Schräger als Fiktion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel: Schräger als Fiktion
Originaltitel: Stranger than Fiction
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2006
Länge: 108 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 6 [1]
Stab
Regie: Marc Forster
Drehbuch: Zach Helm
Produktion: Lindsay Doran
Musik: Britt Daniel, Brian Reitzell
Kamera: Roberto Schaefer
Schnitt: Matt Chesse
Besetzung

Schräger als Fiktion (Stranger than Fiction) ist ein Film von Regisseur Marc Forster aus dem Jahr 2006. Er lief in den USA am 10. November 2006 an, Deutschlandstart war am 8. Februar 2007.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Harold Crick ist ein Angestellter der US-amerikanischen Bundessteuerbehörde IRS. Er führt ein genau geplantes, einsames Leben und dank seiner Vorliebe für die Mathematik bestimmen Zahlen seinen Alltag: er zählt morgens, wie oft er die Zahnbürste bewegt und geht jeden Abend um die gleiche Uhrzeit ins Bett. Diese Informationen erfährt der Zuschauer von einer Sprecherin aus dem Off, doch beim morgendlichen Zähneputzen an einem „ganz normalen“ Mittwoch hört plötzlich auch Harold selbst diese Stimme, die sein Leben anscheinend literarisch aufbereitet kommentiert.

Die Stimme irritiert ihn, seine Arbeit leidet und eine Psychologin, die er aufsucht, diagnostiziert Schizophrenie, gibt ihm aber auch den Tipp, mit einem Literaturexperten zu sprechen. Professor Jules Hilbert ist zunächst wenig interessiert, hilft Harold dann jedoch, indem er mit verschiedenen Fragen herausfinden will, um welche Art Autorin es sich handelt, die Harolds Leben kommentiert. Harold erfährt unterdessen durch die Stimme, dass er in Kürze sterben wird.

Bei einer Steuerprüfung in einer Bäckerei lernt Harold Ana Pascal kennen. Er fühlt sich von ihr angezogen – die kommentierende Stimme bestätigt dies - sie scheint ihn aber nicht gerade zu mögen, da die Steuerprüfung ansteht, weil sie absichtlich den Anteil der Steuern nicht bezahlt hat, den die Regierung ihrer Meinung nach verschwendet.

Professor Hilbert rät ihm, sein Leben selbstbestimmt zu genießen. Daraufhin lernt Harold Gitarrespielen und die Beziehung zu Ana wird intimer. Doch plötzlich hört er beim Professor im Fernsehen zufällig ein Interview mit der Autorin Karen Eiffel und identifiziert diese als die kommentierende Stimme. Dank der Akten der Steuerprüfungsbehörde kann er sie über ihre Adresse ausfindig machen. Es stellt sich heraus, dass Harold die Hauptfigur in ihrem neuen Roman ist und alle Hauptfiguren in Eiffels Romanen sterben. Eiffel ist genauso schockiert wie Harold, als die beiden herausfinden, dass Harold genau das passiert, was Eiffel in ihre elektrische Schreibmaschine tippt.

Harolds tragisches Ende ist schon fast fertig und muss nur noch in die Schreibmaschine getippt werden. Nachdem dieser das Manuskript gelesen hat, willigt er in seinen kommenden Tod ein. Als er ein mit dem Fahrrad stürzendes Kind davor rettet, von einem Bus überfahren zu werden, wird stattdessen er von dem Bus angefahren. Eiffel stockt bei den Worten „Harold Crick was de...“ („Harold Crick war to...“) und entscheidet sich dann doch für ein anderes Ende ihres Romans, in dem Harold überlebt. Ein Splitter, der auf wundersame Weise eine Arterie verschloss, rettet sein Leben. Der Splitter stammt ausgerechnet von der Armbanduhr, die Harolds Leben diktierte. Nun wird er glücklich mit seiner Freundin Ana. Eiffel kündigt Hilbert - den sie am Ende aufsucht - an, dass sie mit diesem neuen Ende vor Augen das Buch noch einmal von Anfang an überarbeiten will und ihre Assistentin den Verlag um noch ein wenig Aufschub für die Abgabe ersucht habe. Hilbert meint hingegen, das Buch sei ja nicht schlecht und sie solle es unverändert lassen.

[Bearbeiten] Kritiken

James Berardinelli schrieb auf ReelViews, dass im Film vieles „außenordentlich gut“ („exceedingly well“) gemacht würde und fast nichts schlecht. Die Leistungen der Hauptdarsteller und jene der Nebendarsteller seien „stark“. Berardinelli lobte besonders die „sehr gute“ Darstellung von Will Ferrell, die nicht sein erster Versuch sei, eine ernsthafte Rolle zu spielen. Je nach Bedarf wirke er „komisch“, „heroisch“ oder „tragisch“. [2]

Julia Evers schrieb am 10. Februar 2007, dass die nie vorhersehbare, mit interessanten Wendungen und schwarzem Humor versehene Geschichte bis zum Ende fesseln würde. Es würden vor allem die großartigen Schauspieler, allen voran Emma Thompson und ihre Assistentin (Queen Latifah), begeistern. Der Film sei schräg, aber gut.[3]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Der Film gewann 2006 den Preis für das beste Originaldrehbuch des National Board of Review. Will Ferrell war 2007 in der Kategorie Bester Darsteller Komödie/Musical für einen Golden Globe nominiert, konnte die Auszeichnung aber nicht gewinnen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung der FSK
  2. Kritik von James Berardinelli
  3. http://www.nachrichten.at/archiv?query=-shlyc:client/ooen/ooen/textarch/j2007/q1/m02/t10/ph/s030/003_001.dcs&ausgabe=H:Hauptausgabe&datum=10.02.2007&seite=030&set=2

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen