Schottwien
| Schottwien | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Neunkirchen | |
| Kfz-Kennzeichen: | NK | |
| Fläche: | 12,55 km² | |
| Koordinaten: | 47° 39′ N, 15° 52′ O47.65638888888915.8725569Koordinaten: 47° 39′ 23″ N, 15° 52′ 21″ O | |
| Höhe: | 569 m ü. A. | |
| Einwohner: | 718 (1. Jän. 2012) | |
| Postleitzahlen: | 2641, 2642 | |
| Vorwahl: | 02663 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 18 33 | |
| NUTS-Region | AT122 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schottwien 55 2641 Schottwien |
|
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Walter Polleres (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2010) (15 Mitglieder) |
||
| Lage der Marktgemeinde Schottwien im Bezirk Neunkirchen | ||
Talübergang Schottwien der S6 |
||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Schottwien ist eine Marktgemeinde mit 718 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Schottwien liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 12,55 km². Rund 72 % der Fläche sind bewaldet.
Die Marktgemeinde umfasst eine Katastralgemeinde; Ortschaften sind Göstritz, Greis und Schottwien (mit Maria Schutz).[1]
Geschichte [Bearbeiten]
Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend, teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Bevölkerungsentwicklung [Bearbeiten]

Religion [Bearbeiten]
Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 82,2 % der Einwohner römisch-katholisch und 2,2 % evangelisch. 5,6 % sind Muslime, 1,0 % gehören orthodoxen Kirchen an. 6,6 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.
Politik [Bearbeiten]
Bürgermeister der Marktgemeinde ist Walter Polleres, Amtsleiter Johann Pratscher.
Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
ÖVP 12, SPÖ 2, UBL 1, andere keine Sitze.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Kirche [Bearbeiten]
Die Pfarrkirche von Schottwien ist dem heiligen Veit (Vitus) geweiht, einem der Vierzehn Nothelfer. Der jetzige Bau geht auf das 14. bis 15. Jahrhundert zurück. Pfarrkirche ist St. Vitus seit 1784.
In Schottwien liegt auch die Wallfahrtskirche Maria Schutz, der seit 1925 ein Kloster der Passionisten angegliedert ist.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 39, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 25. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 307. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,1 %.
Wirtschaftsgeschichte [Bearbeiten]
Vor 1675 ist in Schottwien eine Papiermühle nachzuweisen.[3] Nach Thomas Wurz, der die Mühle bis 1714 besaß, kam der Betrieb 1787[4] in das Eigentum des Papiermachers Anton Kloss. 1820 war die Papierfabrik eingetragen auf Martin Blöhsy (auch: Blössy), bürgerlicher Papierhändler, wohnhaft in Schottwien[5] - Bestandsdauer: vor 1675 bis nach 1877.[6]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ 420. Schottwien. In: Österreichischer Amtskalender online. Verlag Österreich, Wien 2000–. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
- ↑ Koordinaten bzw. Lage der ehem. Stampf.
- ↑ Viktor Thiel: Geschichte der Papiererzeugung im Donauraum. Ein Beitrag zur Geschichte deutscher Leistung. Güntter-Staib-Verlag, Biberach an der Riß 1940, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, S. 85.
- ↑ Eva Wald: Die Anfänge der Industrie des Wiener Beckens und ihre geographischen Grundlagen. Wien, Univ., Diss., 1954, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, S. 234.
- ↑ Manfred Hoesch: Lagetypologie der Industriebetriebe im Viertel unter dem Wienerwald bis 1850. Wien, Techn. Univ., Diss., 1984, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, Textband, S. 246; Bildband, Plan Nr. 110.
- ↑ Die Lage sowie ein baulicher Rest der Industrieanlage lassen sich in der Aufnahme Talübergang Schottwien der S6 lokalisieren:
Die aus zwei großen Neubauten bestehende Wohnhausanlage (unteres Bilddrittel, Mitte; Nebenstraße Richtung Göstritz) wurde am ehemaligen Standort der Mühle errichtet. Das rechts vom nördlichen Wohnblock, jenseits der Straße, gelegene, in Gelb erscheinende Gebäude war um 1820 als Wohnhaus, situiert in einem Steinbruch (Felsformationen überwachsen bzw. im Bild fast gänzlich verdeckt), Teil der Betriebes. — Ursprüngliche Gebäudewidmung wie -dimensionen dürften nach wie vor aktuell sein.
Weblinks [Bearbeiten]
Altendorf | Aspang-Markt | Aspangberg-St. Peter | Breitenau | Breitenstein | Buchbach | Bürg-Vöstenhof | Edlitz | Enzenreith | Feistritz am Wechsel | Gloggnitz | Grafenbach-St. Valentin | Grimmenstein | Grünbach am Schneeberg | Höflein an der Hohen Wand | Kirchberg am Wechsel | Mönichkirchen | Natschbach-Loipersbach | Neunkirchen | Otterthal | Payerbach | Pitten | Prigglitz | Puchberg am Schneeberg | Raach am Hochgebirge | Reichenau an der Rax | Scheiblingkirchen-Thernberg | Schottwien | Schrattenbach | Schwarzau am Steinfeld | Schwarzau im Gebirge | Seebenstein | Semmering | St. Corona am Wechsel | St. Egyden am Steinfeld | Ternitz | Thomasberg | Trattenbach | Warth | Wartmannstetten | Willendorf | Wimpassing im Schwarzatale | Würflach | Zöbern
