Schockraum
Im Schockraum, auch Reanimations-Raum (Rea-Raum) genannt, werden schwer- und mehrfachverletzte bzw. in Lebensgefahr schwebende Patienten im Krankenhaus erstversorgt. Dabei steht ein Team von Ärzten, Pflegefachkräften sowie Personal der Radiologie bereit. Die Aufgabenbereiche sind bereits im Vorfeld genau festgelegt, um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können.
Primär geht es im ersten Schritt darum, die Vitalfunktionen des Patienten aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen, indem versucht wird, den medizinischen Schockzustand zu beenden (Kreislaufstabilisierung). Außerdem wird eine Erstdiagnose erstellt und es können lebensrettende Operationen und Behandlungsschritte durchgeführt werden. Nach der Erstversorgung werden dann die Patienten in der Regel auf eine Intensivstation verlegt oder für weitere Operationen in den OP-Saal gebracht. Krankenhausintern ist für ihn meist die Anästhesiologie zuständig.
Ein Schockraum ist in modernen Krankenhäusern Teil der Notaufnahme (Rettungsstelle).
Literatur [Bearbeiten]
- Michael Gerstorfer, Ludwig Gutermuth (Hrsg.): Schockraum-Management: Organisation und Patientenversorgung. 1. Auflage. Elsevier, Urban & Fischer, München 2009, ISBN 978-3-437-24800-9.