Schoßhund

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Fräulein Ammer kost allhier
Mit Schnick, dem allerliebsten Tier.
, aus der Bildergeschichte Die Strafe der Faulheit, Wilhelm Busch, 1866

Die Sammelbezeichnung Schoßhund (oft auch Schoßhündchen) wird für kleine und zierliche Zwerghunde verschiedener Rassen wie Chihuahua, Malteser, Papillon, Pekingese, Zwergpinscher oder Zwergpudel verwendet, die, meist von Damen, als Luxushunde oder Spielgefährten gehalten werden und wurden.[1][2][3]

Im übertragenen Sinne wird der Begriff Schoßhund (ähnlich dem Kettenhund) für Jemanden verwendet, der einem Anderen kritiklos willfährig ist.[4]

In Porträts der Renaissance ließen sich Damen mit ihren Schoßhunden (Hündchen) malen, die für Treue, Eleganz und Schönheit standen.

Besonders im 18. Jahrhundert wurden Schoßhunde auch zu sexuellen Zwecken dressiert (Cunnilingus, siehe Zoophilie).[5][6][7]

Bekannte Schoßhunde jüngerer Zeit sind die Yorkshire-Terrier-Hündin Daisy von Rudolph Moshammer, der Chihuahua Tinkerbell von Paris Hilton sowie die weißen Pudel der Jacob Sisters.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. schoszhund. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Band 15. Hirzel, Leipzig 1899, Sp. 1602 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  2. Schoßhund. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie oder allgemeines System der Staats-Stadt-Haus-u. Landwirthschaft, in alphabetischer Ordnung. 1773–1858.
  3. Schoßhunde. In: Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Band 21: Sche-Sm. Bibliographisches Institut, Mannheim 1977, S. 241.
  4. Westerwelles Schoßhund. In: DIE WELT. 13. Mai 2009.
  5. Schoßhund. In: Stephan Dressler, Christoph Zink: Pschyrembel Wörterbuch Sexualität. de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-016965-7, S. 461.
  6. Schoßhund. In: Lykke Aresin, Kurt Starke: Lexikon der Erotik. Knaur, 1996, ISBN 3-426-77174-8, S. 477.
  7. Josef Massen: Zoophilie, die sexuelle Liebe zu Tieren. Pinto Press Verlag, Koeln, ISBN 3-930387-15-8, S. 66–67.