Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt

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Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt
Strecke der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt
Streckennummer (DB): 5919
Streckenlänge: 106,861[1] km
Streckenklasse: D4
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 12,5 ‰,
teilw.: 20[1] 
Minimaler Radius: mind. 3.700 m[1]
Regel: 6.300[1] m
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h
Zweigleisigkeit: durchgehend
   
Neubaustrecke von Leipzig/Halle
   
Thüringer Bahn von Weimar
Bahnhof, Station
106,861 Erfurt Hbf
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102,400 Geratalbrücke Bischleben (323 m)
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100,900 Augustaburg (Üst)
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100,520 Tunnel Augustaburg (1404 m)
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99,065 Thüringer Bahn nach Eisenach
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Apfelstädttalbrücke (256 m)
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96,930 Brücke Molsdorf (89 m), A 4
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95,650 Geratalbrücke Ichtershausen (1121 m),
A 71
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Gera
   
92,060 Eischleben (Übf)
   
85,000 Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld
   
81,169 Tunnel Behringen (463 m)
   
81,000 Behringen (Üst)
   
79,980 Wipfratalbrücke (172 m)
   
78,164 Tunnel Sandberg (1320 m), A 71
   
76,200 Humbachtalbrücke (290 m), B 87
   
Humbach
   
74,330 Röstalbrücke (120 m)
   
72,300 Wümbachtalbrücke (570 m)
   
71,000 Ilmenau-Wolfsberg (Übf)
   
68,330 Ilmtalbrücke (1681 m), B 88
   
Ilm
   
ehem. Strecke Ilmenau–Großbreitenbach
   
67,625 Tunnel Tragberg (500 m)
   
66,420 Tunnel Lohmeberg (688 m)
   
66,330 Schobsetalbrücke (87 m)
   
64,635 Tunnel Brandkopf (1493 m)
   
64,460 Wohlrosetalbrücke (150 m)
   
57,006 Tunnel Silberberg (7391 m)
   
56,463 Oelzetalbrücke (370 m)
   
54,904 Tunnel Fleckberg (1490 m)
   
54,685 Massetal (Üst)
   
54,034 Massetalbrücke (385 m)
   
52,853 Tunnel Masserberg (1051 m)
   
52,649 Rehtalbrücke (203 m)
   
51,991 Tunnel Rehberg (602 m)
   
51,704 Dunkeltalbrücke (291 m)
   
51,275 Grubentalbrücke (215 m)
   
50,061 Tunnel Goldberg (1163 m)
   
50,016 Saubachbrücke (55 m)
   
41,637 Tunnel Bleßberg (8314 m)
   
40,926 Talbrücke Truckenthal (425 m)
   
40,880 Theuern (Übf)
   
38,244 Tunnel Baumleite (1317 m)
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37,040 Grümpentalbrücke (1104 m),
Bahnstrecke Eisfeld–Sonneberg
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B 89
   
Grümpen
   
35,820 Tunnel Müß (745 m)
   
Landesgrenze Thüringen / Bayern
   
33,062 Talbrücke Froschgrundsee (798 m)
   
32,390 Talbrücke Pöpelholz (306 m)
   
28,575 Tunnel Reitersberg (2975 m)
   
28,259 Fornbachbrücke (150 m)
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25,900 Dörfles-Esbach Abzw
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A 73 (221 m)
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24,596 Itztalbrücke (868 m)
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Strecke von Sonneberg
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Itz
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23,965 Rödental (Übf)
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21,940 Tunnel Feuerfelsen (1043 m), A 73
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21,140 Kiengrundbrücke (108 m)
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19,520 Tunnel Rennberg (1072 m)
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Dörfles-Esbach
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Coburg-Nord
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Coburg 291 m
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Creidlitz
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18,056 Füllbachtalbrücke (1012 m)
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Werrabahn nach Lichtenfels
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B 303 (106 m)
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Füllbachbrücke (90 m)
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Tunnel Füllbach (1113 m)
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17,182 Tunnel Höhnberg (824 m)
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Verbindungskurve Niederfüllbach
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16,258 Niederfüllbach (Abzw)
   
15,144 Talbrücke Weißenbrunn am Forst (614 m)
   
14,250 Mühlbachbrücke (175 m)
   
12,198 Tunnel Lichtenholz (931 m)
   
9,574 Tunnel Kulch (1331 m)
   
8,625 Stadelbachbrücke (90 m)
   
4,246 Tunnel Eierberge (3756 m)
   
4,010 Flutmuldenbrücke Wiesen (88 m)
   
2,756 Mainbrücke Wiesen (219 m)
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Strecke von Lichtenfels
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0,000 Ebensfeld 254 m
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Unterleiterbach (Übf)
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Strecke nach Bamberg

Baukilometer statt Streckenkilometer

Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt ist eine seit 1996 im Bau befindliche 190 Kilometer lange Eisenbahn-Schnellfahrstrecke. Sie besteht aus einer Ausbaustrecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld und einer Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt.

Die Strecke ist das Bauprojekt 8.1 des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Schiene Nr. 8. Nördlich schließt sich die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle, südlich die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München an.

Von den 107 Streckenkilometern der Neubaustrecke verlaufen 41 km in insgesamt 22 Tunneln sowie 12,3 km auf 29 Talbrücken.[2] Die Strecke soll von Hochgeschwindigkeitsverkehr (ICE) und Güterzügen im Mischbetrieb genutzt werden. Baubeginn war im April 1996.[3] Von 1999 bis 2002 ruhten die Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme ist inzwischen zum Fahrplanwechsel am 8. Dezember 2017 vorgesehen.[4][5] Zwischen Erfurt und Nürnberg soll die Fahrzeit nach Fertigstellung 66 Minuten betragen.[6]

Nach Angaben des Bundes wurden bis Ende 2012 2,668 Milliarden von geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 5,360 Milliarden Euro investiert (dynamisierte Planungs-, Grunderwerbs- und Baukosten). Damit stünden Investitionen von 2,692 Milliarden Euro noch aus. In dieser Summe sind die Neu- und Ausbaustrecke sowie die Güterzugstrecke in Fürth enthalten.[7] Mit Stand Ende 2013 wurden die Kosten auf 5,281 Milliarden Euro geschätzt. Davon waren bis Ende 2013 3,012 Milliarden Euro verausgabt, 2,268 Milliarden Euro standen noch aus.[8]

Das Projekt ist unter anderem aufgrund hoher Kosten, seinem verkehrlichen Nutzen sowie weitreichenden ökologischen Eingriffen umstritten.

Geschichte[Bearbeiten]

Hintergrund[Bearbeiten]

Eine Bahnmagistrale zwischen Berlin und München war bereits im 1833 von Friedrich List vorgeschlagenen deutschen Eisenbahnnetz enthalten. Die derzeitige 1851 erstmals durchgängig befahrbare Strecke ging nicht auf eine einheitliche Verkehrsplanung zurück sondern war eine Folge der von Regionalinteressen bestimmten Netzentwicklung ab 1840. Seither erfolgten Linienverbesserungen und technische Weiterentwicklungen. Nach Ende der Deutschen Teilung erfolgte die Wiederherstellung, Sanierung und Elektrifizierung der Bestandsstrecken.[9]

Nach Angaben der Deutschen Bahn ergab sich die Notwendigkeit zur Errichtung einer Neubaustrecke u. a. aus Verkehrsprognosen, die einen stark zunehmenden Personen- und Güterverkehr zwischen Berlin, Leipzig, Erfurt, Nürnberg und München erwarten ließen. Diese Verkehrsmengen ließen sich mit der bestehenden Infrastruktur nicht abwickeln. Die Betriebsqualität der bestehenden Strecken sei u. a. infolge starker Inanspruchnahme und langer Liegedauer unbefriedigend, ihr Ausbau kaum möglich. Linienverbesserungen seien meist nur mit starker Belastung der Ökologie und – aufgrund teilweise dichter Besiedelung und Trassenverläufen in engen Tälern – mit starken Eingriffen in die bestehende Bebauung möglich. Die Anforderungen an einen modernen Schienenweg hinsichtlich Fahrzeiten und erreichbaren Geschwindigkeiten seien auf den bestehenden Strecken nicht zu erfüllen.[9]

Mitte März 1991 gab die Deutsche Bundesbahn überraschend einen an sie erteilten Planungsauftrag des Bundesverkehrsministeriums für eine Neubaustrecke zwischen Bamberg und Erfurt bekannt.[10]

Verkehrsprognosen aus den frühen 1990er Jahren gingen für das Jahr 2010 von einer Verkehrsbelastung in Nord-Süd-Richtung aus, die von den bestehenden Strecken nicht mehr bewältigt werden könnte. Das Betriebskonzept für dieses Zieljahr sah für die neue Strecke 108 Züge je Tag und Richtung vor, davon 24 im Personenfernverkehr und 84 Güterzüge; hierzu sollte eine Interregio-Linie (Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg–Erfurt–Leipzig[11]) im Zwei-Stunden-Takt sowie eine IC/ICE-Linie München–Erfurt–Berlin[11] im Stundentakt über die Neubaustrecke geführt werden, die Altstrecke (Saalbahn und Frankenwaldbahn) sollte über eine Interregio-Linie bedient werden. Die Interregio-Züge der Neubaustrecke sollten unterwegs in Coburg und Ilmenau halten, die IC/ICEs (mit Ausnahme einzelner Halte in Tagesrandlage in Coburg) zwischen Bamberg und Erfurt durchfahren.[12] Die IR-Fahrzeit von Ilmenau nach Bamberg sollte dabei bei 25 Minuten liegen, nach Erfurt bei 20 Minuten.[13]

Die Luftliniendistanz zwischen Nürnberg und Erfurt beträgt rund 175 km, die Reisezeit lag 2009 bei rund zweidreiviertel Stunden.[14]

Beschluss zur Errichtung einer Neubaustrecke[Bearbeiten]

Die heutige Neu- und Ausbaustrecke geht auf einen Beschluss der Bundesregierung zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit zurück, der im April 1991 gefasst und im Bundesverkehrswegeplan 1992 festgeschrieben wurde.[9] Die Neu- und Ausbaustrecke wurde darin als neues Vorhaben mit geplanten Gesamtkosten von 4,175 Milliarden DM im Bereich der damaligen Bundesbahn sowie 3,020 Milliarden DM im Bereich der damaligen Deutschen Reichsbahn geführt (Preisstand: 1. Januar 1991).[15] Der erste thüringische Ministerpräsident, Josef Duchač, setzte sich bei Bundesverkehrsminister Krause für die großräumige Linienführung über Erfurt ein.[16]

Der Bau der Strecke wurde im Bundesschienenwegeausbaugesetz festgeschrieben. Das Gesetz vom 15. November 1993 trat nach Zustimmung des Parlaments am 25. November 1993 in Kraft.[12]

1994 wurde die Strecke auf dem EU-Gipfel in Essen Teil der neu geschaffenen Transeuropäischen Korridore (Berlin–Verona).[12]

Planung[Bearbeiten]

Variantendiskussion[Bearbeiten]

In der Vorplanung für die Neubaustrecke zwischen Ebensfeld und Erfurt wurden insgesamt sieben verschiedene Varianten untersucht. In das Raumordnungsverfahren wurden drei verschiedene Varianten für die Räume Coburg und Südthüringen eingebracht.[11] Im Februar 1992 stellte die Deutsche Bundesbahn drei Varianten vor: Eine sollte nördlich von Lichtenfels aus der Bestandsstrecke ausfädeln und über Rödental und Stadtilm nach Erfurt führen. Die zweite Variante wäre nördlich von Staffelstein abgezweigt, parallel zur geplanten Autobahn durch Coburg hindurch verlaufen und hätte von dort den Weg über Großbreitenbach und Stadtilm nach Erfurt genommen. Die dritte Variante sah eine Ausfädelung nördlich von Ebensfeld mit einem Trassenverlauf über Coburg, Eisfeld, Großbreitenbach und Arnstadt vor. Die Strecke sollte bei Mobisburg in die Bestandsstrecke Eisenach–Erfurt einfädeln.[17]

