Schneckenkorn

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Schneckenkorn ist ein häufig verwendetes Ungeziefervernichtungsmittel, das kornförmig gepresst ist und gegen Schneckenbefall im Garten- und Hausbereich eingesetzt wird. Die meisten handelsüblichen Typen enthalten Stoffe, die auf Schnecken anziehend wirken und müssen von den Schnecken aufgenommen werden. Es gibt jedoch auch Schneckenkorn mit Kontaktwirkung, bei der der giftige Wirkstoff bei Berührung mit der Schnecke über die Schleimhaut in den Körper über geht.

Meist sterben Schnecken, die mit Schneckenkorn in Berührung kommen, an Ort und Stelle und müssen per Hand entfernt werden. Es gibt aber auch Schneckenkorn, das die Schnecken erst nach Tagen tötet. Sie ziehen sich vorher in ihre Unterschlüpfe zurück und stellen dann keine Gefährdung für andere Tiere dar, die sie fressen könnten. Schneckenkorn macht keinen Unterschied zwischen hauptsächlich schädigenden und überwiegend unschädigenden Schneckenarten. So wirkt es auch bei Gehäuseschnecken wie der unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecke, die u. a. Gelege von Nacktschnecken frisst.

[Bearbeiten] Wirkmechanismen

Das Schneckenkorn wirkt auf relativ große Distanzen anziehend auf Schnecken. Nachteilig dabei ist, dass auch Schnecken aus Nachbargärten dadurch angelockt werden und so ggf. vor ihrem Tod Eigelege hinterlassen.

Zur Bekämpfung von Schnecken werden viele verschiedene Formen von Schneckenkorn hergestellt. Sowohl Wirkstoffzusammensetzung, als auch Wirkmechanismen unterscheiden sich deutlich. Anorganische Salze, Alkaloide, hormonelle Wirkstoffe sowie Kombinationen synthetischer Stoffe sind gebräuchlich. Salzige Präparate führen meist zu einer Schädigung der Schnecken, die mit Verlust oder übermäßiger Aufnahme von Wasser durch Osmose einher geht.

Viele handelsüblichen Präparate stellen eine Gefahr für Vögel und andere Fressfeinde der Schnecke dar, die sie aufnehmen. Sogenanntes „biologisches“ Schneckenkorn enthält oft Extrakte aus Pflanzen, die natürliche Abwehrstoffe gegen Schneckenfraß entwickelt haben (beispielsweise bestimmte Moose).

Vorsicht ist jedoch mit Haustieren geboten. Auch wenn Schneckenkorn oft verharmlost wird und sogar für Nützlinge ungiftig scheint, ist es in sogar geringen Dosen für Hunde tödlich.

[Bearbeiten] Alternativen zum Schneckenkorn

  • Schneckenzaun
  • Bierfalle
  • Ansiedelung und Schutz natürlicher Fressfeinde der Schnecke, zum Beispiel Igel, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen, Spitzmäuse. Weinbergschnecken ernähren sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzen (Welkfutter). Darüber hinaus fressen sie Eigelege von Nacktschnecken und tragen damit zur natürlichen Kontrolle des Nacktschneckenbestandes in einem Garten bei.
  • Absammeln
  • Eine tierfreundliche, Naturschutz-konforme und effektive Möglichkeit ist das Besprühen der Pflanzen mit einer Lösung aus Lebermoosextrakt und Wasser. Prof. Dr. Jan-Peter Frahm vom Botanischen Institut der Universität Bonn hat nachgewiesen, dass Schnecken solcherart behandelte Pflanzen selbst dann meiden, wenn ihnen keine weitere Nahrungsquelle zur Verfügung steht. Der Schutz sollte nach starken Regenfällen erneuert werden. Die Lösung ist sehr ergiebig, einfach anzuwenden und kostengünstig.

[Bearbeiten] Siehe auch

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