Schneeberg (Unterfranken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schneeberg
Schneeberg (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schneeberg hervorgehoben
49.6394444444449.2469444444444168Koordinaten: 49° 38′ N, 9° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 168 m ü. NHN
Fläche: 16,6 km²
Einwohner: 1803 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63936
Vorwahl: 09373
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 156
Marktgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Amorbacher Str. 1
63936 Schneeberg
Webpräsenz: www.schneeberg-odenwald.de
Bürgermeister: Erich Kuhn (CSU)
Lage des Marktes Schneeberg im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Gemeindefreies Gebiet Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Schneeberg ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schneeberg liegt in der Region Bayerischer Untermain.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde hat drei amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Hambrunn, Schneeberg und Zittenfelden.

Zu Schneeberg gehört eine Exklave im Wald südöstlich von Reichartshausen, das selbst eine Exklave der Stadt Amorbach ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Zeit der ersten Rodungen und der Besiedlung des Marsbach-, Morre- und Muththales im achten oder neunten Jahrhundert hieß Schneeberg noch Sneiteberc. Die erste urkundliche Erwähnung von Schneeberg war im Jahr 1237, wodurch die damaligen Besitzverhältnisse dokumentiert wurden.

Schneeberg gehörte zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Seit dem Münchner Vertrag von 1816 gehört der Ort zu Bayern. Der mainzische Ort wurde im Reichsdeputationshauptschluss 1803 den Fürsten von Leiningen zugesprochen, 1806 durch Baden mediatisiert und 1810 an Hessen-Darmstadt abgetreten. Im Rezess Hessen/Bayern (Frankfurt 1816) fiel es schließlich an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Miltenberg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Schneeberg lag. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Schneeberg war nun eine der 31 Gemeinden im Altkreis Miltenberg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Obernburg am Main zum neuen Landkreis Miltenberg zusammen.

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Name Schneeberg besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern sneite und bërc. Das Wort sneite bedeutet dabei so viel wie „durch den Wald gehauener Weg“ oder „Durchstieg“. Die ersten Rodungen fanden im Bereich eines tief eingeschnittenen Tals zwischen den steil ansteigenden Berghöhen des Odenwalds statt.[3][4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1272 Sneiteberc
  • 1350 Sneytberg
  • 1395 Sneideberg
  • 1440 Sneidberg
  • 1499 Schneidberg
  • 1546 Schneidenberge
  • 1570 Schnaypergk
  • 1592 Schneyberg
  • 1785 Schneeberg

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Hambrunn und von der aufgelösten Gemeinde Beuchen, die bis 1870 Beuchen-Zittenfelden hieß[5], der Gemeindeteil Zittenfelden eingegliedert, während Beuchen der Stadt Amorbach zugesprochen wurde.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1466 Einwohner[6]
  • 1970: 1754 Einwohner[6]
  • 1987: 1822 Einwohner
  • 2000: 1904 Einwohner
  • 2004: 1902 Einwohner
  • 2005: 1897 Einwohner
  • 2006: 1865 Einwohner
  • 2007: 1834 Einwohner
  • 2011: 1787 Einwohner
  • 2012: 1803 Einwohner

Der Markt Schneeberg ermittelte am 1. Januar 2006 mit Zweitwohnsitzen 2009 Einwohner, davon 1931 Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Die Menschen stammen aus 17 Nationen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Erich Kuhn (CSU).

Der Gemeinderat besteht aus 12 Personen, aktuell:

  • 5 CSU-Gemeinderäte
  • 4 FW-Gemeinderäte
  • 3 SPD-Gemeinderäte

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 263 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 784. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 18 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 326 ha, davon waren 247 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Amorbach führt die Bundesstraße 47, die Nibelungenstraße, auf dem Weg von Michelstadt im Westen nach Walldürn im Osten.

Der Haltepunkt Schneeberg im Odenwald liegt an der Bahnstrecke Seckach–Miltenberg (KBS 709), auch Madonnenlandbahn genannt. In Seckach besteht Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar, die in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert ist. Der Bahnhof gehört außerdem zum Übergangs-Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Der ÖPNV wird durch die Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain betrieben.

Radfernwege[Bearbeiten]

Durch den Ort führen folgende Radwanderwege:

Wanderwege[Bearbeiten]

Nahe dem Ortsteil Zittenfelden, direkt an der Zittenfeldener Quelle verläuft der Nibelungensteig, ein 124 Kilometer langer, mit dem Gütesiegel "Wanderbares Deutschland" zertifizierter Fernwanderweg. Ebenfalls führt die Westschleife des 794 km langen Fränkischen Marienwegs an der Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Schneeberg vorbei.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 73 Kindergartenplätze mit 74 Kindern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schneeberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/202322&attr=OBJ&val=1706
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 200.
  4. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.primavera24.deSchneeberg und warum es so heißt. In: Primavera24.de, 18. Dezember 2010. Abgerufen am 19. Dezember 2010.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 523.
  6. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 750.