Schnapper

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Dieser Artikel erläutert die Familie der Fische, zu weiteren Bedeutungen siehe Schnapper (Begriffsklärung).
Schnapper
Buckel-Schnapper (Lutjanus gibbus)

Buckel-Schnapper (Lutjanus gibbus)

Systematik
Ctenosquamata
Acanthomorphata
Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
incertae sedis
Familie: Schnapper
Wissenschaftlicher Name
Lutjanidae
Bloch, 1790

Die Schnapper (Lutjanidae) sind eine Familie der Barschverwandten (Percomorphaceae). Sie leben küstennah in tropischen und subtropischen Regionen von Atlantik und Indopazifik und schwimmen selten in Brackwasser und Ästuarien. Viele sind bedeutende Speisefische, können aber durch Ciguatera vergiftet sein. Unter dem Handelsnamen „Roter Schnapper“ werden verschiedene Fische verkauft, in Deutschland Lutjanus malabaricus und in den USA Lutjanus campechanus unter dem englischen Namen „Red Snapper“.

Merkmale[Bearbeiten]

Es sind meist mittelgroße bis große Fische mit großen Köpfen und großem, endständigen Maul. Vorne im Maul sitzen bei den meisten Arten große Fangzähne. Auch das Gaumenbein und manchmal auch das Pflugscharbein tragen kleine Zähne. Ihre Rückenflosse ist zusammengewachsen, zwischen hartstrahligem und weichstrahligen Teil befindet sich eine Einbuchtung. Die Schwanzflosse ist leicht bis tief eingebuchtet. Der Ansatz der Bauchflossen befindet sich direkt hinter dem Ansatz der Brustflossen.

Flossenformel: Dorsale IX-XII/9-18, Anale III/7-11

Schnapper werden je nach Art 15 Zentimeter bis 1,60 Meter lang.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Die Fortpflanzung wurde nur bei wenigen Arten beobachtet. Schnapper versammeln sich zum Laichen bei Voll- oder Neumond in großen Schwärmen vor Riffen. Die Eier sind sehr klein (meist unter einem Millimeter Durchmesser), ein Weibchen kann bis zu einer halben Million abgeben. Die Jungfische schlüpfen nach 18 Stunden bis einigen Tagen und leben zunächst versteckt im Flachwasser, in Flussmündungen oder Mangroven, auch im Brackwasser. Bei einigen Arten haben die Jungfische eine völlig andere Färbung als die Ausgewachsenen.

Systematik[Bearbeiten]

Es gibt mehr als 100 Arten in 17 Gattungen und vier Unterfamilien:

Schulmeister-Schnapper (Lutjanus apodus)
Kupferschnapper
(Lutjanus argentimaculatus)
Bengalen-Schnapper (Lutjanus bengalensis)
Blaustreifen-Schnapper (Lutjanus kasmira)
Schwarzer Schnapper (Macolor niger) Jungfisch
Gelbschwanz-Schnapper (Ocyurus chrysurus)

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Fiedler, Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische, Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6
  • Joseph S. Nelson, Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schnapper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien