Schmalblättriges Greiskraut

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Schmalblättriges Greiskraut
Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Greiskräuter (Senecio)
Art: Schmalblättriges Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Senecio inaequidens
DC.

Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Greiskräuter (Senecio) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die ursprüngliche Heimat des Schmalblättrigen Greiskrautes liegt in Südafrika. In vielen Teilen der Welt ist es eine invasive Pflanze. In Mitteleuropa gehört sie heute zu den häufigsten Greiskraut-Arten.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Schmalblättriges Greiskraut, Blüte

Das Schmalblättrige Greiskraut wächst als kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze. Insgesamt erreichen die Pflanzen Wuchshöhen von 30 bis 60 cm.

Das charakteristischste Merkmal des Schmalblättrigen Greiskrautes ist, wie auch sein deutscher Trivialname schon andeutet, die Form seiner Laubblätter: Sie sind linealisch bis schmal lanzettlich, nur 1 bis 5 mm breit und um die 6 cm lang. Sie sind vom Grunde an fein und scharf gezähnt, wobei allerdings der Blattrand manchmal etwas umgerollt sein kann, so dass die Blätter auf den ersten Blick ganzrandig aussehen. Am Grunde umfassen die Blätter den Stängel halb mit einem kleinen Öhrchen.

Die Blütezeit beginnt im Frühsommer (etwa Juni) und endet erst mit dem Wintereinbruch (etwa Ende November). Der Gesamtblütenstand ist eher locker und stark verzweigt. Die Blütenkörbchen besitzen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm. Eine Außenhülle, d. h. eine zweite Reihe von Hüllblättern um das Blütenkörbchen ist vorhanden. In jedem Körbchen sitzen meist zehn bis zwölf gelbe Zungenblüten.

[Bearbeiten] Vorkommen

Die ursprüngliche Heimat des Schmalblättrigen Greiskrautes liegt in Südafrika.

Es wurde bereits im letzten Jahrhundert als Wolladventivpflanze eingeschleppt. Das Schmalblättrige Greiskraut war lange Zeit adventiv, oft nur mit wenigen Exemplaren an den Orten ihrer Einschleppung (meist Häfen) verbreitet und unbeständig. Seit den 1970er Jahren jedoch "eroberte" sie von Nordwesten her in kurzer Zeit große Teile Mitteleuropas. Oftmals bildet der Neophyt insbesondere entlang von Fernstraßen (Autobahnen) und Eisenbahnlinien auffällige, gelbblühende Massenbestände. Weiterhin wächst sie auf trockenen Ruderalstellen: z. B. auf Baustellen, an (Güter-)Bahnhöfen, an Wegrändern, in Industriegebieten usw.. Diese kurzlebige ausdauernde krautige Pflanze gedeiht soziologisch vornehmlich in annuellen (einjährigen) Ruderal- oder Raukenfluren (Sisymbrietalia), in biennen (zweijährigen) Ruderalfluren (Onopordetalia), in Ruderalen Queckenrasen (Agropyretea intermedii-repentis) und in Sandtrockenrasen (Sedo-Scleranthetea).

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weiterführende Literatur

  • Ullrich Asmus: Das Eindringen von Neophyten in anthropogen geschaffene Standorte und ihre Vergesellschaftung am Beispiel von Senecio inaequidens DC. In: Flora. Band 180, Nr. 1–2, 1988, S. 133–138.
  • Hans-Jürgen Böhmer: Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens DC. 1837) in Deutschland – eine aktuelle Bestandsaufnahme. In: Floristische Rundbriefe Band 25, 2002, S. 47–54, Bochum (PDF).
  • Reinhard Bornkamm: Ursachen und Grenzen der Ausbreitung von Senecio inaequidens DC. in Mitteleuropa – dargestellt am Beispiel von Berlin/Brandenburg. In: Verhandlungen des Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg. Band 136, 2006, S. 9–26, Berlin.
  • Tina Heger, Hans-Jürgen Böhmer: The invasion of Central Europe by Senecio inaequidens DC.: a complex biogeographical problem. In: Erdkunde Band 59, Nr. 1, 2005, S. 34–49, (PDF) und (PDF).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Senecio inaequidens – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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