Schrattenberg

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Dieser Artikel behandelt den Ort und die Gemeinde in Niederösterreich. Schrattenberg ist auch der Name einer Burg und seit 1685 eines Schlosses in der Obersteiermark, siehe Schlossruine Schrattenberg.
Schrattenberg
Wappen von Schrattenberg
Schrattenberg (Österreich)
Schrattenberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Fläche: 19,15 km²
Koordinaten: 48° 43′ N, 16° 43′ O48.71666666666716.716666666667199Koordinaten: 48° 43′ 0″ N, 16° 43′ 0″ O
Höhe: 199 m ü. A.
Einwohner: 812 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 42 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2172
Vorwahl: 02555
Gemeindekennziffer: 3 16 46
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 25
2172 Schrattenberg
Politik
Bürgermeister: Johann Bauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
13 ÖVP, 2 SPÖ
Lage der Gemeinde Schrattenberg im Bezirk Mistelbach
Altlichtenwarth Asparn an der Zaya Bernhardsthal Bockfließ Drasenhofen Falkenstein Fallbach Gaubitsch Gaweinstal Gnadendorf Großengersdorf Großebersdorf Großharras Großkrut Hausbrunn Herrnbaumgarten Hochleithen Kreuttal Kreuzstetten Laa an der Thaya Ladendorf Mistelbach Neudorf bei Staatz Niederleis Ottenthal Pillichsdorf Poysdorf Rabensburg Schrattenberg Staatz Stronsdorf Ulrichskirchen-Schleinbach Unterstinkenbrunn Wildendürnbach Wilfersdorf (Niederösterreich) Wolkersdorf im Weinviertel NiederösterreichLage der Gemeinde Schrattenberg im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Schrattenberg ist eine Gemeinde mit 812 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

Geographie[Bearbeiten]

Schrattenberg liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 19,14 Quadratkilometer. 9,98 Prozent der Fläche sind bewaldet. Direkt an der Staatsgrenze zu Tschechien liegend, befindet sich ein Grenzübergang, der allerdings nur für PKW befahrbar ist. Die Nachbargemeinde ist Valtice.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden außer Schrattenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1184 erstmals urkundlich erwähnt. Funde aus der Bronzezeit zeigen aber, dass die Geschichte des Ortes schon wesentlich früher begonnen hat. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs kam es zu Luftangriffen der Sowjets, bei denen drei Zivilisten ums Leben kamen. Die kampflose Einnahme des Ortes durch die Rote Armee erfolgte am 22. April 1945.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schrattenberg

Theaterverein[Bearbeiten]

Dass in Schrattenberg seit vielen Jahrzehnten Theater gespielt wird, weiß man aus mündlichen Überlieferungen. Wann genau mit dem Theaterspielen begonnen wurde bzw. welche Stücke wann aufgeführt wurden, kann nur sehr lückenhaft rekonstruiert werden, da keinerlei Aufzeichnungen darüber existieren.

Fotos aus den späten zwanziger Jahren zeigen den damaligen Jugendführer und gleichzeitig Leiter der Theaterbühne: Rudolf Ebner.

Bedingt durch geburtenschwächere Jahrgänge und die immer breiter gefächerten Interessen der Jugend schrumpfte die Theatergruppe der Katholischen Jugend von Jahr zu Jahr.

1989 beschloss man einen eigenen Theaterverein zu gründen und alle ehemaligen Theaterspieler einzuladen, im künftigen Theaterverein wieder aktiv zu werden. Am 1. September 1989 fanden im Rahmen einer Sitzung im Burgstüberl Hösch die ersten offiziellen Gespräche über die Gründung eines Theatervereins in Schrattenberg statt. Die offizielle Gründung des Vereins Laienbühne Schrattenberg erfolgte erst nach der ersten gemeinsamen erfolgreichen Theateraufführung im Rahmen der 1. Generalversammlung am 13. Jänner 1990.

Bisherige Produktionen:

Mit der Aufführung des Stücks Im weißen Rössl am Rathausplatz in Schrattenberg gelang 2003 erstmals die Freilichtaufführung einer sehr bekannten Operette. 2005 folgte das Stück Hofrat Geiger.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 899 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 987 Einwohner, 1981 1039 und im Jahr 1971 1158 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Johann Bauer. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 2, andere keine Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Ein von Blau auf Rot gespaltener Schild, rechts belegt mit einer ein goldenes Blatt und Früchte tragenden Weinranke, links belegt mit drei silbernen übereinanderstehenden Bögen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 26, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 154. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 394. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,27 Prozent.

Weinbau[Bearbeiten]

Schrattenberg ist das bedeutendste Rotweinanbaugebiet an der Brünnerstraße. Die wichtigsten Sorten sind Zweigelt, Blauburger und Blauer Portugieser. Eine Hauergemeinschaft bietet seit 1989 einen unter besonderen Qualitätsbedingungen erzeugten Rotwein mit dem Markennamen Schratt an.

Tourismus[Bearbeiten]

Durch Schrattenbergs Weingartenfluren, Wälder und Kellergassen führen markierte Fuß- und Radwanderwege.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schrattenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach