Schneewittchen muss sterben

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Filmdaten
Originaltitel Schneewittchen muss sterben
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Manfred Stelzer
Drehbuch Henriette Piper
Produktion Daniel Blum
Carsten Kelber
Musik Moritz Freise
Biber Gullatz
Kamera Johann Feindt
Schnitt Bernd Schriever
Besetzung

Schneewittchen muss sterben ist ein deutscher Fernseh-Krimi aus dem Jahr 2013. Die Literaturverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Nele Neuhaus.

Handlung[Bearbeiten]

Tobias Sartorius wird nach sieben Jahren aus dem Gefängnis entlassen und fährt mit dem Bus zurück nach Altenheim, in sein Heimatdorf, wo man ihm mit Misstrauen und Argwohn begegnet. Schließlich soll Tobias vor acht Jahren nach einer Aufführung des Märchens Schneewittchen die Hauptdarstellerin Stefanie Schneeberger getötet und die Leiche versteckt haben. Gregor Lauterbach, der damalige Regisseur des Theaterstücks, sucht Tobias auf und es kommt zu einem Streit. Als am nächsten Morgen auch noch die Leiche Gregors an einem Baum hängend im Wald gefunden wird, werden die beiden Kriminalbeamten Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff gerufen, um den vermeintlichen Suizid aufzuklären. Schnell macht sich das Gerücht um die gefundene Leiche im Dorf breit, und Tobias wird sofort verdächtigt.

Oliver und Pia machen sich auf, um mehrere Leute zu befragen. So hören sie unterschiedliche Versionen, des damaligen Abends. Tobias behauptet, dass Gregor damals sich unsittlich Stefanie näherte, sie ihn abwies und von ihm geschlagen wurde, wodurch sie anfing zu bluten. Als Tobias sie trösten wollte, kam Blut von ihr auf sein Hemd, anschließend trank er zu viel Alkohol, sodass er am nächsten Morgen mit einem Filmriss aufwachte und sich nicht mehr an die komplette Nacht erinnern konnte. Laut Lars Terlindens Aussage, die von seinen beiden Freunden Henning und Kai unterstützt wird, hatte Tobias Stefanie lange belästigt, sodass er ihr hinterherlief und seinen Frust in Gewalt gegen sie ausließ.

Tobias ist derweil nicht nur Tatverdächtiger. Es sind auch zwei Frauen an ihm interessiert. Einerseits seine Exfreundin Nadja Bredow, eine ehrgeizige Schauspielerin, die ihn unbedingt zurückhaben will und sich eine gemeinsame Zukunft in Frankfurt am Main vorstellen kann und andererseits die zugezogene Amelie Fröhlich, die erst jetzt von dem damaligen Mordfall erfährt und Tobias unbedingt kennenlernen will. An Nadja hat Tobias keinerlei Interesse und durch ihre eigenen Provokationen erkennt Amelie, dass Tobias damals Stefanie nicht getötet haben kann. Vielmehr will sie nun selbst herausfinden, wer etwas damit zu tun hatte. Als Schneewittchen verkleidet besucht sie den Gottesdienst und beobachtet die Reaktionen der Bewohner. Dabei erschreckt sich Thies Terlinden, der geistig behinderte Zwillingsbruder von Lars, und läuft in den Wald hinaus. Amelie folgt ihm in den Wald und will ihn zur Rede stellen. Doch dabei wird sie selbst überfallen und verschleppt.

Die Polizei sucht schließlich mit einem Spürhund nach ihr und gelangt auf das Parkgelände der Terlindens, wobei sie unter Thies' Garten ein Gewölbe finden, in dem sich ein Sarg mit der verwesten Leiche Stefanies befindet. Die Aufmachung erinnert an Schneewittchen, und Thies' Märchenbuch liegt gleich neben dem Sarg. So befragt Oliver schließlich mit dem Psychologen Dr. Horstmann Thies, um herauszufinden, was damals in der Mordnacht passiert ist. Unter Thies' Sachen befindet sich auch ein handgemaltes Bild, welches eine Vergewaltigung Stefanies durch Lars zeigt. Bei der Obduktion von Stefanies Leiche finden sich noch Spuren von Lars' Sperma, sodass sich der Verdacht erhärtet. Doch nicht Lars hat damals Stefanie getötet. Es war seine Mutter Christine Terlinden. Sie hatte damals Lars bei dessen Vergewaltigung erwischt und wollte Stefanie den Vorfall ausreden und sich bei ihr entschuldigen. Nur war Stefanie damals fest entschlossen, Lars anzuzeigen, sodass sie sterben musste. Christine gesteht den Totschlag und verrät, wo sie Amelie gefangen hält, sodass diese noch befreit werden kann.

Hintergrund[Bearbeiten]

Ausgestrahlt wurde der Film am 25. Februar 2013 auf ZDF. Dabei wurde er von 6,76 Mio. Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von etwa 19,7 Prozent entsprach.[1] Auf DVD erschien der Film am 26. Februar 2013.

Mit Schneewittchen muss sterben wurde das vierte Buch der Bodenstein & Kirchhoff-Reihe verfilmt. Am 13. Mai 2013 wurde mit Eine unbeliebte Frau die Verfilmung des ersten Buches im ZDF ausgestrahlt.

Kritik[Bearbeiten]

„Blasser (Fernseh-)Krimi, dessen uninspiriertem Buch weder die Regie noch die Darsteller viel abgewinnen können.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TV-Quoten von gestern Abend "Circus Halligalli" feiert erfolgreich Premiere auf stern.de vom 26. Februar 2013, abgerufen am 24. Oktober 2013
  2. Schneewittchen muss sterben im Lexikon des Internationalen Films