.corporate-ir.net: Schlumberger Annual Report 2012
  2. slb.com: Schlumberger Limited
  3. Das Profil - Zeitung des Rheinmetall-Konzerns: Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.kspg-ag.deStarker Auftritt in Frachtkontrolle; abgerufen am 18. April 2012
  4. Manfred Großmann: Geschichte von Prakla-Seismos (prakla-seismos); abgerufen am 18. April 2012