Schrozberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Schwäbisch Hall | |
| Höhe: | 455 m ü. NN | |
| Fläche: | 105,21 km² | |
| Einwohner: |
5.889 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 56 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 74575 | |
| Vorwahl: | 07935 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHA | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 27 075 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Krailshausener Straße 15 74575 Schrozberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klemens Izsak | |
| Lage der Stadt Schrozberg im Landkreis Schwäbisch Hall | ||
Schrozberg ist eine kleine Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Schrozberg liegt auf der Hohenloher Ebene am Oberlauf des Vorbachs und ist der nördlichste Ort des Landkreises Schwäbisch Hall.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Stadt grenzt im Westen an Mulfingen im Hohenlohekreis, im Norden an die Städte Niederstetten und Creglingen im Main-Tauber-Kreis, im Osten an die bayerische Stadt Rothenburg ob der Tauber im Landkreis Ansbach und im Süden an Blaufelden.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt Schrozberg besteht aus sieben ehemals selbstständigen Gemeinden, heute Stadtteilen, und umfasst neben der Kernstadt Schrozberg 53 Dörfer, Weiler, Höfe und Einzelhäuser. Darüber hinaus gibt es im Gemeindegebiet von Schrozberg einige Wüstungen, das heißt heute nicht mehr bestehende Siedlungen.[2]
Die Stadtteile und ihre Siedlungen:
[Bearbeiten] Bartenstein
- die ehemalige Kleinstadt Bartenstein mit Schloss
- der Weiler Klopfhof
- das Gehöft Wengertshof
- die Wüstung Maisenwinkel
[Bearbeiten] Ettenhausen
- das Dorf Ettenhausen,
- die Weiler Ganertshausen, Hirschbronn, Mäusberg und Wittmersklingen
- die Wohnplätze Mittelmühle und Walkersmühle
- die Wüstung Höfleinswiesen
[Bearbeiten] Leuzendorf
- das Dorf Leuzendorf
- die Weiler Bossendorf, Funkstatt, Gemmhagen, Hechelein, Kleinbärenweiler, Spindelbach, Standorf, Windisch-Bockenfeld und Wolfskreut
[Bearbeiten] Riedbach
- das Dorf Riedbach
- die Weiler Eichholz, Eichwiesen, Gütbach, Heuchlingen, Hornungshof und Reichertswiesen
- die Wohnplätze Fallhaus und Zollhaus
- die Wüstungen Burg Altbartenstein, Burg Eichholz, Leopoldsweiler und Speckhartshof
[Bearbeiten] Schmalfelden
- das Dorf Schmalfelden
- die Weiler Großbärenweiler, Lindlein und Speckheim
- die Wüstungen Deutenhofen, Flinshof, Konnenweiler, Ringertsweiler und Ruthmannsrot
[Bearbeiten] Schrozberg
- die Stadt Schrozberg
- die Weiler Kälberbach, Könbronn, Krailshausen, Kreuzfeld, Reupoldsrot, Sigisweiler und Zell
- die Wohnplätze Berghaus, Obere Mühle und Schrozberg im Tal
- die Wüstungen Murrental, Ölmüschel, Steinrugel und Untere Mühle
[Bearbeiten] Spielbach
- das Dorf Spielbach
- die Weiler Böhmweiler, Bovenzenweiler (Bonifaziusweiler), Enzenweiler, Heiligenbronn, Hummertsweiler, Obereichenrot und Untereichenrot
- die Höfe Keitelhof und Schöngras.
- die Wüstungen Molkenbiegel und Seehöfle (Fischhaus)
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort Schrozberg wurde erstmals 1249 urkundlich erwähnt. Bartenstein war seit 1686 Residenzstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein. Die heutige Stadt Schrozberg entstand im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg durch mehrere Eingemeindungen. Am 1. Januar 1972 wurden zunächst Riedbach und Schmalfelden eingemeindet, am 1. April 1972 folgte Spielbach. Am 1. Januar 1973 wurde dann neben Leuzendorf auch die Stadt Bartenstein eingemeindet, woraufhin die Gemeinde Schrozberg selbst zur Stadt erhoben wurde. Am 1. Januar 1974 erfolgte noch die Eingemeindung von Ettenhausen.
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Der Weiler Windisch-Bockenfeld gehört mit seinem Namenszusatz Windisch zu den westlichste Orten, deren Name auf eine frühmittelalterliche slawische Besiedelung hindeutet. Auch der Name von Böhmweiler (4 km nördlich und etwas östlich) lässt eine slawische Vergangenheit vermuten.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:[3]
- FWV 39,9 % (− 3,3) – 12 Sitze
- CDU 31,3 % (− 0,2) – 9 Sitze
- Wahlgemeinschaft für Jedermann 16,1 % (+ 0,7) – 4 Sitze
- SPD 12,6 % (+ 2,7) – 3 Sitze
[Bearbeiten] Bürgermeister
- Georg Philipp Ernst Wolf (geb. am 8. April 1798) vom Dezember 1835 bis 2. Mai 1867
- Johann Paul Dallinger (geb. am 28. Juni 1883, verst. am 9. April 1900) vom 2. Mai 1867 bis 9. April 1900
- Friedrich Scheuermann (geb. am 28. März 1866) vom 26. Mai 1900 bis 15. August 1917
- Friedrich Gottert (geb. am 19. Februar 1882) vom 15. Dezember 1917 bis 31. Dezember 1927
- Wilhelm Hirschburger (geb. am 27. Oktober 1901) vom 2. Januar 1928 bis 1945
- Max Kunert (geb. am 3. September 1905, verst. am 5. Februar 1946) von 1945 bis 5. Februar 1946
- Rudolf Neu (geb. am 9. Mai 1921, verst. am 27. September 2011) von 30. März 1946 bis 21. Februar 1986
- Klemens Izsak seit März 1986 bis heute
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: In Gold über einem grünen Berg eine blaue Kornblume.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Im Hauptort selbst ist das über mehrere Jahrhunderte entstandene Schloss Schrozberg sehenswert. Die evangelische Kirche wurde in den Jahren 1614 bis 1618 erbaut und verfügt über eine denkmalgeschützte, 1962 von Helmut Bornefeld entworfene Orgel.
Am Ortsrand befinden sich Reste der ehemaligen Schrozburg.
Der Teilort Bartenstein ist in Deutschland ein einmaliges Beispiel einer geplanten, rein barocken Kleinresidenz, bestehend aus der historischen Stadtanlage mit dem Schloss der Fürsten zu Hohenlohe-Bartenstein.
Bei dem Stadtteil Riedbach befinden sich auf einem Bergsporn noch geringe Reste der mittelalterlichen Burg Alt-Bartenstein und an der Riedbacher Straße Reste der Burg Riedbach.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Zu erwähnen ist das alljährlich im Juli stattfindende traditionelle Jacobifest.
- Rund um das Schloss findet immer am dritten Adventswochenende der Weihnachtsmarkt statt.
- Die Schrozberger Bluesnacht ist seit 1990 eine Musikveranstaltung im Schlosshof in Schrozberg. Sie findet ab 1998 alle zwei Jahre im Juni/Juli statt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Schrozberg ist über die Bundesstraße 290 (Tauberbischofsheim–Westhausen) und mehrere Landes- und Kreisstraßen an das Straßennetz angebunden. Außerdem liegt die Stadt an der eingleisigen Taubertalbahn von Crailsheim nach Wertheim. Bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge auf dieser Bahnlinie nahe Schrozberg wurden am 11. Juni 2003 sechs Menschen getötet, 25 weitere verletzt.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
In Schrozberg ist das Automobil-Zulieferunternehmen Ruia Global Fasteners (vormals Acument) mit einem Produktionsstandort vertreten. Dort werden hauptsächlich Muttern für den Kraftfahrzeugbereich hergestellt.
Die in Schrozberg ansässige Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG stellt aus Biomilch in Demeterqualität eine große Anzahl an Milchprodukten her.
[Bearbeiten] Bildung
Es besteht die Grund-, Haupt- und Realschule mit Werkrealschule Schrozberg mit etwa 670 Schülern.
Die Bildungsinitiative des Landkreises Schwäbisch Hall sha-z ist mit einer Akademie in Schrozberg vertreten. Es werden Seminare für die berufliche und private Weiterbildung für Einzelpersonen und Gruppen angeboten.
In der Stadtbücherei können neben Büchern auch Zeitschriften, Hörbücher, DVDs und CDs ausgeliehen werden.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- August Bomhard (1787–1869), geboren in Schmalfelden, Dekan in Augsburg, berühmter Prediger der Erlanger Theologie
- Johannes zu Hohenlohe-Bartenstein (1863–1921), geboren auf Schloss Bartenstein, Oberhaupt des Hauses Hohenlohe-Bartenstein, württembergischer Standesherr
- Paul Wolf (1879–1957), Stadtbaurat in Hannover und Dresden
- Fritz Hayn (1885–1968), Chorleiter und ab 1923 Organist am Ulmer Münster
- Baurat Hermann Kellermann, Präsident des Technischen Landesamts Württemberg von 1950 bis 1952
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- Hermann Kellermann
- Rudolf Neu
[Bearbeiten] Vereine
Die Freiwillige Feuerwehr Schrozberg besteht aus den sieben Abteilungen Schrozberg, Bartenstein, Ettenhausen, Leuzendorf, Riedbach, Schmalfelden und Spielbach. Rund 130 Feuerwehrleute sind in den Abteilungen aktiv.
[Bearbeiten] Sonstiges
Auf der Gemarkung der Gemeinde befindet sich das Fuchslabyrinth, die viertlängste Höhle Deutschlands.[4]
Von Juli 1947 bis 1953 befand sich die "Württembergische Landwirtschaftliche Genossenschaftsschule" in Schrozberg. Sie war der Vorläufer der heutigen "Geno-Akademie" (Bildungszentrum des Württembergischen Genossenschaftsverbands) in Stuttgart-Hohenheim. Die Schule wurde auf Initiative des damaligen Verbandspräsidenten Eugen Grimminger eröffnet.
[Bearbeiten] Literatur
- 750 Jahre Schrozberg. Stadt Schrozberg, Schrozberg 1999, ISBN 3-00-004713-1 (Veröffentlichungen zur Ortsgeschichte und Heimatkunde in Württembergisch Franken. Band 15).
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Schrozberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Geschichtlicher Abriss der Gemeinde Schrozberg zum Kriegsende 1945 (Quellenarbeit/Zeitzeugenberichte) (PDF-Datei; 853 kB)
-
Wikisource: Ettenhausen in der Beschreibung des Oberamts Künzelsau von 1883 – Quellen und Volltexte
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 524–532
- ↑ www.statistik.baden-wuerttemberg.de.
- ↑ Statistik der Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V.
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