Schriftlinie

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO 23:39, 9. Nov. 2012 (CET)
Typografische Begriffe

Die Schriftlinie (auch Grundlinie) ist die Standlinie der Versalien und Kleinbuchstaben. Der Raum über der Schrift- oder Standlinie ist für Mittelhöhen, Oberlängen und Akzente, der Raum darunter für die Unterlängen vorgesehen. In einigen Ländern gibt es dafür verpflichtende Festlegungen oder Standards für die Schriftlinie. Bei vielen Schriftgießereien jedoch wird das x genau in die Mitte des Kegels gestellt, so dass für Ober- und Unterlängen derselbe Raum bleibt.

Nach diesem Prinzip werden beispielsweise alle Schriften der Monotype Corporation hergestellt. In Deutschland gilt die sogenannte Normalschriftlinie, die für jeden Grad eine andere Relation der Unterlängen zu den Mittelhöhen und Oberlängen vorsieht. Der Unterlänge bleibt ein Raum von 20 bis 27 Prozent des Kegels bei den verschiedenen Schriftgraden, und bei der Schriftenherstellung müssen deshalb die Unterlängen mehrfach geändert werden. Ein weiterer Nachteil der Normalschriftlinie besteht darin, dass bei einigen Graden den Unterlängen zu wenig Raum bleibt und besonders der untere Schwung des g eingezwängt und verkümmert wirkt. Der Fotosatz verlangt identische Relationen bei allen Schriftgraden, weil hier für alle oder mehrere Grade dasselbe Negativ benutzt wird, jedenfalls muss vor Beginn der Zeichnung die Schriftlinie genau festgelegt werden.

Es ist gut, wenn bei der Zeichnung ein genügend großer Raum für die Akzente über den Versalien eingeplant wird. Bei der Betrachtung einiger älterer Schriften kann man feststellen, dass die Akzente später notdürftig aufgesetzt wurden. Für die Lesbarkeit einiger Sprachen (z. B. Französisch, Tschechisch, Ungarisch, Polnisch) sind die Akzente jedoch von großer Bedeutung. Aus Erfahrung sollte man den Akzenten etwa acht Prozent der Höhe des Gesamtkegels einräumen. Da dieses Problem nur bei den Großbuchstaben auftritt, kann man die Oberlängen der Kleinbuchstaben größer halten als die Grundform der Großbuchstaben; man kann also die Oberlängen des b, d, f, h, k,1 und ß in den für die Akzente der Großbuchstaben vorgesehenen Raum hineinragen lassen.

Siehe auch[Bearbeiten]