Schubfluss

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Der Schubfluss T(s) ist im Bauwesen, der Technischen Mechanik und der Festigkeitslehre der Verlauf der Schubkräfte aus Querkräften im Querschnitt eines Bauteils. Er hat die Maßeinheit N/m (Newton pro Meter), d. h. Kraft pro Länge.

Die resultierende Summe der Schubflüsse ergibt in Größe und Richtung den Vektor der Querkräfte Q:

\int_s T(s) \cdot \mathrm{d}s = \vec Q

mit der Laufkoordinate s, die auf die Schwerelinie der Querschnittsfläche bezogen ist.

Dünnwandige Bauteile[Bearbeiten]

Bei dünnwandigen Bauteilen (Profilen) kann die Schubspannungsverteilung \tau(s) und somit auch der Schubfluss als konstant über die Bauteildicke t angenommen werden:

\begin{alignat}{2}
            t    & \ll s_\mathrm{max}\\
\Rightarrow \tau & =   \tau(s)                    && \neq \tau(t)\\
\Rightarrow T    & =   T(s) = \tau (s) \cdot t(s) && \neq T(t)
\end{alignat}

In diesem Fall verläuft der Schubfluss parallel zum Bauteilrand.

Der Schubfluss an der Profilmittellinie ist:

\begin{align}
                T_0    & = \tau_0 \cdot t_0\\
\Leftrightarrow T(s=0) & = \tau (s=0) \cdot t (s=0)
\end{align}

Außerdem gilt:

T(s) = T_0 - Q \cdot \frac{S(y)}{I}

mit:

In einem dünnwandigen geschlossenen Querschnitt, der auf Torsion beansprucht wird, ist der Schubfluss konstant. Dieser kann mit der 1. Bredtschen Formel aus dem Torsionsmoment berechnet werden.