Kritiker des Vorhabens schlugen eine östliche Trasse, über Bayreuth und Hof durch Ostthüringen und Westsachsen vor, mit einer eigenen Anbindung von Leipzig und Dresden. Diese Variante war nach Prüfung ebenso verworfen worden wie eine Variante entlang der Bestandsstrecken, mit einem etwa 42 km langen Tunnel im Frankenwald.[18] Andere schlugen einen acht Kilometer langen Tunnel zur Unterfahrung des Scheitelpunktes vor.[19]

Für die Querung des Thüringer Waldes wurde seitens der Deutschen Bahn auch ein Basistunnel von 24 km Länge in Betracht gezogen. Diese Alternative wurde nach Bahnangaben aufgrund hoher Grundwasserdrücke (im Bereich der gewässerführenden Quertäler), der Unterfahrung des Stauzieles des Pumpspeicherwerks Goldisthal (damit verbunden eine zusätzliche Abdichtung der Röhren) sowie des wesentlich aufwendigeren Sicherheitskonzepts verworfen.[20]

Vorplanung[Bearbeiten]

Die Vorplanung wurde im Sommer 1991 durch die Deutsche Reichsbahn aufgenommen. Eine vorbereitende Studie war der Zentralen Hauptverwaltung der Reichsbahn (ZHvDR) im November 1991 vorgelegt worden. Sie diente als Grundlage für die ab Anfang 1992 durch die PB DE erstellte Vorentwurfsplanung, welche die ZHvDR Ende 1992 bestätigte. Gleichzeitig erfolgte eine landes- und umweltschutzplanerische Abstimmung mit den beteiligten Bundesländern sowie dem Bundesamt für Naturschutz. Im Rahmen einer Raumempfindlichkeitsprüfung wurde im Maßstab 1:100.000 eine großräumige Korridoruntersuchung zur Ermittlung der Trassenvarianten vorgenommen. Dabei wurden unter anderem Konflikte und Risiken für Raum- und Umweltverträglichkeit sowie bahnbetriebliche und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt.[9][12] Nach dem Planungsstand von Mitte 1991 sollte die Inbetriebnahme möglichst bis zum Jahr 2000 erfolgen.[21]

Die Vorentwurfsplanung von 1992 ging von einer mit 250 km/h befahrbaren Strecke aus bei einer Fahrzeit zwischen Nürnberg und Erfurt von 75 Minuten. Die geplanten Kosten lagen dabei bei acht Milliarden D-Mark (rund vier Milliarden Euro). Bereits 1993 sollte mit dem Bau der Strecke begonnen werden, über die tagsüber 80 Personen- und nachts 200 Güterzüge fahren sollten. 1992 wurden fünf Varianten in einem 20 km breiten Korridor vorgelegt, von denen eine unmittelbar verworfen wurde. Dabei wurde auch eine Streckenführung durch Coburg erwogen einschließlich des Abrisses bestehender Gebäude. Zunächst war die Nutzung der Bestandsstrecke bis Coburg mit anschließender Neubaustrecke als die günstige Variante betrachtet worden. Der Thüringer Wald sollte dabei an seiner schmalsten Stelle gequert werden. In Coburg war kein Halt vorgesehen. Eine Bürgerinitiative Coburger Bürger sammelte 13.000 Unterschriften gegen die Strecke.[22]

Raumordnung und Trassierung[Bearbeiten]

Am 5. Oktober 1992 beschlossen der Vorstand von Bundesbahn und Reichsbahn die Trassenführung der Neubaustrecke.[18] Das Raumordnungsverfahren wurde am 20. Oktober 1992 eingeleitet. Der Freistaat Bayern legte seine Stellungnahme am 1. März 1993 vor. Wesentliche Maßgaben der Stellungnahme war dabei ein ICE-Halt in Coburg, der Ersatz von Dämmen durch Brücken in ökologisch sensiblen Bereichen, die Verlegung des geplanten Überholbahnhofs Dörfles-Esbach Richtung Süden und eine möglichst niedrige Querung des Maintals nördlich von Ebensfeld.[12] In seiner Stellungnahme vom 20. April 1993 forderte das Land Thüringen u. a. einen Interregio-Halt im Raum Ilmenau, eine Verschiebung der Trasse im Raum Gehren/Gräfinau-Angstedt Richtung Westen, die Verkehrswegebündelung mit der A 71 (wo möglich) und die westliche Umfahrung von Molsdorf zum Schutz des Trinkwassereinzugsgebietes von Erfurt.[12]

Zwischen Ebensfeld und Erfurt wurden drei verschiedene Trassierungsvarianten in einer Breite von etwa 20 km untersucht.[9]

Im Rahmen der im Frühjahr 1993 abgeschlossenen landesplanerischen Abstimmung wurde zwei Varianten die Verträglichkeit mit den Zielen der Landesentwicklung testiert. Eine Variante, die eine Durchfahrung von Coburg vorgesehen hatte, wurde in diesem Zusammenhang aufgegeben. Die Länder Bayern und Thüringen entschieden sich für die kürzeste Trassierung mit der Querung des Thüringer Waldes an seiner schmalsten Stelle mit ICE-Halten in Erlangen, Bamberg und Coburg, bei einer engen Trassenbündelung mit der Bundesautobahn 71.[9] Die Trasse wurde von den Ländern Thüringen und Bayern festgelegt und Mitte 1994 durch das Bundesverkehrsministeriums bestätigt.[23]

In der landesplanerischen Beurteilung in Thüringen für die Bahnstrecke vom 20. April 1993 wurde die Verkehrswegebündelung mit der Bundesautobahn zwischen Erfurt und Ilmenau ebenso gefordert wie in der landesplanerischen Beurteilung für die Autobahn vom 20. September 1993. Das Planfeststellungsverfahren sollte (Stand: Mitte 1994) in diesem Abschnitt für beide Verkehrswege gemeinsam nach Eisenbahnrecht durchgeführt werden.[24]

Die Neubaustrecke kreuzt die Werrabahn bei NBS-Kilometer 38,0.[1] In der planfestgestellten Planung ist eine Verbindung der Neubaustrecke mit der Werrabahn zwischen Grümpen und Rauenstein berücksichtigt worden.[1][25] Der Aufwand von wenigstens 150 Millionen Euro wurde dabei als zu hoch eingestuft, die Planungen daher nicht weiter verfolgt.[25]

Die Antragsunterlagen zur Linienbestimmung für die Neubaustrecken wurden 1994 dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt, das am 23. Juni 1994 (andere Quelle: Mai 1994[26]) die Trassierung bestätigte; das Bundesumweltministerium erließ Auflagen.[9]

Planfeststellungsverfahren[Bearbeiten]

Die Planfeststellungsverfahren in den zehn Planfeststellungsabschnitten (einschließlich Bahnstromleitung) wurden ab Dezember 1993 eingeleitet. Am 3. Mai 1994 begann das erste Anhörungsverfahren für den Abschnitt Zapfendorf–Grub am Forst, bei dem 8000 Einwendungen behandelt wurden. Bis Ende 1994 waren neun von zehn Verfahren eingeleitet, der letzte Abschnitt folgte 1995.[12][27] Das erste gemeinsame Planfeststellungsverfahren im Bündelungsabschnitt mit der A 71 wurde dabei im Januar 1995 eingeleitet. 1995 wurde mit dem Baubeginn für die Neubaustrecke im gleichen Jahr gerechnet.[23] Gegen das Projekt wurden verschiedene Klagen erhoben, mit denen auch das Bundesverwaltungsgericht befasst war.[28]

Aufgrund des eigens für die neuen Verkehrswege in den neuen Bundesländern verabschiedeten Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetzes konnte schon Ende 1994 der erste Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Erfurt–Arnstadt in Kraft treten.[9] Die Planfeststellungsbeschlüsse für die Neubaustrecke wurden zwischen 24. Mai 1995 und 15. April 1997 erlassen.[29] Mitte 1996 lag für 75 km der Neubaustrecke sowie 25 km Bahnstromleitung das Baurecht vor.[30] Die Beschlüsse waren 1998 bis auf die Abschnitte Erfurt Stadt und Bad Staffelstein bestandskräftig. Mitte 2007 lag das Baurecht für alle Abschnitte vor.[9] Der Planfeststellungsbeschluss für die Bahnstromleitung Süd vom 19. Dezember 1995 verlor aufgrund der nicht innerhalb der begrenzten Geltungsdauer begonnenen Baudurchführung der Bahnstromleitung Süd seine Bestandskraft. Daher wurde 2012 erneut eine Planfeststellung für die Bahnstromleitung Süd zum Unterwerk Roth beantragt.[31]

Baustopp[Bearbeiten]

Der Koalitionsvertrag rot-grünen Bundesregierung vom 20. Oktober 1998 sah die Prüfung der Sachsen-Franken-Magistrale als Alternative zu bisherigen Vorhabenplanungen ausdrücklich vor.[32] Die Koalition verständigte sich auf eine Überprüfung des Vorhabens Nürnberg–Erfurt.[33]

Am 30. März 1999 wurde ein Baustopp für einen Abschnitt der Neubaustrecke öffentlich bekannt. Die Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit begründete dies mit einer fehlenden Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund. Rund 650 Millionen D-Mark seien bis dahin von der bahneigenen Gesellschaft in das Projekt investiert worden. Das Bundesverkehrsministerium betonte, das Projekt werde noch einmal überprüft und die Ergebnisse binnen Wochen vorliegen.[34] Ende Mai 1999 zeichnete sich ab, dass das Vorhaben insbesondere aufgrund von Sparzwängen nicht in der geplanten Form realisiert würde.[35]

Am 7. Juli 1999 teilte der damalige Bundesverkehrsminister Franz Müntefering dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber mit, dass die Neu- und Ausbaustrecke vorerst nicht gebaut werde. Wegen der hohen Kosten des auf sieben bis acht Milliarden D-Mark geschätzten Projekts wären andere Verkehrsprojekte in Nordbayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unmöglich geworden. Die knappen verfügbaren Gelder müssten möglichst effizient verwendet werden, so Müntefering. Die Bundesregierung verfolge in Abstimmung mit der Deutschen Bahn eine neue Strategie, in deren Rahmen „deutlich stärker als bisher [der] Schwerpunkt auf die Erhaltung und Ertüchtigung bestehender Strecken“ gelegt werden sollte. Der Abschnitt zwischen Erfurt und Arnstadt solle „in einem qualifizierten Zwischenschritt an die vorhandene Strecke zwischen Arnstadt und Saalfeld angeschlossen“ werden.[36] Dabei sollten Züge bei Arnstadt über eine Verbindungskurve zur Saalbahn nach Saalfeld geleitet werden und von dort weiter nach Nürnberg fahren.[37] Die Reisezeit von Erfurt nach Nürnberg sollte damit von 186 auf 143 Minuten sinken. Eine Fortsetzung der Bauarbeiten durch den Thüringer Wald wurde offen gehalten.[38] Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschloss, das Vorhaben zunächst nicht weiter zu verfolgen.[39] Andere Alternativpläne sahen indes vor, den Abschnitt Erfurt–Arnstadt–(Saalfeld) mit Diesel-Regionaltriebwagen zu befahren.[40] Der sachsen-anhaltische Verkehrsminister Jürgen Heyer forderte, die Neubaustrecke auf voller Länge mit einem Gleis zu realisieren.[41] Der Baustopp führte zu Streitigkeiten innerhalb der damaligen CDU/SPD-Landesregierung in Thüringen. Ministerpräsident Vogel (CDU) konnte sich auf einer Kabinettssitzung nicht mit seiner Haltung durchsetzen, eine Korrektur der Entscheidung beim Bund einzufordern.[42] Er wurde zu einem Gegenstand des Thüringer Landtagswahlkampfs 1999, in der Ministerpräsident Vogel die Bundesregierung wiederholt für diese Entscheidung kritisierte.[39][43][44]

Anfang 2000 wurden Pläne bekannt, die Strecke schrittweise weiter zu realisieren. Dabei sollte zunächst der Abschnitt zwischen Erfurt und Ilmenau fertiggestellt und über den Weiterbau gen Ebensfeld zu einem späteren Zeitpunkt und nach weiterer Prüfung entschieden werden.[45] Auf einer gemeinsamen Kabinettssitzung forderten die Landesregierungen Bayerns und Thüringens Ende März 2000, den Baustopp für die Strecke unverzüglich aufzuheben und die Strecke bis 2007 fertigzustellen. Sie erklärten ihre Bereitschaft, das Vorhaben in der Größenordnung von 50 Millionen D-Mark zu unterstützen.[46]

Mitte März 2002 hob die Bundesregierung den Baustopp auf und kündigte an, mit der DB rasch die Finanzierung regeln zu wollen.[47] Am 10. März 2002 hatte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigt, die Bauarbeiten wieder aufzunehmen. Das Projekt sei durch die Vorgängerregierung nicht ausreichend finanziert gewesen und habe daher zurückgestellt werden müssen.[48] Die Deutsche Bahn begrüßte die Entscheidung.[49] Noch Ende Februar 2002 hatte der damalige Verkehrsminister Bodewig die Realisierung des Projekts offengelassen.[50]

Betriebskonzept[Bearbeiten]

Prognostizierte Zugzahlen[51]
Jahr Personenzüge Güterzüge
1995 214 48
2010 169 40
2013 131 40

Der Neubaustrecke liegt ein Betriebskonzept mit bis zu 137 Zügen pro Tag und Richtung zugrunde.

