Schneiderrevolution
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Die Schneiderrevolution war ein lokaler Aufruhr, der im September 1830 in Berlin ausbrach.
Nachdem ein Schneidergeselle die Julirevolution in Frankreich hochleben ließ, wurden er und seine Handwerkerkollegen verhaftet. Einen Tag darauf fand eine große Demonstration mehrerer Tausend Zunftgenossen vor der Hildegardkirche und auf dem Berliner Fischmarkt statt und konnte erst durch den Einsatz der gesamten Garnison von 14.000 Mann unterdrückt werden.
Die Ursachen des Aufruhrs lagen in der Verunsicherung gegenüber den neuartigen aus England importierten Maschinen, die Arbeitsplätze zu gefährden drohten. Zudem war durch die vom Magistrat von Berlin am 1. Juli eingeführte Hundesteuer eine vernehmbare Unzufriedenheit entstanden und trug zur Demonstrationsbereitschaft bei.