Schott-Rohrglas

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Schott AG Standort Mitterteich
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz DeutschlandDeutschland Mitterteich
Leitung Thomas Gassner, Standortleiter
Mitarbeiter circa 1.000
Produkte Glasprodukte, Glasrohre, -stäbe und -profile, SolarthermieVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.schott.com/tubing

Die Schott AG Standort Mitterteich (ehemals: Schott-Rohrglas GmbH) in Mitterteich ist ein führender Hersteller von Röhren aus Glas. Mit ca. 1000 Beschäftigten ist der Standort der Schott AG einer der größten Arbeitgeber in der nördlichen Oberpfalz.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der Glasproduktion in Mitterteich reicht bis in das Jahr 1883 zurück. 1930 wurde das Glaswerk in Mitterteich dem Werk Grünenplan der Schott AG angegliedert.

1885 erfand Otto Schott das chemisch resistente Borsilikatglas, das auch in Röhrenform hergestellt wurde.

1911 wurde ein Glasrohr entwickelt, welches sich besonders gut zur Herstellung von Ampullen eignete. Das Glas wurde 1911 unter dem Markennamen Fiolax registriert und ist bis heute eines der wichtigsten Produkte der Schott AG am Standort Mitterteich. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1947 bis 1948 wurde dann in Mitterteich mit der Produktion von Fiolax-Glasröhren begonnen.

1961 entschied Schott, dass Mitterteich als Standort der Glasrohr-Produktion ausgebaut und modernisiert werden soll.

1969 vereinbarten Vertreter der heutigen Schott AG und der Glaswerke Ruhr AG die Gründung eines gemeinsamen Tochterunternehmens. Dessen Sitz, die Verwaltung und der Vertrieb wurden 1972 nach Bayreuth verlegt.

1990 erhielt das Unternehmen den Namen Schott-Rohrglas GmbH.

2001 wurde in Mitterteich ein neues Verwaltungsgebäude in Betrieb genommen und die Standorte Bayreuth und Mitterteich in Mitterteich zusammengelegt.

Am 1. März 2012 wurde die Schott-Rohrglas GmbH auf ihren Mutterkonzern, die Schott AG, verschmolzen.

Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen produziert Glasröhren, -stäbe und -profile aus rund sechzig Spezialglasarten. Die Glasröhren haben einen Außendurchmesser von 0,8 mm bis 450 mm und werden in Längen von 0,3 mm bis zu 10 Meter hergestellt.

Neben den klassischen Produktbereichen Technisches Rohr (z. B. Duran) und Pharmarohr (z. B. Fiolax), gewinnen zunehmend Glasröhren für die Solarthermie (Receiverrohre für solarthermische Kraftwerke) und für die Algenzucht in Photobioreaktoren an Bedeutung.

Die Glasrohre werden in unterschiedlichsten Anwendungen weiterverarbeitet, beispielsweise in Pharmazie, Chemie, Beleuchtung (z. B. Halogenlampen, UV-Lampen), Umwelttechnik oder Mikroelektronik.

Siehe auch[Bearbeiten]