Im Fernverkehr soll dabei ein Stundentakt mit Verdichterzügen und ICE Sprintern angeboten werden.[52] Die Bundesregierung geht von einer ICE-Linie (Berlin–München) mit etwa 20 Zügen sowie 70 Güterzügen pro Tag und Richtung aus.[53] Auch solle zusätzlich ein Stundentakt mit einem Verkehrsangebot „unterhalb des ICE-Standards“ eingerichtet werden.[52] In den Unterlagen der Planfeststellung von 1995 steht dazu:

„Das zukünftige Betriebsprogramm sieht für den Fernverkehr (ICE-Netz) und den Regionalverkehr (IR-Netz) folgende Haltepunkte vor:

  • ICE-Halte: Nürnberg, Bamberg, Erfurt, zusätzlich in Tagesrandlagen Erlangen und Coburg,
  • IR-Halte: Nürnberg, Erlangen, Bamberg, Coburg, Ilmenau, Erfurt.“

Coburg und Ilmenau sollten nach dem Planungsstand von 2007 von einigen ICE-Zügen in Tagesrandlange (morgens, abends) bedient werden (Stand: September 2007). Die Fahrzeitverlängerungen durch den Halt eines ICE in Coburg beziffert die Deutsche Bahn mit zehn Minuten.[54][55] Nach Auskunft der Bundesregierung im Jahr 2006 sind in dem Betriebskonzept neun tägliche Zugpaare für Coburg vorgesehen.[56] Als Richtwert für die Einrichtung eines ICE-Systemhaltes in Coburg gilt ein Zustieg von wenigstens 60 Fahrgästen je Zug.[57] Diskutiert wird eine Reaktivierung der Werrabahn zwischen Eisfeld und Coburg, um mit Umsteigern aus Südthüringen Coburg als ICE-Halt aufzuwerten. Die geschätzten Kosten liegen bei mindestens 60 Millionen Euro.[25]

Durch eine Planänderung wurde der Personenbahnhof Ilmenau-Wolfsberg um 2011 aus der Planung genommen.[58] Der Ilmkreis klagt gegen diese Planänderung vor dem Oberverwaltungsgericht. Laut DB-Angaben könne die für Personenzughalte erforderliche Infrastruktur später noch nachgerüstet werden.[59] Planungen eines Angebotes von Regionalverkehr auf der Schnellfahrstrecke werden laut Vertretern des Landes Thüringen und der Stadt Ilmenau von ihrer Seite nicht weiter verfolgt. Fachausschüsse der Stadt Ilmenau hätten sich, so Oberbürgermeister Seeber auf einer Einwohnerversammlung, gegen den geplanten Haltepunkt Wümbach und „für einen Ausbau der vorhandenen Strecke ausgesprochen“.[60]

Die Bundesregierung geht von 1,8 Millionen zusätzlichen Reisenden pro Jahr nach Fertigstellung bei einer Steigerung der Verkehrsleistung um knapp 800 Millionen Personenkilometer aus. Die Prognose geht von einer Verlagerung von rund einer Million Personenfahrten von der Straße und rund 700.000 aus dem Luftverkehr aus. (Stand: 2006) Die DB Netz AG plant (Stand: 2002), nach Eröffnung Trassenerlöse in Höhe von 37,3 Millionen Euro pro Jahr zu erzielen.[56]

Die in der Bundesverkehrswegeplanung für die Strecke vorgesehenen rund 80 Güterzüge pro Tag und Richtung sollen vor allem zwischen 22 und 6 Uhr verkehren. Zwischen 6 und 22 Uhr soll je Stunde und Richtung eine Fahrplantrasse dem Güterverkehr zur Verfügung stehen. Um die volle Güterverkehrskapazität zu erreichen, ist der Ausbau des Knotens Fürth (einschließlich des geplanten Güterzugtunnels) ebenso abzuschließen wie der viergleisige Ausbau zwischen Ebensfeld und Nürnberg.[52]

Die Verkehrsprognose zum Bundesverkehrswegeplan 1992 sah auf der Neubaustrecke 24 Personenfern- und 90 Güterzüge pro Tag und Richtung für das Jahr 2010 vor. Mitte 1994 rechnete die Deutsche Bahn unverändert mit 24 Personenfern- und 55 Güterzügen. Die Entmischung von schnellem und langsamem Verkehr (Netz 21) ist dabei noch nicht berücksichtigt.[61]

Eine Betriebsstudie geht von drei möglichen Güterzugtrassen pro Stunde und Richtung bei laufendem Personenverkehr aus.[62]

Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt[Bearbeiten]

Die Neubaustrecke beginnt nördlich von Ebensfeld bei Streckenkilometer 20,4 der Strecke Bamberg–Lichtenfels und endet in Erfurt.

Sie ist 107 km lang, wovon 34 km in Bayern und 73 km in Thüringen verlaufen. Die Trassierung erfolgt mit einer Maximalneigung von 12,5 ‰, in Teilstücken bis 20 ‰, sowie mit einem Regelradius von 6300 m und einem Mindestradius von 3700 m.[12] Die Regelausrundung liegt bei 25.000 m, der Mindestwert bei 22.500 m.[14]

Sie quert dabei, zwischen Truckental und Ilmenau, auf einer Länge von 27,4 km den Thüringer Wald und steigt dabei zeitweilig auf eine Höhe von bis zu rund 600 m über NN an. In diesem Abschnitt liegen neun Tunnel mit einer Gesamtlänge von 22,7 km (83 % Anteil an der Gesamtlänge). Die dazwischen liegenden Quertäler werden durch neun Brücken gequert.[20] Im 23 km langen Bündelungsabschnitt mit der A 71 liegt der Achsabstand weitgehend bei 40 m.[13]

Die Entwurfsgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h.[12] Die vorgesehene Streckenhöchstgeschwindigkeit lag zunächst bei 250 km/h[12][63] und wurde später auf ebenfalls 300 km/h angehoben. Eine Quelle von 2009 spricht wiederum von einer vorgesehenen Streckengeschwindigkeit von 250 km/h.[14]

Mehr als fünfzig Prozent der Streckenlänge bestehen aus Ingenieurbauwerken – ein neuer Spitzenwert für Neubaustrecken in Deutschland.[64] Die geplanten 22 Tunnel haben 41 km Gesamtlänge; die beiden längsten sind der Tunnel Bleßberg mit 8314 m und der Tunnel Silberberg mit 7315 m. Die vorgesehenen 29 Talbrücken weisen 12 km Gesamtlänge auf, die längste wird die Ilmtalbrücke mit 1681 m sein. Daneben sind noch 46 Straßen- und Wegeüberführungen geplant.[65] Die maßgebliche maximale Längsneigung liegt bei 12,5 Promille. In vier kurzen Abschnitten wurde zur Einsparung von Investitionsmitteln eine kurzzeitige Anhebung auf 20 Promille eingeplant.[52] Waren derartige Abschnitte nach dem Planungsstand von Frühjahr 1994 noch nicht vorgesehen,[66] waren Mitte 1994 sieben derartige Abschnitte mit Längsneigungen zwischen 17,78 und 20,0 Promille auf Längen von 400 m bis 1,1 km geplant.[67]

Die Bahnstromversorgung erfolgt über drei neue Unterwerke in Roth, Ilmenau und Eischleben, die durch zwei neue Stichleitungen an das Bahnstromnetz angeschlossen werden.[12] Das vorhandene Unterwerk Ebensfeld wird für die Energieversorgung der Neubaustrecke erweitert. Bei den Erdmassen ist kein Massenausgleich vorhanden, weshalb für ungefähr 16 Millionen Kubikmeter 24[64] Deponien angelegt werden. Bei Masserberg entsteht beispielsweise für 1,8 Millionen Kubikmeter eine 54,8 ha große maximal 27 m hohe Erddeponie.

Der dauerhafte Flächenbedarf der Neubaustrecke beträgt rund 435 Hektar. In der Bauphase werden insgesamt rund 1200 Hektar benötigt. Rund 990 Hektar Ausgleichsflächen sind vorgesehen.[13]

Streckenbeschreibung Erfurt–Ilmenau[Bearbeiten]

Ab Erfurt Hauptbahnhof verläuft die Strecke Richtung Westen auf der nördlichen Seite des Geratals parallel zu den Gleisen der Thüringer Bahn. Hiervon trennt sie sich vor Erfurt-Bischleben, um nach Fluss- und Straßenüberbrückung im Tunnel Augustaburg zu verschwinden. Nach dem Tunnel schwenkt die Trasse parallel zur Bundesautobahn 71 Richtung Süden ein. Zuerst wird neben der westlich liegenden Autobahn auf der Apfelstädttalbrücke die Apfelstädt, eine Landstraße und die Thüringer Bahn überquert. Danach schließt sich die Geratalbrücke Ichtershausen an, die die Bundesautobahn 4 am Kreuz Erfurt, die A 71 in einem schleifenden Schnitt und wiederum die Gera überbrückt. Es folgt bis Neuroda der Bündelungsabschnitt auf der westlichen Seite der A 71. Mit dem Tunnel Sandberg, der die A 71 unterquert, trennen sich die Trassen. Anschließend folgt noch ein ungefähr sieben Kilometer langer Abschnitt mit der Wümbachtalbrücke bis zum neuen Bahnhof Ilmenau-Wolfsberg. Nach Ilmenau soll die eigentliche aufwendige Querung des Thüringer Waldes mit neun Tunneln mit einer Gesamtlänge von mehr als 22 km folgen.

Im Knoten Erfurt ist im Rahmen einer zweiten Ausbaustufe eine höhenfreie Ein- und Ausfädelung der Neubaustrecke vorgesehen. Aufgrund fehlender Mittel ist dieser Ausbau nur noch als Option vorgesehen, für die entsprechende Flächen im Bereich des Bahnhofs freigehalten werden.

Bau[Bearbeiten]

Erdarbeiten im zukünftigen Überholbahnhof Theuern. Blick vom Bahnhof über das Truckenthal auf den Bleßberg
Blick im Juli 2012 vom Nordportal des Tunnels Rehberg auf Dunkeltalbrücke, Einschnitt Kohlitschberg, Grubentalbrücke und Tunnel Goldberg
November 2013, Schienentransportfahrzeug beim Tunnel Reitersberg

Mit der symbolischen Grundsteinlegung für eine Brücke der Landesstraße RudislebenKirchheim über den zukünftigen Überholbahnhof Eischleben begannen am 16. April 1996 die Bauarbeiten an der Neu- und Ausbaustrecke.[4][30] Gleichzeitig wurde damit der Baubeginn der Bundesautobahn 71 (VDE-Projekt Nr. 16) gefeiert.[63] Der erste Spatenstich wurde von Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann vollzogen, Thüringens Ministerpräsident Vogel und der bayerische Wirtschaftsminister Wiesheu hielten – unter lautstarken Protesten von Umweltschützern – Reden.[28] Zu den Gästen gehörte auch der damalige Bahnchef Heinz Dürr.[68]

Die Bauarbeiten konzentrierten sich zunächst auf den 23 km langen „Bündelungsabschnitt“ mit der A 71 zwischen Erfurt und Arnstadt. Knapp 37 km Streckentrasse zwischen Erfurt und Ilmenau waren ab April 1996 im Bau und bis Ende 2005 nahezu fertiggestellt.[4] Dazu gehören die Tunnel Augustaburg, Behringen und Sandberg sowie unter anderem die 1100 m lange Geratalbrücke Ichtershausen und die 570 m lange Wümbachtalbrücke.

Anfang Dezember 1998 berichtete eine Zeitung, das Bundesverkehrsministerium habe für den südlichen Teil der Neubaustrecke einen Auftragsstopp erlassen, während das weitere Vorgehen geprüft werde. Der nördliche Abschnitt, der in Verkehrswegebündelung mit der A 71 trassiert wurde, war davon nicht betroffen.[69] Nachdem das Bundesverkehrsministerium die Bauarbeiten im Juli 1999 zunächst stoppte, erfolgten – aufgrund knapper Haushaltsmittel – in den Jahren 2003 und 2004 überwiegend lediglich bauvorbereitende Maßnahmen.[4]

2001 begannen die Baumaßnahmen für die rund sieben Kilometer lange Einbindung der Neubaustrecke in den Knoten Erfurt.[70] Im Jahr 2005 wurde mit dem Ausbruch des Zwischenangriffsstollens Stelzen des Tunnels Bleßberg begonnen und es wurden im Thüringer Wald zirka 20 km Baustraßen hergestellt.[64] Im Erfurter Hauptbahnhof erfolgte im November 2005 die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes mit den zugehörigen Bahnsteigen. Bei Coburg standen Ende des Jahres 2005 im Rohbau die Itztalbrücke, der benachbarte 221 m lange Tunnel der Verbindungskurve Dörfles-Esbach und eine Straßenüberführung.

Im Juni 2006 begann die Bauvorbereitung für die Grümpentalbrücke. Ihr Bogen wird 270 m Stützweite haben. Es folgte im Herbst die Talbrücke Froschgrundsee mit gleicher Spannweite. Ende 2006 wurden die Talbrücken Truckenthal und Pöpelholz vergeben. Neben zwei Kilometern Streckentrasse im Anschluss an die Itztalbrücke Richtung Erfurt wurde außerdem ein 4300 m langes Baulos des Tunnels Bleßberg in Angriff genommen. Am 30. März 2008 wurde bei Vortriebsarbeiten am Bleßbergtunnel die Bleßberghöhle, eine große Tropfsteinhöhle, entdeckt.

Im April/Mai 2007 haben die Vorarbeiten zum Bau der Ilmtalbrücke begonnen. Ende Mai 2007 schrieb die Deutsche Bahn den Bau eines ein Kilometer langen Streckenabschnitts mit dem Tunnel Tragberg europaweit aus[71] und es begann der Bau der Füllbachbrücke.[72] Im Coburger Raum liefen spätestens seit September 2007 die Bauarbeiten an den Einschleifungen bei Grub am Forst und Dörfles-Esbach sowie den Talbrücken Froschgrundsee und Pöpelholz.

Am 29. Februar 2008 wurde der Tunnel Müß angeschlagen.[73] Anfang April 2008 kündigte die Deutsche Bahn die Ausschreibung der Bauleistungen für die Tunnel Masserberg, Rehberg, Kulch, Lichtenholz sowie der Brücken Dunkeltal, Rehtal und Mühlbachtal für September bzw. November 2008 an.[74][75] Bis Ende 2008 sollten alle wesentlichen Ingenieurbauwerke vergeben sein[64] und die Bauarbeiten an allen „bauzeitbestimmenden Ingenieurbauwerken“ laufen.[73] Ende Januar 2009 schrieb die DB die Streckenkilometer 15,8 bis 18,0 (bei Coburg) und die ersten 1,8 km der Coburger Südanbindung mit je einem Tunnel aus.[76] Im Juli 2009 folgte die Ausschreibung für die Einbindung in den Knoten Erfurt.[77] Diese erfolgt bei laufendem Betrieb über neun Baustufen und soll 2017 abgeschlossen sein.[78]

Nach Angaben der Bahn sind die bereits errichteten Bauwerke schon im regelmäßigen Wartungsprogramm enthalten, um deren Funktionstüchtigkeit zur Eröffnung der Trasse sicherzustellen.[79] Eine vorgezogene Nutzung des Abschnittes zwischen Erfurt und Ilmenau und weitergehende Modifikationen des Projektes wurden vorgeschlagen.[80] Die Bahn lehnt eine vorgezogene Nutzung des Abschnitts ab. Zum einen sei ein derartiger Regionalverkehr nicht durch das Land Thüringen bestellt worden, zum anderen wäre die zu installierende Leit- und Sicherungstechnik dann zur Eröffnung der Gesamtstrecke veraltet und müsste ausgetauscht werden. Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis zueinander.[81]

2008 liefen an je fünf Brücken und Tunneln der Neubaustrecke die Bauarbeiten.[29] Am 30. September 2011 wurde der Tunnel Höhnberg als letzter der Neubaustrecke offiziell angeschlagen.

Bei Püchitz wurden bei archäologischen Grabungen im Zuge der Neubaustrecke bis Mitte 2010 an der größten nordbayerischen Fundstelle der Bandkeramikzeit rund 20.000 Stücke freigelegt.[82]

Am 9. September 2010 begann offiziell der Bau von Oberbau und Fahrleitung im 32,5 km langen Abschnitt zwischen Erfurt und Ilmenau.[83] Für die zweijährigen Bauarbeiten sind 110 Millionen Euro angesetzt.[84]

Ende 2011 waren etwa 1.500 Mitarbeiter an der Neubaustrecke beschäftigt.[85]

Im August 2012 konnte mit dem Durchschlag des Tunnels Höhnberg der 25. und letzte Tunneldurchschlag der Neubaustrecken des Verkehrsprojekts VDE 8 gefeiert werden.[86]

Mainbrücke Wiesen anlässlich Tag der offenen Tür am 25. November 2014

Zwischen 21. und 24. Juni 2013 wurde der Oberbau der 1300 Meter langen nördlichen Verbindungskurve zur Bahnstrecke Coburg–Sonneberg hergestellt, um darüber unter anderem die Gleise für den Streckbau anliefern zu können.[87] Die Schienen der Neubaustrecke kommen aus mehreren großen deutschen Schienenwerken und werden unter anderem über Güterzüge aus Erfurt auf die Strecke gebracht.[88] Ende November 2014 gab die Deutsche Bahn bekannt, dass alle 29 Brücken der Neubaustrecke fertiggestellt worden seien.[89]

Das Projekt wird seit 2003 von der DB ProjektBau überwacht und geleitet. Von 2000 bis 2002 war die DB Projekt Verkehrsbau, davor die Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mit der Verwaltung des Vorhabens betraut.

Informationszentrum[Bearbeiten]

Informationszentrum Goldisthal

Bei Goldisthal eröffnete Mitte November 2008 ein Informationszentrum zur Strecke.[90] Im Oktober 2009 wurden bei 50° 30′ 45″ N, 10° 59′ 38″ O50.51238888888910.993916666667Koordinaten: 50° 30′ 45″ N, 10° 59′ 38″ O zwischen der Dunkeltalbrücke und der Grubentalbrücke stehend zwei Aussichtsplattformen aufgestellt. Weitere Informationspunkte zur Neubaustrecke gibt es in Bad Staffelstein und in Coburg.[91]

Unfälle[Bearbeiten]

  • Am 24. Juli 2008 sackte der im Bau befindliche Bogen der Talbrücke Truckenthal infolge eines technischen Defekts an einer Hilfsstütze ab. Verletzt wurde niemand. Die Bauarbeiten wurden in der Folge zunächst eingestellt, ein Pfeiler einschließlich des Bogenabschnittes am 28. Januar 2009 gesprengt und anschließend abgetragen.
  • Beim Bau der Ilmtalbrücke wurden am 1. September 2008 ein Bauarbeiter getötet und drei (zum Teil schwer) verletzt, als ein Gerüst mit einem Bewehrungskorb in der Taktschiebeanlage einstürzte.

Ausblick[Bearbeiten]

Der geplante Zeitpunkt der Inbetriebnahme wurde mehrfach verschoben. So wurde im Juli 1997 noch mit einer Inbetriebnahme der Neubaustrecke für 2004 gerechnet.[63] Bundesregierung und Deutsche Bahn AG gaben im Dezember 2006 den Fertigstellungstermin für die Neubaustrecke mit 2016 an.[92] Im Mai 2006 war in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen das Jahr 2020 genannt worden, bei der Eröffnung der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt durch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wurden die Jahre 2016/2017 für die Inbetriebnahme der Strecke genannt. Ende 2007 berichtete die Süddeutsche Zeitung, die Strecke werde erst im Jahr 2041 fertiggestellt.[93] Später wurde bekannt, dass die in einer Vorstandsvorlage verwendete Jahreszahl 2041 sich auf den Fertigstellungstermin der Ausbaustrecke zwischen Fürth und Ebensfeld bezogen habe. Die Fertigstellung der Neubaustrecke sei weiterhin bis spätestens 2017 vorgesehen.[94] Aus dem Konjunkturpaket I wurden 29 Millionen Euro für die Neubaustrecke bereitgestellt.[95]

Im Dezember 2006 gründete sich ein parlamentarischer Unterstützerkreis zur „Vollendung des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8“ aus über 20 Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Die Parlamentarier wollen sich für eine beschleunigte Fertigstellung der Strecke einsetzen.[92] Im April 2007 bekräftigte Verkehrsminister Tiefensee gegenüber dem Unterstützerkreis die Fertigstellung bis 2016,[96] im Mai 2008 gaben die Parlamentarier in einer Pressemitteilung 2017 als Fertigstellungszeitpunkt an.[97]

Der Vortrieb der fünf noch ausstehenden Tunnel begann im Laufe des Jahres 2011. Im Jahr 2013[veraltet] sollen die Arbeiten im Bereich von Ebensfeld beginnen.[98]

Zwischen August 2010 und November 2013 sollten die Feste Fahrbahn und die Oberleitung im Nordabschnitt Ilmenau–Erfurt errichtet werden,[99] zwischen Dezember 2012 und Dezember 2015 im mittleren Abschnitt Coburg–Ilmenau[100] und zwischen Januar 2013 und Dezember 2015 im Südabschnitt Bad Staffelstein–Coburg.[101] Die Aufträge, die die Feste Fahrbahn inklusive Mastgründung für die Oberleitung und Wind- und Schallschutzeinrichtungen umfassen, wurden für den rund 44 Kilometer langen mittleren Abschnitt für rund 104 Millionen Euro[102] und den rund 22 Kilometer langen südlichen Abschnitt für rund 60 Millionen Euro vergeben.[103]

Gleisentladung bei Coburg, im November 2013

Bis Ende 2014 sollen alle Ingenieurbauwerke und alle Erdbauarbeiten abgeschlossen werden (jeweils ohne technische Ausrüstung). In den Jahren 2015 und 2016 würde die Streckenausrüstung (insbesondere ETCS und Telekommunikation) folgen. Im Jahr 2017Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren sollen schließlich Betriebserprobung, Abnahme und Zulassung erfolgen, um den Betrieb zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 aufnehmen zu können.[4] Nach Angaben der Deutschen Bahn seien die bautechnologischen Möglichkeiten zur schnellstmöglichen Realisierung der Strecke ausgeschöpft. Ein zusätzlicher Mitteleinsatz würde zu keiner nennenswert früheren Inbetriebnahme führen.[52]

Die Bauarbeiten an der Strecke sollen Anfang 2017 abgeschlossen werden, anschließend sind Testfahrten und, ab Mitte 2017, ein Probebetrieb geplant.[104]

Zur Inbetriebnahme sollen folgende Linien über die Neubaustrecke verkehren:[105]

