Schreibzentrum

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Ein Schreibzentrum ist eine Beratungsstelle an einer Universität oder Fachhochschule, die Studenten, Doktoranden und Dozenten unterstützt. Schreibzentren unterstützen und beraten beim Schreiben selbst, bei der Begleitung und Betreuung von Studierenden, die Qualifikationsarbeiten schreiben, und bei der Entwicklung von Konzepten, das Schreiben in der Lehre so einzusetzen, dass Studierende sich dabei im weitesten Sinne fachlich weiterentwickeln können. Die Gründung von Schreibzentren im deutschsprachigen Raum erfolgte nach dem Beispiel der Writing Center im angelsächsischen, insbesondere im US-amerikanischen Kontext, die eine wesentlich längere Tradition haben.

Die institutionelle Verortung der Schreibzentren an den Hochschulen ist sehr unterschiedlich. Schreibzentren können der germanistischen oder philosophischen Fakultät, einer hochschuldidaktischen Einrichtung, der Studienberatung, einem Dezernat oder auch einer psychologischen Beratungseinrichtung zugeordnet sein. Manche Hochschulen haben keine eigene Einrichtung zum wissenschaftlichen Schreiben, sondern bieten Veranstaltungen zum Schreiben an, die oftmals als Schreibwerkstatt bezeichnet werden. Die erste Einrichtung zum wissenschaftlichen Schreiben an einer deutschen Hochschule ist das 1993 an der Universität Bielefeld gegründete Bielefelder Schreiblabor.

Die Schreibzentren an deutschen Universitäten werden immer zahlreicher. Im Jahr 1997 wurden das Schreibzentrum der Ruhr-Universität-Bochum und die Schreibwerkstatt der Universität Duisburg-Essen gegründet. 2001 erfolgte an der PH Freiburg die Etablierung des ersten Schreibzentrums für die Lehrer/innenausbildung. 2003 folgte die Gründung des Schreibzentrums an der Universität Köln. In den Jahren 2006, 2007 und 2008 wurden das internationale Schreibzentrum an der Universität Göttingen, das Schreibzentrum an der Europa-Universität Viadrina und das "Kompetenzzentrum Schreiben" der Universität Paderborn gegründet. Weitere Schreibzentren sind angesiedelt an der der Universität Hildesheim und der TU Darmstadt. Im Zuge der seit 2011 verstärkten finanziellen Förderung der Qualität von Studium und Lehre durch Bund und Länder ("Qualitätspakt Lehre") investieren weitere Universitäten in die Gründung von Schreibzentren.

Auf europäischer Ebene vertritt die European Writing Centers Association (EWCA) die Belange von Schreibzentren. Die EWCA ist eine regionale Organisation der International Writing Centers Association (IWCA) und veranstaltet alle zwei Jahre Konferenzen in verschiedenen europäischen Ländern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eva Keller: Orte der Einkehr, in: Deutsche Universitätszeitung vom 22. Februar 2013
  • DeShaw, Dana; Mullin, Joan; DeCiccio, Albert C. (2000): Twenty Years of Writing Center Journal Scholarship: An Annotated Bibliography, in: The Writing Center Journal, 20 / 2, S. 39-72.
  • Grieshammer, Ella et al. (2012): Zukunftsmodell Schreibberatung. Eine Anleitung zur Begleitung von Schreibenden im Studium. Baltmannsweiler.
  • Kinkead, Joyce A.; Harris, Jeanette (1993): Writing centers in context. Twelve case studies. Urbana, Ill.
  • Murphy, Christina; Law, Joe (1995): Landmark Essays on Writing Centers, in: Davis, CA.
  • Murphy, Christina (1996): Writing Centers. In: Heilker, Paul; Vandenberg, Peter (Hrsg.) Keywords in Composition Studies, Portsmouth, 240-243.
  • Nelson, Jane; Evertz, Kathy (2001): The politics of writing centers. Portsmouth, NH.
  • North, Stephen M. (1995 (1984)): The Idea of a Writing Center. In: Murphy, Christina; Law, Joe (Hrsg.) Landmark Essays on Writing Centers, Davis, CA, 71-86.