Schuffel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schuffel zum Unkrautjäten.

Die Schuffel ist ein Gartenwerkzeug zum Unkrautjäten in Beeten und auf Wegen. Das flache Hackenblatt und der Stiel bilden einen Winkel von 150 Grad. Der Stiel hat eine optimale Länge, wenn er bei im Gerätewinkel aufgestellter Hacke bis zur Brust des Bedieners reicht[1]. Die Schuffel ist eine Sonderform der Hacke, welche nicht mit den typischen hackenden Bewegungen gebraucht wird, sondern durch leichten Druck während des horizontalen Hin- und Herbewegens auf dem Boden. Durch das ziehende und schiebende Hacken wird die oberste Bodenschicht gelockert, was aufgrund Unterbrechung der Kapillaren im Boden die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit stark reduziert und den Garezustand des Bodens erhält [2]. Weiter werden Unkräuter unterhalb des Vegetationspunktes von den Wurzeln abgeschnitten oder ihr Stand im Boden unterhalb der Wurzeln so gelockert, dass sie entweder verdorren oder leicht aufgesammelt oder -geharkt werden können.

Das Blatt der Schuffel kann, wie im Bild dargestellt, winklig, aber auch gerade ausgeführt sein. Eine Befestigung direkt am Stiel ist ebenso gebräuchlich, wie an einem Bügel, der die Tülle für den Stiel aufweist.

Die Schuffel ist auch im landwirtschaftlichen Hackfruchtanbau ein wichtiges Handwerkzeug, wenn keine Herbizide zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden sollen, da mit ihr auch zwischen den Pflanzen einer Reihe gearbeitet werden kann.

Die Schuffel ist im englischen Sprachraum weiter verbreitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Frahm, BGJ Agrarwirtschaft, 4. Auflage 1991, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, Seite 447 f.
  2. Frahm, ebenda

Weblinks[Bearbeiten]