  • Berlin–Halle–Erfurt–Nürnberg–München (Linie 28.1, zweistündlich zur Stunde 1)[105]
  • Norddeutschland–Berlin–Leipzig–Erfurt–Nürnberg–München (Linie 28.2, zweistündlich zur Stunde 2)[105]
  • Berlin–Nürnberg–München (optionale Sprinter-Linie 8, Angebot nach Verkehrsnachfrage)[105]

(Alle Daten: Stand August 2013)[105]

Zwischen Nürnberg und Erfurt ist eine Verkürzung der Reisezeit von etwa dreieinhalb Stunden (2014) auf etwa einer Stunde und 20 Minuten vorgesehen (2017). Die Reisezeiten zwischen Berlin/Leipzig/Dresden und Nürnberg/München sollen im gleichen Zeitraum um etwa anderthalb bis zwei Stunden verkürzt werden.[106]

Mit Inbetriebnahme der Neubaustrecke soll im Hauptbahnhof Erfurt ein Knoten des Integralen Taktfahrplans eingerichtet werden. Die Fernzüge sollen stündlich zwischen den Minuten 24 und 36 ankommen bzw. abfahren, die Regionalzüge zwischen den Minuten 16 und 44.[2] Mit der Inbetriebnahme der Strecke sollen Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels ihre Fernverkehrs-Systemhalte verlieren.[105]

Durch das Gesamtprojekt der Neu- und Ausbaustrecke soll das Verkehrsaufkommen im Personenverkehr um jährlich etwa 3,1 Millionen Fahrten pro Jahr steigen, die Verkehrsleistung im Güterverkehr um 2,9 Milliarden Tonnenkilometer.[107]

Technik[Bearbeiten]

Feste-Fahrbahn-System Bögl am Informationszentrum Goldisthal

Die Neubaustrecke ist ausschließlich für den elektrischen Zugbetrieb vorgesehen und wird mit einer Oberleitung vom Typ Re 330 ausgerüstet.

Die Neubaustrecke wird in Fester Fahrbahn ausgeführt werden, wobei die Überholgleise und die Einbindungen in das bestehende Netz in konventionellem Schotter-Oberbau errichtet werden sollen.[9] Der Gleisabstand wird 4,70 m,[12] die Breite des Streckenplanums in der Geraden 13,30 m. Im Thüringer Streckenabschnitt wurde gemäß einer Planänderung im Jahr 1998 der Gleisabstand auf 4,50 m reduziert. Die Planumsbreite wurde dabei auf 12,10 m und der Nutzquerschnitt der Tunnel von 101 auf 92 m² vermindert.[108] Die Mehrkosten für die Beibehaltung der größeren Gleisabstände in Bayern bezifferte der Bundesrechnungshof 2014 mit mindestens 35 Millionen Euro. Das Eisenbahn-Bundesamt erklärte, es habe in Bayern, im Gegensatz zu Thüringen, bei einer Änderung der Planfeststellungsbeschlüsse Risiken für den rechtlichen Bestand durch Einwendungen Dritter befürchtet. Der Bundesrechnungshof hielt dies für unzutreffend, da Betroffenheiten durch die Verkleinerung des Gleisabstandes in Bayern vermindert hätten werden können.[109]

Die Gleiswechselmöglichkeiten sind für eine Abzweiggeschwindigkeit von 130 km/h ausgelegt. Die Abstände der Überholungsbahnhöfe wurden in einer betriebswissenschaftlichen Studie ermittelt und sind entsprechend dem vorgesehenen Betriebsprogramm bemessen.[9]

Auf dem Streckenzug Ebensfeld–Erfurt–Halle/Leipzig soll erstmals in Deutschland ETCS Level 2 ohne ortsfeste Lichtsignale und ohne signaltechnische Rückfallebene eingesetzt werden. Eine ETCS-Ausrüstung der Knoten Erfurt, Halle und Leipzig wird geprüft.[110] Die Strecke unterliegt als Teil des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes der TSI. Sie wird über Elektronische Stellwerke aus Betriebszentralen heraus gesteuert werden.[9] Der Bundesrechnungshof kritisierte 2014, dass die Bereitstellung von 54 Millionen Euro Bundesmitteln für die Signaltechnik der Strecke auf der Grundlage des veralteten Betriebsprogramms von 1995 erfolgt sei.[51]

Rund 53 Streckenkilometer verlaufen in offener Trasse, zumeist auf Dämmen (im Maintal) oder Einschnitten.[13] Die Höhe der Dämme ist auf 15 m begrenzt, die Tiefe der Einschnitte auf 20 m (nach DB-Richtlinie 836). Wo diese Werte nicht eingehalten werden können, werden Brücken und Tunnel errichtet. Entsprechend der 1997 eingeführten EBA-Richtlinie „Anforderungen des Katastrophenschutzes an den Bau und den Betrieb von Eisenbahntunneln“[111] sind Eisenbahntunnel von wenigstens 1000 m Länge, die betrieblich im Mischbetrieb von Personen- und Güterzügen befahren werden, mit zwei separaten, eingleisigen Röhren auszuführen. In Abstimmung von Bund, Ländern, dem Eisenbahn-Bundesamt und Bahn wurde für die Neubaustrecke mit zweigleisigen Tunnelröhren ein Konzept entwickelt, mit dem auf der Strecke ein gemischter Zugbetrieb durchgeführt werden kann. Über das Zugsicherungssystem ETCS soll dabei ein seit 1997[51] geltendes Begegnungsverbot von Personen- und Güterzügen signaltechnisch sicher sichergestellt werden.[9] Laut Angaben des Bundesrechnungshofs von 2014 sei offen, wie dieses Begnungsverbot umgesetzt werden soll.[51] Wo erforderlich werden darüber hinaus im Portalbereich bauliche Maßnahmen gegen den Tunnelknall ergriffen.[9]

Zur Energieversorgung der Strecke entstehen zwei neue Bahnstromleitungen (110 kV). Die 23,3 km lange Südleitung soll bei Wörlsdorf aus der bestehenden Leitung Nürnberg–Weimar abzweigen und am neuen Unterwerk Roth am Nordportal des Tunnels Müß bei Welchendorf in Thüringen enden.[112] Die 21 km lange Nordleitung führt vom neuen Unterwerk Eischleben zum Unterwerk Wolfsberg.[13] Auf einer Länge von ca. 4,4 km wird die Bahnstromleitung dabei im Wipfratal auf 13 Masten der 380-kV-Freileitung, die vom Umspannwerk Vieselbach zum Umspannwerk Altenfeld verläuft, mitgeführt. Dadurch entfallen 15 Maste für die Bahnstromleitung.[113]

Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld[Bearbeiten]

Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld
Streckennummer: 5900 (Nürnberg–Eltersdorf)
5919 (Eltersdorf–Leipzig)
Streckenlänge: 83 km
Höchstgeschwindigkeit: bis 230 km/h
Bahnhof, Station
0,0 Nürnberg Hbf
Bahnhof, Station
7,7 Fürth (Bay) Hbf
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
18,8 Eltersdorf
   
Eltersdorf (Übf)
   
23,5 Erlangen
   
(Zweite Röhre neben Burgbergtunnel)
   
Eggolsheim Süd (Übf)
   
62,4 Bamberg
   
Unterleiterbach (Übf)
   
Ebensfeld
   
Neubaustrecke

Siehe auch: Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg

Die 83 km lange Ausbaustrecke ist Teil der bestehenden Eisenbahnhauptverbindung von Nürnberg über Saalfeld nach Halle.

Zwischen Nürnberg und Erlangen wird sie für bis zu 160 km/h ertüchtigt, zwischen Erlangen und Ebensfeld für bis zu 230 km/h.[114]

Situation vor dem Ausbau[Bearbeiten]

Station Ebensfeld vor dem Umbau im Jahr 2012

Im Streckenabschnitt zwischen Fürth und Bamberg verkehren (Stand: 2007) pro Stunde und Richtung regelmäßig ein ICE, ein RE, eine RB sowie eine RB zwischen Nürnberg und Erlangen bzw. Forchheim, darüber hinaus über den Tag verteilt etwa 60 bis 70 Güterzüge. Betriebliche Zwangspunkte bestehen insbesondere im Knoten Fürth. Züge in Richtung Würzburg kreuzen hier das Gleis von Zügen aus Erlangen, Züge von und nach Nürnberg Rangierbahnhof kreuzen die Gleise der Züge von Nürnberg Hbf nach Würzburg (und umgekehrt). An vier Stationen zwischen Fürth und Bamberg fehlen ferner Bahnsteigunterführungen, so dass beim Ein- und Ausstieg von Fahrgästen das Gleis am Hausbahnsteig vorübergehend gesperrt werden muss.[115]

Planung[Bearbeiten]

Das Projekt wurde in den Bundesverkehrswegeplan 1992 aufgenommen.

Zwischen Nürnberg und Ebensfeld wurden verschiedene Trassenvarianten geprüft[9]:

  • Viergleisiger Ausbau der Strecke Nürnberg–Fürth–Bamberg–Lichtenfels
  • Neubau einer zweigleisigen Verbindung zwischen Nürnberg und Großgründlach sowie ein viergleisiger Ausbau zwischen Großgründlach und Lichtenfels
  • Zweigleisiger Neubau links der Regnitz bis Bamberg mit anschließendem viergleisigen Ausbau zwischen Bamberg und Lichtenfels
  • Zweigleisiger Neubau durch die Fränkische Schweiz vom Raum Erlangen bis Hochstadt-Marktzeuln

Im Mitte 1993[23] abgeschlossenen Raumordnungsverfahren wurde der viergleisige Ausbau zwischen Nürnberg und Ebensfeld als günstigste Lösung festgestellt.[116] Die ersten Planfeststellungsverfahren wurden 1993 eingeleitet.[9] Nach einer anderen Quelle wurden alle 13 Planfeststellungsverfahren der Ausbaustrecke 1996 eingeleitet; vier Beschlüsse lagen demnach bis April 1997 vor.[63]

Die Strecke zwischen Nürnberg und Fürth wird um zwei Gleise erweitert, wobei ein Gleis zukünftig betrieblich der S-Bahn Nürnberg zugeordnet sein wird. Die 7,6 km lange Strecke soll zukünftig mit bis zu 160 km/h befahren werden können.[116] Alle vier Gleise werden in beiden Richtungen befahren und führen direkt in den Hauptbahnhof Nürnberg. Im Bereich der Ausbaustrecke finden neben dem viergleisigen Ausbau Nürnberg–Fürth im Wesentlichen Einzelmaßnahmen, insbesondere die Beseitigung von Bahnübergängen statt (Stand: 2006).[56]

Im Hauptbahnhof Nürnberg müssen Bahnsteige für die S-Bahn angepasst werden. Zwischen dem Rangierbahnhof Nürnberg und Eltersdorf ist der Bau einer 13 km langen Güterzugstrecke mit dem zweigleisigen ca. 7580 Meter langen Pegnitztunnel zwischen Fürth-Kronach und Nürnberg Großmarkt vorgesehen. Dadurch sollen bisher notwendige Zugkreuzungen im Hauptbahnhof Fürth entfallen.[115][116][117][118]

Nördlich von Fürth schwenkt die S-Bahn bis Eltersdorf von der bestehenden Trasse ab. Dort treffen Bestandsstrecke, S-Bahn und die neue Strecke zum Güterbahnhof Nürnberg kreuzungsfrei zusammen.[9] Zwischen Fürth Hbf und Eltersdorf verläuft die Strecke somit zweigleisig, im Bahnhof Vach mit einem dritten Gleis. Ab Eltersdorf wird die bestehende Strecke Richtung Erlangen/Bamberg östlich um zwei weitere mit bis zu 230 km/h befahrbare Gleise ergänzt werden.[116] Die Strecke zwischen Großgründlach und Bamberg soll ebenfalls viergleisig ausgebaut werden. S-Bahn Nürnberg und Güterverkehr sollen dabei die beiden mittleren Gleise nutzen.[115] Die geplanten beiden Tunnel der Ausbaustrecke haben zusammen ca. acht Kilometer Gesamtlänge, außerdem sind zwei neue Talbrücken mit insgesamt 400 Meter Länge vorgesehen.

