Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwaltersdorf

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Hetzdorf (Flöhatal)–Großwaltersdorf (Sachs)
Strecke der Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwaltersdorf
Ausschnitt der Streckenkarte Sachsen (1902)
Streckennummer: 6981; sä. HG
Streckenlänge: 13,65 km
Spurweite: 750 mm (Schmalspur)
Maximale Neigung: 25 
Minimaler Radius: 100 m
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
   
0,000 Hetzdorf (Flöhatal) 292 m
   
(Übergang zur Strecke Reitzenhain–Flöha)
   
Hetzdorfer Viadukt (Dresden–Werdau)
   
1,295 Flöhabrücke (63 m)
   
1,477 Lößnitzbrücke (41 m)
   
1,690 Anschl Metzdorf Parkettfabrik
   
1,705 Lößnitzbrücke
   
2,733 Lößnitzbrücke (12 m)
   
2,316 Hohenfichte Hp 311 m
   
3,715 Lößnitztal 328 m
   
5,153 Lößnitzbrücke (12 m)
   
5,307 Brücke Werkgraben (10 m)
   
5,568 Hammerleubsdorf 358 m
   
6,370 Lößnitzbrücke (12 m)
   
8,055 Lößnitzbrücke (13 m)
   
8,507 Gersberg 411 m
   
9,772 Eppendorf 428 m
   
12,532 Großwaltersdorf (Sachs) Hp 445 m
   
13,560 Großwaltersdorf (Sachs) 465 m
   
13,650 Anschl Frenzel

Die Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwaltersdorf war eine sächsische Schmalspurbahn mit 750 mm Spurweite im Erzgebirge. Sie begann in Hetzdorf an der Bahnstrecke Reitzenhain–Flöha und führte durch das Lößnitztal über Eppendorf nach Großwaltersdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

vereinfachtes Höhenprofil der Strecke

Für einen Eisenbahnschluss Eppendorfs, wo durch die Spielzeugindustrie ein Verkehrsbedürfnis vorhanden war, wurden mehrere Varianten untersucht. Die Variante ausgehend von der Bahnstrecke Flöha–Reitzenhain erhielt dabei gegenüber der Variante vom Bahnhof Oederan an der Bahnstrecke Dresden–Werdau den Vorzug. Die Trassierung durch das Lößnitztal band einerseits mehrere Textilfabriken und holzverarbeitende Betriebe an, andererseits vermied man weitestgehend die Gefahr von Schneeverwehungen am Nordrand des Erzgebirges.

Der 9,77 km lange Abschnitt Hetzdorf–Eppendorf wurde am 1. Dezember 1893 eröffnet. Ursprünglich sollte die Haltestelle Hohenfichte Ausgangspunkt der Schmalspurbahn sein, während des Baus entschied man sich für die Einrichtung der neuen Station Hetzdorf zwischen Flöha und Hohenfichte.[1]

Die am 1. November 1916 eröffnete Verlängerung nach Großwaltersdorf wurde wegen des Abtransports von landwirtschaftlichen Produkten der Gegend um Großwaltersdorf gebaut.[1]

Bereits am 1. August 1951 wurde der Verkehr zwischen Eppendorf und Großwaltersdorf unter dem Vorwand der Gewinnung von Oberbaumaterial für den Berliner Außenring wieder eingestellt und der Streckenabschnitt abgebaut. Auf dem verbliebenen Abschnitt Streckenstück Hetzdorf–Eppendorf wurde noch bis zum 6. November 1967 Personenverkehr durchgeführt. Güterverkehr fand noch bis zur Stilllegung am 1. Januar 1968 statt.[1][2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Hengst: Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwaltersdorf. Bufe-Verlag 2000, ISBN 3922138659

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Erich Preuß, Rainer Preuß: Schmalspurbahnen in Sachsen, transpress Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-71205-9, S. 183
  2. Die DR 1968, EK-Themen 12, 1993, S. 9