Schreiersgrün

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schreiersgrün ist ein ehemaliges Waldhufendorf im Vogtlandkreis in Südwestsachsen. Politisch gehört es seit der Gemeindegebietsreform 1994 als Ortsteil zur Stadt Treuen. In Schreiersgrün leben seit der Einbeziehung eines etwa 15 Hektar großen Wohngebietes etwa 1000 Einwohner. Der Ort liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 588 m über NN.

Geschichte[Bearbeiten]

Geschichtlich wurde Schreiersgrün erstmals 1413 in einer Belehnungsurkunde des Beczold von Mylau erwähnt.[1] Der Ort gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Plauen.[2]

Als Einnahmequellen der Bevölkerung diente die Landwirtschaft, die Tätigkeiten in nahegelegenen Steinbrüchen (Granit und Schiefer) und die Stickerei im ortsansässigen Betrieb und in Heimarbeit. Um 1900 arbeiten im Ort 200 Steinmetze.

Schreiersgrün wurde 1972 dem Gemeindeverband Treuener Land unter Wahrung der Selbstständigkeit angegliedert. Am 1. Januar 1994 wurde der Ort nach Treuen eingemeindet[3].

Infrastruktur[Bearbeiten]

Zum Ort gehören die Ortsteile Kuxenberg und Fronberg. Schreiersgrün besaß bis 2007 eine Grundschule. Das imposante Schulgebäude liegt in der Ortsmitte und prägt das Ortsbild. Es wurde 1907 erbaut. Auf der Weltausstellung in Brüssel wurde die Architektur als Beste Landschule ausgezeichnet.[4]. Der Vogtlandwanderweg führt durch den Ort.

Kultur und Sport[Bearbeiten]

In Schreiersgrün existieren einige Kultur- und Sportvereine:

  • Schreiersgrüner Dorfverein e. V.
  • Seniorenclub Schreiersgrün
  • Sportverein Fronberg Schreiersgrün e. V.
  • Kuxenberg e. V.

Das jährliche Dorf- und Heimatfest findet Mitte Juni statt, der Weihnachtsmarkt in der zweiten Dezemberwoche.

SV Fronberg Schreiersgrün e. V.[Bearbeiten]

Sport in Schreiersgrün hat eine mehr als hundertjährige Tradition. Es existieren Zeitdokumente von Turnriegen um 1901. Zurzeit hat der Sportverein Fronberg Schreiersgrün e. V. etwa 300 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball und Gymnastik. Die Abteilungen Fußball und Tischtennis spielen im Wettspielbetrieb mit mehreren Mannschaften auf Bezirks- und Kreisebene. Die Volleyballer nehmen an Freizeitturnieren teil.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lothar Trampau: Urkundliche Ersterwähnung des Dorfes Schreiersgrün im Vogtland. in: Sächsische Heimatblätter 54(2009)1, S. 52
  2. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  3. http://www.schreiersgruener-dorfverein.de/chronik/
  4. Foto der Schule. Archiviert vom Original am 29. September 2007, abgerufen am 11. Mai 2007.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

50.52472222222212.33Koordinaten: 50° 31′ N, 12° 20′ O