Die Trassierung im Abschnitt zwischen Nürnberg und Bamberg wird aufgrund ihrer weitgehend gestreckten Lage den Anforderungen des Hochgeschwindigkeitsverkehrs gerecht.[116] Sie verläuft im Regnitztal, insbesondere zwischen Erlangen und Bamberg, fast geradlinig und mit sehr weiten Bogenradien und ist bereits heute weitgehend mit 160 km/h befahrbar. Zwischen Fürth und Erlangen gibt es einige engere Gleisbögen, vor allem zwischen Fürth und Fürth-Unterfarrnbach und nördlich des Bahnhofs Vach (Unterfahrung A 73), die die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 140 km/h beschränken.

Die Ausbaustrecke ist in dreizehn Planfeststellungsabschnitte eingeteilt; die Planfeststellungsverfahren wurden zwischen 1994 und 1996 eingeleitet. Anfang 1996 lagen zwei Planfeststellungsbeschlüsse vor.[26] Von Anfang Juli 1999[4] bis 2002 ruhte die Planung auf Anordnung des Bundesverkehrsministeriums. Aufgrund geänderter technischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen wurden ab März 2002 Planänderungsverfahren eingeleitet. Im Dezember 2001 schloss der Freistaat Bayern einen Planungsvertrag für die vorgesehene S-Bahn ab.[116]

Der Stand der Planung in den südlichen Planfeststellungsabschnitten (PFA) ist wie folgt:

  • PFA 14 (viergleisiger Ausbau Nürnberg–Fürth): Der Abschnitt ist planfestgestellt und wurde im Dezember 2010 (nördliches Gleis, S-Bahn-Strecke 5972) und im Dezember 2011 (südliches Gleis, Strecke 5907) in Betrieb genommen. Die neu gebauten Gleise liegen beiderseits der (Alt-)Strecke 5900.
  • PFA 15 („Fürther Bogen“): Der Planfeststellungsbeschluss wurde im August 2007 erlassen.[119] Der Abschnitt befindet sich seit 2009 in Bau. Mit der Fertigstellung wird für das Jahr 2013 gerechnet. Wegen fehlender Verbindung zum übrigen Netz (PFA 16) kann er zu diesem Zeitpunkt aber eventuell nicht in Betrieb genommen werden (Stand: Juni 2012).
  • PFA 16 („Fürth-Nord“, S-Bahn-Verschwenkung): Die Planfeststellung ist im Februar 2014 erfolgt, aber noch nicht bestandskräftig. Die ursprünglich geplante Inbetriebnahme Ende 2011 konnte aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Planfeststellung nicht erreicht werden. Gegen die Planfeststellung hat die Stadt Fürth eine Klage angedroht. Sie lehnt den S-Bahn-Verschwenk ab und fordert eine Führung der S-Bahn in Bündelung mit der Bestandsstrecke.
  • PFA 17 („Erlangen“): Der Planfeststellungsbeschluss ist im November 2009 ergangen; der Baubeginn erfolgte im November 2011.
  • PFA 13 („Güterzugstrecke Nürnberg Rbf – Eltersdorf“): Freigabe der Planungskosten ist erfolgt, die Genehmigung des Vorstands der Deutschen Bahn AG liegt vor.[115] Die Erstellung der Entwurfsplanung der Güterzugstrecke inkl. des ca. 7580 m langen Pegnitztunnel wurde am 21. August 2009 europaweit ausgeschrieben.[120] Der Antrag auf Planfeststellung sollte im Jahr 2011 eingereicht werden, steht jedoch noch aus (Stand: Juni 2012).[121] Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.[118]

Das Baurecht besteht ebenfalls für die Änderungen am Hauptbahnhof Nürnberg.

Insgesamt 220 km Gleisanlagen mit 250 Weichen und 160 Brücken sollen errichtet oder erneuert werden. An 26 Bahnhöfen bzw. Haltepunkten werden Bahnsteige neu gebaut bzw. angepasst. 25 Bahnübergänge sollen aufgelassen und weitestgehend durch neue Über- bzw. Unterführungen ersetzt werden; bis Juni 2007 waren elf Bahnübergänge beseitigt worden, für neun Bahnübergänge ist die Planung bzw. das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden.[116]

Zu den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen der Ausbaustrecke zählen Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt im Fürther Rednitzgrund (zwischen Stadeln und Vach) und finanzielle Mittel an die Stadt Erlangen für Maßnahmen der Gewässerentwicklung.[116]

Noch Anfang 1997 war ein Ausbau für bis zu 200 km/h vorgesehen. Auch sollten mehrere Überholbahnhöfe entstehen.[63]

Bau[Bearbeiten]

Überholbahnhof Unterleiterbach, Juli 2014

Im Rahmen von so genannten Vorabmaßnahmen wurden seit 1996 im Bereich der Ausbaustrecke vier Brücken sowie die Bahnstromversorgung erneuert. Zwischen 1998 und 2006 wurden zwei Unterwerke und ein Schaltposten eingerichtet.[116]

2006 begann der viergleisige Ausbau zwischen Nürnberg und Fürth. Ende 2010 ging das dritte Gleis in Betrieb, im November 2011 folgte das vierte Gleis.

Der weitere Ausbau soll nach und nach in Abhängigkeit von Planfeststellung und Finanzierung erfolgen.[117] Für den Ausbau zwischen Nürnberg und Forchheim sind dabei Gesamtmittel in Höhe von 370 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen etwa 200 Millionen Euro auf die S-Bahn-Strecke.[115] Für den Ausbau des 14 km langen Abschnitts zwischen Forchheim und Eggolsheim, der zwischen 2011 und 2015 geplant werden soll, werden Kosten von 190 Millionen Euro geschätzt.[122]

Die Bauarbeiten am 16 Kilometer langen Bauabschnitt Erlangen, beginnend südlich von Eltersdorf über Erlangen nach Baiersdorf, begannen im November 2011. Der Abschnitt wird viergleisig ausgebaut, diverse Bahnsteiganlagen und Ingenieurbauwerke werden neu errichtet.[123]

Der viergleisige Ausbau des Abschnitts von Baiersdorf bis Forchheim soll von 2016 bis 2018 stattfinden, der weitere Ausbau bis Neuses bis 2022. Insgesamt ist dieser Abschnitt 13,5 km lang. Die neuen Gleise werden dabei größtenteils östlich der bestehenden Anlagen errichtet. Vorgesehen sind Investitionen von 300 Millionen Euro.[124]

Der viergleisige Ausbau bis Ebensfeld sollte, nach dem Planungsstand von 2008, bis 2017 abgeschlossen werden.[125] Der Bund rechnet inzwischen (Stand: 2011) aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten damit, das Ausbauprojekt (einschließlich der Güterzugstrecke) nicht vor 2025 abschließen zu können.[126]

Der Planfeststellungsabschnitt 25, zwischen Zapfendorf (km 77,7+07) und Tunnel Eierberge (km 87,2+69) gelegen, wurde Ende 2013 für 58.883.020 EURO (netto) vergeben.[127] Unter anderem werden ein Überholbahnhof in Unterleiterbach mit zwei Überholgleisen errichtet.[128] Die Arbeiten sollen Ende 2015 abgeschlossen sein.[129]

Für den rund 12,5 Kilometer langen Planfeststellungsabschnitt 23/24 läuft im Jahr 2014 das Planfeststellungsverfahren.[130] Die Bauarbeiten in dem Teilabschnitt Breitengüßbach (km 68,9+73) und Zapfendorf (km 77,7+07) sollen im Jahr 2015 beginnen und Ende 2017 beendet sein.[131] Dabei ist geplant, die Bestandsstrecke von Januar bis Mitte 2016 voll zu sperren.[132] Bis in diesen Abschnitt verlaufen die beiden Richtungsgleise nebeneinander. Zwischen Breitengüßbach und Zapfendorf werden die Ausbau- und die Bestandsstrecke getrennt, indem das in nördlicher Richtung verlaufende Gleis der Ausbaustrecke über die zwei in der Mitte verlaufenden Gleise der Bestandsstrecke geführt wird.

Informationszentrum[Bearbeiten]

In Fürth war zwischen Mitte 2010 und Ende November 2012 in der Nähe des Hauptbahnhofs ein Informationszentrum zur Ausbaustrecke eingerichtet.[133] Am 1. Juni 2012 eröffnete ein weiterer Informationspunkt in Erlangen, um speziell über den viergleisigen Ausbau im 16 Kilometer langen Abschnitt Erlangen zu informieren.[91]

Ein weiterer Informationspunkt in Breitengüßbach eröffnete Ende 2013. Hier wird speziell über den über 20 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Hallstadt und Ebensfeld informiert, der die Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld mit der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt verknüpft.[134]

Unfälle[Bearbeiten]

  • Am 6. Dezember 2011 wurde im Baustellenabschnitt zwischen Nürnberg und Fürth in Höhe der Sigmundstraße ein Streckenposten von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.[135]

Kosten und Finanzierung[Bearbeiten]

Nach Angaben des Bundes wurden bis Ende 2012 von geschätzten Gesamtkosten von 5,360 Milliarden Euro 2,668 Milliarden investiert (dynamisierte Planungs-, Grunderwerbs- und Baukosten). Damit stünden Investitionen von 2,692 Milliarden Euro noch aus.[7] Die geschätzten Kosten der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt belaufen sich dabei (Stand: 2011) auf 2,9 Milliarden Euro.[85] Mit Stand Ende 2013 wurden die Kosten auf 5,281 Milliarden Euro geschätzt. Davon waren bis Ende 2013 3,012 Milliarden Euro verausgabt, 2,268 Milliarden Euro standen noch aus.[8]

2010 wurden die Gesamtkosten des Projekts (Neu- und Ausbaustrecke) auf 5,224 Milliarden Euro geschätzt (Stand: 2010).[136] Laut Angaben der Deutschen Bahn seien 2011 rund 540 Millionen Euro in das Projekt VDE 8.1 investiert worden.[2]

Für rund 2,1 Milliarden Euro fehlten Anfang 2011 noch Finanzierungsvereinbarungen. Diese sollen folgen, wenn die betroffenen Abschnitte planfestgestellt sind.[107] Ende 2007 lagen die prognostizierten Kosten bei 5,069 Milliarden Euro.[137] Ende 2008 wurden die Gesamtkosten auf 5,178 Milliarden Euro geschätzt.[29]

Die Neu- und Ausbaustrecke wurde mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,8 bewertet.[138] Auch einer neueren Verkehrsprognose für das Jahr 2025 zufolge sei das Projekt volkswirtschaftlich rentabel.[107]

Als das Vorhaben Mitte 1999 vorübergehend gestoppt wurde, waren 620 Millionen D-Mark in die Strecke investiert.[139] Bis 31. Dezember 2005 wurden in das Vorhaben etwa 705 Millionen Euro investiert, etwa 550 Millionen Euro davon in die Neubaustrecke. In den Folgejahren wuchs die Summe der für Planung und Bau der Neubaustrecke getätigten Gesamtausgaben auf 747 Mio. Euro bis Ende 2006,[140] 833 Mio. Euro bis Ende 2007,[137] 959 Mio. Euro bis Ende 2008[29] und 1.225 Mio. Euro bis Ende 2009[136] an. Bis Mitte 2011 wurden rund 1,7 Milliarden Euro verausgabt.[141]

Die laufenden Bundesmittel für die Strecke wurden nach einem Beschluss des Vermittlungsausschusses vom Dezember 2003 erheblich reduziert.[56] Laut Investitionsrahmenplan bis 2010 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes sollen Bundesmittel in Höhe von 741,4 Mio. Euro im Zeitraum 2006–2010 investiert werden. Der darüber hinausgehende Finanzierungsbedarf in Höhe von 3,641 Milliarden Euro soll durch Bundesmittel ab 2011, durch Eigenmittel der DB AG und Dritte aufgewendet werden.[142] Das Land Thüringen investiert in die beiden Neubaustrecken-Projekte (Nürnberg-Erfurt und Erfurt-Leipzig/Halle) insgesamt 240 Millionen Euro aus dem Europäischen Regionalfonds.[143]

