Schröcken

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Schröcken
Wappen von Schröcken
Schröcken (Österreich)
Schröcken
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 23,43 km²
Koordinaten: 47° 15′ N, 10° 6′ O47.25722222222210.0922222222221269Koordinaten: 47° 15′ 26″ N, 10° 5′ 32″ O
Höhe: 1269 m ü. A.
Einwohner: 212 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6888
Vorwahl: 05519
Gemeindekennziffer: 8 02 34
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Heimboden 2
6888 Schröcken
Website: www.walsergemeinden.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Schwarzmann
Gemeindevertretung: (2010)
(9 Mitglieder)
9 Bürgerliste Schröcken
Lage der Gemeinde Schröcken im Bezirk Bregenz
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Schröcken vor Juppenspitze (2412 m) und Mohnenfluh (2542 m)
Schröcken vor Juppenspitze (2412 m) und Mohnenfluh (2542 m)
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schröcken ist eine vom Tourismus geprägte Gemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg mit 212 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).[1] Die Gemeinde liegt im Bezirk Bregenz im hinteren Bregenzerwald und bildet gemeinsam mit der Nachbargemeinde Warth eine bedeutende Skiregion.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schröcken liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bregenz südöstlich des Bodensees auf 1269 m Höhe.

Diese Hochsiedlung im Quellgebiet der Bregenzer Ach liegt am Fuß des Hochtannbergpasses. Von Schröcken im hintersten Bregenzerwald führt die Hochtannbergstraße über Hochkrumbach, einen Ortsteil der Nachbargemeinde Warth, ins Lechtal.

12,4 % des insgesamt 23,43 Quadratkilometer großen Gemeindegebiets sind bewaldet, 39,4 % der Fläche Alpen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Schröcken grenzt an insgesamt fünf andere Vorarlberger Gemeinden. Von diesen liegen drei, nämlich die Gemeinden Schoppernau, Mittelberg und Warth ebenfalls im Bezirk Bregenz und die anderen beiden (Lech und Sonntag) im Bezirk Bludenz. (Angabe der Gemeinden im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend.)

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet um Schröcken wurde erstmals um 1300 von Walsern besiedelt, kam 1453 an Österreich und war dem Vogteiamt Bregenz unterstellt. Der Ort war bis 1806 dem Gericht Tannberg eingegliedert.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Schröcken seit der Gründung 1861.

Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 10,5 Prozent.

Schröcken mit Blick auf die Künzelspitze (Ansichtskarte von 1910)

Etymologie[Bearbeiten]

Der Ort wurde ursprünglich „Girsboden“ genannt. Der Name „Schröcken“ tauchte erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts auf.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern. Nach der Wahl 2010 wurde Herbert Schwarzmann zum Bürgermeister der Gemeinde Schröcken gewählt.

Schröcken gehört zum politischen Bezirk Bregenz sowie zum Gerichtsbezirk Bezau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche

Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Mariä Himmelfahrt[Bearbeiten]

1639 wurde in Schröcken die erste Kirche gewiehen - Schröcken war bis 1640 Filiale von Lech. Diese Kirche wurde in den Jahren 1726 bis 1732 vergrößert, 1863 durch einen Brand zerstört, 1864 bis 1867 neu erbaut und 1867 geweiht.

Die Pfarrkirche ist von einem ummauerten Friedhof umgeben, besitzt ein neuromanisches Langhaus und im Norden einen Turm mit Spitzhelm. Der Hochaltar trägt einen neuromanischen Baldachinaufbau und Figuren vom Fidelis Rudhart (1876).

Das Altarbild „Himmelfahrt Mariens“ stammt von Melchior Paul von Deschwanden (1876).

Kapelle Mariä Verkündigung (in Unterboden)[Bearbeiten]

Diese Kapelle mit ihrem neugotischen Altar wurde 1778 anstelle einer zuvor 1774 abgetragenen Kapelle errichtet und 1779 geweiht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 16 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 141 Beschäftigten und 2 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 97. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 70.292 Übernachtungen.

Lawinenfangzäune

Verkehr[Bearbeiten]

Der Verkehr wird durch den Wälderbus 40 oder 42 zwischen Schoppernau und Warth / Lech am Arlberg bedient. Die abgestufte Bregenzerwald-Bundesstraße 200 ist kurvenreich und (noch) recht eng.

Lawinenverbauungen[Bearbeiten]

Wegen eines Bergrutsches vom Saloberkopf im Jahr 2002 [2] wurde zwischenzeitlich die Strecke oberhalb der Passstraße auf Seiten Schröcken - Warth mit Lawinenfangzäunen gesichert. Die Straße wurde mittlerweile begradigt und weiter abgestützt. Folge des Felssturzes war eine Flutwelle, die sich den Lech herunterwälzte und dabei mehrere Brücken und Gebäude beschädigte. Deshalb war eine sukzessive Streckensanierung der L 200 notwendig.

Bildung[Bearbeiten]

Am Ort gibt es (Stand September 2010) 8 Schüler. In Schröcken gibt es zudem einen Kindergarten, welchen momentan 8 Kinder besuchen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahres- und Quartalsanfang
  2. uni-karlsruhe.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schröcken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Braunarlspitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien