Schnaditz

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51.58980277777812.54653333333385Koordinaten: 51° 35′ 23″ N, 12° 32′ 48″ O

Schnaditz
Höhe: 85 m ü. NN
Fläche: 81,4 ha
Einwohner: 580
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 04849
Vorwahl: 034243
Wasserschloss

Schnaditz ist ein Ortsteil der Stadt Bad Düben, Landkreis Nordsachsen in Sachsen.

Lage[Bearbeiten]

Schnaditz liegt westlich des Hauptortes Bad Düben. Nördlich des Ortes fließt die Mulde.

Kirche

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort ist wahrscheinlich um 1200 entstanden. Vermutlich wurde die Wasserburg Sneudiz im Jahre 1237 errichtet.

In diesem Schloss lebten unter anderem die Herren von Zaschnitz (auch Zaschwitz geschrieben). Gunter von Zaschnitz ging mit dem Raub der Pferde des Händlers Hans Kohlhase 1532 in Wellaune – damals eine vorgelagerte Befestigung von Schnaditz – ziemlich unrühmlich in die Geschichte ein. Dieser Raub war die Grundlage für die Novelle von Heinrich von Kleist mit dem Namen Michael Kohlhaas.

Der Kirchturm in Schnaditz wurde 1686 erbaut, das Kirchenschiff kam 1716 dazu. Selten ist der Grundriss, denn er wurde nach dem Antoniuskreuz angelegt. In der Kirche befindet sich ein Epitaph der Familie von Zaschnitz.

Die DDR-Schlagersängerin Bärbel Wachholz erholte sich in einem Wochenendhaus bei Schnaditz, das von der Bevölkerung als Bärbel-Wachholz-Haus bezeichnet wird.

Am 1. Januar 1999 wurde der Ort nach Bad Düben eingemeindet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schnaditz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schnaditz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Homepage Bad Düben, Stadtteil Schnaditz [1]
  • Webseite zur Burg Schnaditz [2]
  • Webseite des Michael-Kohlhaas-Club Schnaditz 1532 e.V. [3]