Im Dezember 2008 kündigte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Bereitstellung zusätzlicher Mittel und die Inbetriebnahme schon 2016 an.[144] Ab 2010 sollen jährlich mehr als 200 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden.[97] Spätestens ab 2013 sieht die Bahn einen jährlichen Mittelbedarf in Höhe von 350 Millionen Euro.[145]

Die geplanten Gesamtkosten für die Neubaustrecke lagen Anfang 2010 bei 2,7 Milliarden Euro. Bis dahin waren Bauleistungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro vergeben worden. Für die in Bau befindlichen Abschnitte standen dabei noch Vergaben über Bauleistungen in Höhe von 340 Millionen Euro aus. Zwischen 2010 und 2017 sollen jährlich zwischen 149 und 214 Millionen Euro Mittel pro Jahr bereitgestellt werden. Für die Ausbaustrecke sollen zwischen 2010 und 2013 jährlich zwischen 17 und 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.[53] Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung der Neubaustrecke mit 2,2 Milliarden Euro.[141]

Bei Baubeginn der Neubaustrecke, am 16. April 1996, wurden die Kosten für das Gesamtprojekt Nürnberg–Erfurt mit rund 8,5 Milliarden DM kalkuliert.[28] Die Finanzierungsvereinbarung für die Neubaustrecke wurde am 10. November 1997 abgeschlossen.[29] Darin waren auch einzelne Maßnahmen der Ausbaustrecke enthalten.[56] Der in der Finanzierungsvereinbarung zu Grunde gelegte Bauzeiten- und Finanzierungsplan konnte aufgrund reduzierter Haushaltsmittel infolge eines im Vermittlungsausschuss im Dezember 2003 ausgehandelten Kompromisses zum Subventionsabbau nicht mehr eingehalten werden.[56]

Im September 2005 folgte eine Vereinbarung über den Abschnitt Nürnberg–Fürth. Die Finanzierungsvereinbarungen weisen keine Kostenobergrenzen auf; das Risiko für Baukostenüberschreitungen trägt der Bund.[56] Die Finanzierungsvereinbarungen für den Streckenabschnitt zwischen Nürnberg und Fürth sowie zwischen Ebensfeld und Erfurt werden jährlich fortgeschrieben.[146] Der geplante Eigenanteil der Deutschen Bahn AG am Gesamtprojekt liegt bei 158,4 Mio. Euro, davon entfallen 63,0 Mio. auf die Neubaustrecke.[56]

Einzelne Finanzierungsvereinbarungen zwischen dem Bund sowie den Unternehmensbereichen DB Netz, DB Station&Service sowie der DB Energie regeln die Finanzierung des Großprojekts. Als Teil der Transeuropäischen Netze wird ein Teil des Projekts aus dem Europäischen Strukturfonds (EFRE) kofinanziert. In der Förderperiode 2007–2013 sind EFRE-Bundesmittel aus dem Operationellen Programm Verkehr in Höhe von 239,3 Millionen Euro eingeplant,[147] diese wurden am 20. November 2009 genehmigt.[148]

Mitte 1993 lagen die geplanten Kosten der rund 196 km langen Neu- und Ausbaustrecke bei 7,195 Milliarden DM.[11] 1994 ging die DB AG von Kosten für die 109 km lange Neubaustrecke von 4,044 Milliarden D-Mark (2,068 Milliarden Euro; Preisstand: 1994) aus.[149] Bei Baubeginn, im April 1996, lagen die kalkulierten Kosten bei 8,3 Milliarden D-Mark (rund 4,2 Milliarden Euro).[4] Die Mehrkosten wurden mit der Umstellung der Kostenkalkulation von Real- auf (inflationsbereinigte) Nominalwerte[150] sowie gestiegenen technischen Anforderungen[81] begründet.[136]

Auch Mittel aus dem während der Finanzkrise ab 2007 geschnürten Maßnahmenpaket „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung“ sollten in die Strecke fließen.[151]

Kritik[Bearbeiten]

Postkarte der Bürgerinitiative Das bessere Bahnkonzept gegen die Neubaustrecke (1994)
Protestbanner in Bamberg gegen die geplanten Lärmschutzwände

Der Bau der Strecke wird aus unterschiedlichen Gründen kritisiert. Einerseits bezieht sich die Kritik auf die Streckenführung, da im Personenfernverkehr keine Bündelung von verschiedenen ICE-Linien möglich ist, d. h. wie bei der bestehenden Frankenwaldbahn pro Stunde und Richtung maximal mit einer Fernzugverbindung zu rechnen ist.

Kritiker wie Bündnis 90/Die Grünen und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland halten das Projekt für sinnlos und für eine Verschwendung öffentlicher Gelder. Sie schlugen vor, stattdessen das Eisenbahnnetz in Nordbayern auszubauen.[28] Vieregg-Rössler, der BUND und der Verkehrsclub Deutschland schlugen Ende 1992 vor, den Verkehr von Erfurt über Gera, Plauen und Hof nach Nürnberg zu führen.[152] Seit 1992 fungiert Das bessere Bahnkonzept als Dachverband für die gegen die Strecke engagierten Bürgerinitiativen.

Am Rande einer gemeinsamen Sitzung der bayerischen und thüringischen Landeskabinette überreichten Bürger Listen mit rund 50.000 Unterschriften gegen das Vorhaben und gegen die A 73.[16]

Auch Vertreter der Deutschen Bahn kritisierten wiederholt das Vorhaben. So sagte der damalige Bahnchef Heinz Dürr im April 1997 am Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, die Trasse „rechne sich nicht besonders“. Der Leiter des Geschäftsbereichs Nahverkehr schrieb im gleichen Jahr, die Strecke habe „keinen unternehmerischen Sinn“.[35]

Naturschützer kritisierten die aus ihrer Sicht tiefgreifenden Eingriffe der Neubaustrecke in die Landschaft und sprachen von der „teuersten U-Bahn der Welt“.[35] Der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim forderte 2007, den Bau abzubrechen. Statt des Großprojektes sollten zahlreiche kleinere Maßnahmen Verbesserungen in der Fläche bewirken. Die Mehrheit der Bahnkunden brauche die Strecke nicht, lediglich „die Bauwirtschaft, damit sie sich eine goldene Nase verdient, oder Geschwindigkeitsfetischisten, die von einem Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa träumen.“[153]

Eine Bürgerinitiative setzte sich um 2009 für eine Streckenführung über Lichtenfels, entlang der Bundesautobahn 73 ein, die nach ihren Angaben eine halbe Milliarde Euro günstiger als die südlich von Coburg geplante Trasse sei.[154] Das Bundesverkehrsministerium lehnt die vorgeschlagene Trassierung aufgrund erheblicher Eingriffe ab.[3] Das Ministerium bezweifelt aufgrund der vorgesehenen Querungen von Lichtenfels, Schney und Grub am Forst auch die erzielbaren Einsparungen.[155]

In Bamberg sorgten die Ausbaupläne für Proteste unter den Bürgern, da die Bahn hier plante, hohe Lärmschutzwände zu bauen. In der Folge wurden die Planungen verworfen. Aus einem Dialog gingen drei neue Varianten hervor: Ein optimierter neuartiger Lärmschutz mit einer tiefergelegten Bestandstrasse an sensiblen Stellen, ein Tunnel für Güterzüge oder eine komplette Umfahrung Bambergs im Osten durch den Hauptsmoorwald, parallel zur A 73. Die Stadt Bamberg favorisiert den Güterzugtunnel.[156]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: ABS/NBS Nürnberg–Erfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt: Planfeststellung Bau-km 56,4+15 - 76,1+50: Erläuterungsbericht. Anlage 0.1.. Dokument vom 20. August 1994, geändert am 12. Juni 1996, planfestgestellt am 20. Juni 1996. Erfurt, 1994, S. 56, 58, 77 f.
  2. a b c Volker Hädrich: Zukunft konkret - Verkehrskonzept Thüringen 2015 ff. Vortragsunterlagen vom 8. Juni 2012 (PDF-Datei, 2,1 MB), S. 3, 4, 15, 16.
  3. a b ICE schon 2016. In: Neue Presse Coburg, 2. Oktober 2007
  4. a b c d e f g Friedrich List: Die „Unvollendete“ wird doch noch gebaut. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 11, 2008, S. 40–45.
  5. Lückenschluss am Froschgrundsee. In: Freies Wort vom 16. September 2008.
  6. Deutscher Bundestag (Hrsg.): Bericht zum Ausbau der Schienenwege 2007 (PDF; 2,9 MB), Drucksache 16/6385, 13. September 2007, S. 29.
  7. a b  Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.): Sachstandsbericht Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Stand: Juni 2013. Berlin 2013, S. 5, 14, 16, ZDB-ID 2544199-1 (PDF-Datei, 198 kB).
  8. a b  Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.): Sachstandsbericht Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (Stand: Juni 2014). 2014, S. 6, 17 (PDF-Datei).
  9. a b c d e f g h i j k l m n o p q Wolfgang Feldwisch, Olaf Drescher: Die Planung der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle In: Eisenbahntechnische Rundschau. 56, Nr. 9, 2007, S. 494–500.
  10. Walter Schatz: Überraschende Wendung. In: Nürnberger Nachrichten, 15. März 1991.
  11. a b c d Bundesministerium für Verkehr (Hrsg.): Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Projekte, Planungen, Gesetze, Argumente. Bonn, August 1993, S. 71–76.
  12. a b c d e f g h i j k l Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH, Projektzentrum Erfurt: ABS / NBS Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle-Berlin. Broschüre (15 Seiten), Stand: Januar 1995 (PDF, 2,1 MB)
  13. a b c d e Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Eine neue Bahn für Thüringen, Deutschland und Europa. Die Eisenbahnneubaustrecke Ebensfeld–Erfurt. Erfurt, April 1996, S. 7, 13, 19 f, 22.
  14. a b c Martin Schnellhardt: Planung und Bau der Talbrücke Froschgrundsee und der Grümpentalbrücke – weitgespannte Bogenbrücken im Zuge der Eisenbahn Neubaustrecke (sic!) Ebensfeld-Erfurt. In: 19. Dresdner Brückenbausymposium: Planung, Bauausführung, Instandsetzung und Ertüchtigung von Brücken, 9./10. März 2009, S. 99–110.
  15. Bundesministerium für Verkehr: Bundesverkehrswegeplan 1992, S. 21.
  16. a b Peter Schmitt: Der Knoten im Schienennetz. In: Süddeutsche Zeitung, 26. Januar 1994, S. 49.
  17. Drei Alternativen für neue ICE-Trasse. In: Süddeutsche Zeitung, 8. Februar 1992.
  18. a b „Was wir planen, ist das Beste“. In: Eisenbahn-Kurier, Heft 4/1993, S. 34–36.
  19. Peter Schmitt: Dem ICE werden Steine in den Weg gelegt. In: Süddeutsche Zeitung, 15. Mai 1993.
  20. a b Heinz-Dietrich Könnings, Max John: Bau der längsten Eisenbahntunnel in Deutschland für die NBS zwischen Erfurt und München. In: Tunneltechnologie für die Zukunftsaufgaben in Europa. Balekma-Verlag, Rotterdam 1999, ISBN 90-5809-051-5, S. 83–95.
  21. Auftrag für die Planung der Neubau- und Ausbaustrecke Nürnberg–Erfurt erteilt. In: Die Bahn informiert, Heft 4/1991, September 1991, S. 13, ZDB-ID 2003143-9.
  22.  Zweites Wackersdorf. In: Der Spiegel. Nr. 20, 1992, S. 75–77 (11. Mai 1992, online).
  23. a b c Bundesministerium für Verkehr (Hrsg.): Die 17 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit im Überblick. Sonderdruck aus Aktuell, 1995, S. 8
  24. Gerd Löwe, Sabine Lecour: Die Autobahn durch den Thüringer Wald. In: Baukultur, Heft 3, 1994, S. 25–31, ISSN 0722-3099.
  25. a b c Vorerst kein Anschluss auf dieser Schiene. In: Freies Wort, 4. Oktober 2008.
  26. a b Bundesministerium für Verkehr: Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Sachstand: April 1996. Broschüre (50 A4-Seiten), Bonn 1996, S. 14
  27. Anhörung für ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 102, 1994, ISSN 0174-4917, S. 58.
  28. a b c d Startschuß für zwei Rennstrecken. In: Süddeutsche Zeitung, 17. April 1996, S. 46.
  29. a b c d e Deutscher Bundestag: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Verkehrsinvestitionsbericht 2009 (PDF; 19,9 MB), Drucksache 17/444 vom 14. Januar 2010, S. 28, S. 51 f.
  30. a b Baustart an der Bündelungstrasse. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 2/1996, 15. Juli 1996, S. 7.
  31. Planfeststellungsunterlagen 110-kV-Bahnstromleitung Süd (BA 3270), DB ProjektBau GmbH, 30. April 2012
  32.  Aufbruch und Erneuerung – Deutschlands Weg ins 21. Jahrhundert. Koalitionsvereinbarung zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Bonn 1998, S. 16 (PDF) (PDF-Datei).
  33.  ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt möglicherweise vor dem Aus. In: Handelsblatt. Nr. 116, 21. Juni 2014, ISSN 0017-7296, S. 6.
  34. Baustopp für ICE-Strecke. In: Süddeutsche Zeitung, 30. März 1999, S. L6.
  35. a b c Christian Schneider: Bahn deutet Verzicht auf ICE–Strecke durch den Thüringer Wald an. In: Süddeutsche Zeitung, 29. Mai 1999, S. 60.
  36. Klaus Ott: ICE fährt nicht durch den Thüringer Wald. In: Süddeutsche Zeitung (Ausgabe München), 8. Juli 1999, S. L9.
  37. Meldung Rückzug aus Grossprojekten?. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/8, Jahrgang 1999, ISSN 1421-2811, S. 282.
  38. Meldung Grossprojekte auf Abstellgleis. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 9, Jahrgang 1999, ISSN 1421-2811, S. 338.
  39. a b Klaus Ott: Die Weichen sind gestellt. In: Süddeutsche Zeitung, 12. Juli 1999, S. 4.
  40. Bundesverkehrsministerium entschied zu den Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt – Halle/Leipzig. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 1/1999, 15. Juli 1999, S. 12.
  41. Meldung Aktuelles in Kürze. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 10, Jahrgang 1999, ISSN 1421-2811, S. 396.
  42. Thüringische Regierung streitet über Reaktion. In: Süddeutsche Zeitung, 10. Juli 1999, S. 6.
  43. Jens Schneider: Auf Messers Schneide. In: Süddeutsche Zeitung, 21. August 1999, S. 10.
  44. Streit über Regierungserklärung. In: Süddeutsche Zeitung, 16. Juli 1999, S. 6.
  45. Meldung Wieder grünes Licht für NBS Erfurt – Ebensfeld. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2000, ISSN 1421-2811, S. 148.
  46. Länder pochen auf neue ICE-Strecke. In: Süddeutsche Zeitung (Landesausgabe Bayern), 29. März 2000, S. L8.
  47. ICE-Strecke wird doch gebaut. In: Süddeutsche Zeitung, 13. März 2002, S. 43.
  48. Rede des SPD-Parteivorsitzenden, Bundeskanzler Gerhard Schröder, zum Parteitag der ostdeutschen Landesverbände der SPD in Magdeburg am 10. März 2002.
  49. Meldung Bahn-Chef Mehdorn für ICE-Strecke Nürnberg – Berlin. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2002, ISSN 1421-2811, S. 211.
  50. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig über Transrapid, Bahnreform und eine zweite Fahrschule für Anfänger. In: Berliner Morgenpost, 24. Februar 2002.
  51. a b c d  Bundesrechnungshof (Hrsg.): Bemerkungen 2014 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes. Bonn 2014, S. 241 f., ZDB-ID 1461720-1 (PDF-Datei, 4 MB).
  52. a b c d e Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Bettina Herlitzius, Winfried Hermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (PDF; 74 kB). Drucksache 16/13787 vom 14. Juli 2009.
  53. a b Antwort der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Bettina Herlitzus, weiterer Abgeordneter der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betreffend „Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg – Erfurt“ – Drucksache 17/336. (PDF; 74 kB)
  54. ICE-Halt: Schlüssel liegt in Coburg. In: Neue Presse Coburg, 5. Oktober 2007
  55. Ilmtalbrücke. Information steht im Vordergrund. In: Freies Wort, 3. September 2007.
  56. a b c d e f g h Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Peter Hettlich, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg–Erfurt (PDF; 111 kB) Drucksache 16/1217 des Deutschen Bundestages vom 5. Mai 2006.
  57. Mehdorn: Werra-Bahn macht Sinn. In: Neue Presse, Coburg, 18. Juli 2008.
  58. Eisenbahn-Bundesamt (Hrsg.): VDE 8.1, PFA 2.2, 5. Planänderung: Anpassung Überholbahnhof Ilmenau-Wolfsberg (PDF; 27 kB). Schreiben vom 22. November 2011 an die die DB ProjektBau, Regionalbaureich Süd; Geschäftszeichen 53110-531ppa/003-2316#007.
  59. Gerd Dolge: ICE-Haltepunkt später weder machbar noch bezahlbar. In: Freies Wort, Regionalausgabe Ilmkreis, 12. Juli 2012 (online).
  60. Stadt und Land einig – Auf der Neubautrasse werden keine Nahverkehrslinien bestellt, Haltepunkt Wümbach ohne Interesse. In: Freies Wort, 23. Mai 2008.
  61. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage (…): Einsparungsmöglichkeiten durch neuartige Trassierung von Schienenwegen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr unter Berücksichtigung der Neigezugtechnik. (PDF; 335 kB). Drucksache 13/2130 vom 10. August 1995
  62. Mixed traffic on high speed lines in Germany. Vortragsunterlagen zum Vortrag von Wolfgang Weigand, DB Netz AG, am 18. März 2008 auf dem UIC-Highspeed-Kongress (PDF-Datei, 1,6 MB)
  63. a b c d e Bundesministerium für Verkehr: Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Sachstand: 1997. Broschüre (50 A4-Seiten), Bonn 1997, S. 19 f.
  64. a b c d Wolfgang Feldwisch; Olaf Drescher: Die Realisierung der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 56, Nr. 9, 2007, S. 502–505.
  65. Im ICE nach Coburg oder an Coburg vorbei?. In: Coburger Neue Presse, 1. September 2007.
  66. Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Übersichtslageplan Ebensfeld - Erfurt. Planfeststellungsunterlagen, Planfeststellungsabschnitt 3, Bauabschnitt 2.11, Anlage Nr. 1.2, 2. Mai 1994 (Aktenzeichen PM - 23/94.)
  67. Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Übersichtslageplan Ebensfeld - Erfurt. Planfeststellungsunterlagen, Planungsabschnitt 3, Bauabschnitt 2.2, Anlage Nr. 1.2, 1. September 1994 (Aktenzeichen PM - 23/94). Planfestgestellt durch die Außenstelle Erfurt des Eisenbahn-Bundesamtes am 20. Juni 1996 (Aktenzeichen 1011 […] NBS 2.2 – 149/96).
  68. Berlin – Hamburg in zwei Stunden und vierzig Minuten. In: Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mbH (Hrsg.): Info-Brief, ZDB-ID 2668166-3, Heft 2/1996, 15. Juli 1996, S. 1 f.
  69. Meldung Auftragsstopp für ICE-Trasse. In: Eisenbahn-Kurier, Heft 2/1999, S. 11.
  70. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Die Bahn baut für Thüringen. Halle/Erfurt, ca. 2002, S. 16.
  71. Dokument 2007–112319-DE im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union
  72. Schmuckkästchen für die keimfreie Zukunft. In: Freies Wort vom 23. Mai 2007.
  73. a b Deutsche Bahn AG: Weiterer Tunnel der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt im Bau. Presseinformation vom 29. Februar 2008
  74. D-Erfurt: Eisenbahntunnel, REGELMÄSSIGE NICHTVERBINDLICHE BEKANNTMACHUNG – SEKTOREN, Bauauftrag. Vorankündigung der Ausschreibung im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union, 1. April 2008.
  75. REGELMÄSSIGE NICHTVERBINDLICHE BEKANNTMACHUNG – SEKTOREN, Bauauftrag. Vorankündigung der Ausschreibung im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union, 1. April 2008
  76. D-Erfurt: Bauarbeiten für Tunnel, Schächte und Unterführungen. Dokument 2009/S 19-027336 vom 29. Januar 2009 im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union
  77. D-Erfurt: Oberbauarbeiten. Dokument 197803-2009-DE vom 17. Juli 2009 im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union
  78. Endspurt vor der 64-Stundensperrung im Bahnknoten Erfurt., Pressemitteilung vom 25. Mai 2012 auf vde8.de.
  79. Ein Dutzend Baustellen für den ICE. In: Freies Wort vom 17. Juli 2007.
  80. Vieregg-Rössler GmbH: Modifikation des Verkehrsprojekts 8.1 Erfurt – Ebensfeld – Nürnberg statt Bauruine südlich Erfurt.
  81. a b ICE-Strecke soll 2016 fertig sein. In: Freies Wort vom 16. Juli 2007.
  82. Fundgrube für Archäologen. In: Neue Presse Coburg, 12. August 2010.
  83. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Strecken- und Oberleitungsbau beginnt auf der Eisenbahn-Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt–Leipzig/Halle bei Arnstadt. Presseinformation vom 9. September 2010.
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  85. a b Tunneldurchschlag für ICE-Strecke am Silberberg. Newstix-Meldung vom 29. November 2011, abgerufen am 20. Dezember 2011.
  86. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLetzter Tunneldurchschlag für Neubaustrecken des Bahnprojekts Nürnberg-Berlin (VDE8) bei Coburg vollzogen. DB Mobility Logistics AG, 3. August 2012, abgerufen am 6. August 2012.
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  91. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDB-Informationspunkt des Projektes VDE8 in Erlangen öffnet. DB Mobility Logistics AG, 1. Juni 2012, abgerufen am 1. Juni 2012.
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  97. a b Zeitplan für Fertigstellung „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 (ICE Strecke Leipzig-Erfurt-Nürnberg)“ steht !. Pressemitteilung des parlamentarischen Unterstützerkreises „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“ vom 14. Mai 2008.
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  101. D-Erfurt: Oberbauarbeiten. Ausschreibung 2012/S 34-055237 vom 14. Februar 2012 im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union
  102. Bekanntmachung vergebener Aufträge vom 15. November 2012
  103. Bekanntmachung vergebener Aufträge vom 8. Januar 2013
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  143. Thüringen will mit Millionen-Betrag ICE-Ausbau beschleunigen. In: Leipziger Volkszeitung, 29. Mai 2007.
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  147.  Genehmigungen EU-Kommission. In: verNETZt – Informationsschrift zum Operationellen Programm Verkehr EFRE Bund 2007–2013. Nr. 2, 2008, S. 2 (online PDF, abgerufen am 2. Oktober 2012).
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  149.  Teure Schneise. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1997, S. 20 (29. September 1997, online).
  150. Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. November 2006 eingegangenen Antworten der Bundesregierung (PDF; 360 kB) Bundestags-Drucksache 16/3570 vom 24. November 2006, S. 27 f.
  151. Ist Ihnen egal, was die Menschen von Ihnen denken?. Bild am Sonntag, 18. Januar 2009.
  152. ICE-Trasse durch das Vogtland. In: Süddeutsche Zeitung, 21. November 1992.
  153. Wissenschaftler rät zu Bauabbruch bei ICE-Trasse. In: Ostthüringer Zeitung, 28. November 2007.
  154. ICE behalten und Umwelt schonen. In: Coburger Neue Presse vom 8. September 2007.
  155. Alternativtrasse faktisch vom Tisch. In: Coburger Tagblatt, 16. August 2008, S. 17.
  156. Stadt Bamberg will Tunnel. In: Bayerischer Rundfunk, 2. Juli 2013.