Schrägaufzug

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Schrägaufzug Hohenwerfen in Österreich
Schrägaufzug an der Schattenbergschanze in Oberstdorf
Im Vordergrund der Schrägaufzug der Grube Berzelius um 1880

Ein Schrägaufzug ist allgemein ein Personen- und Lastenaufzug mit geneigter Fahrbahn, eingerichtet für die Überwindung einer Höhendistanz. Der Begriff wird in technischer und in rechtlicher Hinsicht unterschiedlich verwendet:

  • nach den Europäischen Normen (europäische Norm für Schrägaufzüge – prEN 81–22) ist der Schrägaufzug ein Spezialfall des Aufzugs, dessen Führungsschienen sowohl gegenüber der Senkrechten wie auch gegenüber der Waagrechten mehr als 15° geneigt sind; er untersteht ebenfalls der Aufzugsrichtlinie (Richtlinie 95/16/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Juni 1995 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aufzüge);
  • in technischer Hinsicht ist der Schrägaufzug eine Standseilbahn mit nur einem Wagen.[1];
  • früher wurden darüber hinaus auch andere Aufstiegshilfen mit unterschiedlichsten sicherheitstechnischen Anforderungen und Einsatzzwecken (z. B. Bau- und Möbelaufzüge, Schiffshebewerke), Treppenlifte etc.) als Schrägaufzug bezeichnet.

Juristische Abgrenzung[Bearbeiten]

Juristisch gesehen liegt der wesentliche Unterschied zwischen der Aufzugs-Form und der Standseilbahn-Form des Schrägaufzugs in der jeweils anzuwendenden Richtlinie:

  • Ein Aufzug (auch Schrägaufzug) dient nach der Aufzugsrichtlinie (Richtlinie 95/16/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Juni 1995 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Aufzüge) dazu, Gebäude und Bauten dauerhaft zu bedienen.
  • Eine Standseilbahn (auch Schrägaufzug) dient nach der Seilbahnrichtlinie (Richtlinie 2000/9/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. März 2000 über Seilbahnen für den Personenverkehr), der öffentlichen Personenbeförderung.

Für den Benutzer ist oft kaum erkennbar, ob er rechtlich gesehen mit einem (Schräg-)Aufzug oder mit einer Standseilbahn fährt. Im allgemeinen Sprachgebrauch bleibt weiter der Schrägaufzug außerhalb von Gebäuden eine Sonderform der Standseilbahn. Dies gilt vor allem auch für historische Standseilbahnen.

Technik[Bearbeiten]

Gewisse Bauformen erleichtern den Benutzenden das Stehen, indem der Neigungswechsel mittels Niveauregelungen, die den Fußboden stets waagrecht halten, ausgeglichen wird. Dabei wird der Boden während der Fahrt elektrisch oder hydraulisch verstellt – oder die Kabine fährt auf zwei versetzten Schienen, so dass durch die Lage der Räder die waagrechte Neigung der Kabine auch über Neigungsänderungen beibehalten wird (siehe Minifunic).

Um den Strombedarf dieser Systeme möglichst niedrig zu halten wird bei Schrägaufzügen meist ein Gegengewicht eingesetzt. Die Anordnung des Antriebes kann sowohl oben wie auch unten erfolgen.

Listen von Schrägaufzügen (unvollständig)[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Hamburg

Hessen

Mecklenburg- Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Schleswig-Holstein

  • Frei zugänglicher Schrägaufzug im Augustinum in Mölln. Fahrgeschwindigkeit 2,5 m/sec

Sachsen-Anhalt

Sachsen

Österreich[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]

Übrige Welt[Bearbeiten]

Europa

Außerhalb Europas

Schrägaufzug in Deva (Rumänien)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schrägaufzüge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Hefti: Schienenseilbahnen in aller Welt. Birkhäuser Verlag Basel und Stuttgart 1975, ISBN 3-7643-0726-9, Seite 34
  2. Liftdatenbank
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBlue Mountain – Erlebniswelt. In: Australien Journal :: Reisen – Abenteuer – Wissen. Abgerufen am 20. September 2009.