Schmierstoff

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Verschleiß- und Schmierstoff-Prüfmaschine in einem Labor der Automobilindustrie (1945)

Schmierstoffe (auch: Schmiermittel) werden zur Schmierung eingesetzt und dienen zur Verringerung von Reibung und Verschleiß, sowie zur Kraftübertragung, Kühlung, Schwingungsdämpfung, Dichtwirkung und dem Korrosionsschutz.

Allgemeines[Bearbeiten]

Prinzipiell bestehen alle Schmierstoffe aus einer Basisflüssigkeit (meistens Grundöl) sowie aus weiteren Inhaltsstoffen, welche man Additive nennt.

Schmierstoffe unterliegen verschiedenen Einflüssen:

  1. mechanische Einflüsse (Druck und Scherspannungen an der Schmierstelle)
  2. thermische Einflüsse (Wärmezu- bzw. abfuhr)
  3. chemische Wechselwirkungen mit anderen Stoffen (Blow-by Gasen, Nitrierung durch Kraftstoffe, Reibpartner, Dichtungen …) und der Umgebung (zum Beispiel Luft, Wasser-Luftfeuchtigkeit)
  4. Schmierstoffalterung

Einteilung[Bearbeiten]

Die folgende Einteilung unterscheidet nach dem Aggregatzustand des Schmierstoffes:

Kennwerte[Bearbeiten]

Wichtige physikalische Kennwerte von Schmierstoffen sind u. a.:

Anwendungsbeispiele[Bearbeiten]

Sehr bekannt ist das Motoröl. Es verringert die Reibung in Hubkolbenmotoren, sorgt gleichzeitig für eine bessere Abdichtung zwischen Kolben und Zylinder und übernimmt oft umfangreiche Kühlaufgaben. Einige Fahrzeuge sind deshalb mit zusätzlichen Ölkühlern ausgerüstet.

Eine hygienisch einwandfreie industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln bedingt für alle lebensmittelberührenden Teile von Maschinen eine Schmierung mit physiologisch verträglichen Schmierstoffen, z. B. natürlichen Fetten und Ölen mit einer Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) bzw. des Department of Agriculture. Diese Forderung ist in den Regelwerken International Food Standard (IFS) und des British Retail Consortiums (BRC) enthalten.

Eine weitere industrielle Anwendung von Schmierstoffen ist die Verwendung als Umformschmierstoff in verschiedenen Ausführungen. Hier gibt es Emulsionen, die vorwiegend in der Zerspanung als Kühlschmierstoff eingesetzt werden. Hier wird ein Schmierstoffkonzentrat in einer 3% - 10% Emulsion mit Wasser erzeugt und dieses über Umwälzpumpen dem Zerspanungsprozess immer wieder zugeführt.

Ein weiterer Einsatzbereich ist die Blechumformtechnik. Hier werden Umformschmierstoffe in verschiedenen Formen als Mineralölbasierte Umformöle mit verschiedenen Additivierungen eingesetzt. Weiterhin kommen Estheröl-Basierte Umformöle mit hochleistungs oder EP-Additivierungen zum Einsatz, die bei ansrpuchsvolleren Umformaufgaben eingesetzt werden. Im Bereich der einfacheren Umformung großflächiger Teile werden auch gerne verflüchtigende Lösemittelhaltige Schmierstoffe eingesetzt, die verdunsten, wenn Teile weiterverarbeitet werden. Als Alternative zu den Lösemittelhaltigen Schmierstoffen gibt es Bio-Polymer Schmierstoffe, die mineralölfreie Lösungen auf Basis von biogenen Polymeren sind. Diese werden mit einem Korrosionsschutz und einer wasserlöslichen Additivierung für die Anforderungen der Blechumformung ausgestattet. Bei diesen Schmierstoffen ist bei der Weiterverarbeitung, wie auch bei der verflüchtigenden Schmierstoffen auch kein Waschen der Teile mehr erforderlich, da nach der Umformung nahezu nur noch der Korrosionsschutz auf dem Bauteil verbleibt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]