Schuld und Sühne

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schuld und Sühne (Begriffsklärung) aufgeführt.
Raskolnikow und Marmeladow. Illustration von Michail Petrowitsch Klodt, 1874.

Schuld und Sühne (russisch Преступление и наказание), in älteren Übersetzungen auch Raskolnikow, in neueren Verbrechen und Strafe, ist der 1866 erschienene erste große Roman von Fjodor Dostojewski. Der Roman wurde, während Dostojewski laufend weitere Kapitel schrieb, als Feuilletonroman in 12 Fortsetzungen in der Monatszeitschrift Russki Westnik veröffentlicht, beginnend im Januar 1866 und endend im Dezember 1866.

Titel[Bearbeiten]

Der russische Originaltitel des Romans, Prestuplenije i nakasanie (Преступление и наказание), lässt sich nicht exakt ins Deutsche übertragen. Der geläufigste Übersetzungstitel ist Schuld und Sühne, trifft mit seiner stark moralischen Orientierung jedoch nicht die russischen Termini, die eher aus dem juristischen Sprachgebrauch stammen. Genauer ist die Übersetzung als Verbrechen und Strafe, die aber wiederum den durchaus vorhandenen ethischen Gehalt der russischen Begriffe nicht ganz erfasst. Dieser Titel wurde nach Alexander Eliasberg 1921 unter anderem von Swetlana Geier in ihrer viel beachteten Neuübersetzung von 1994 verwendet, als mögliche Alternativen nennt Geier die Worte Übertretung und Zurechtweisung. In anderen Sprachen wie dem Englischen, Französischen und Polnischen wurde dagegen der Titel Verbrechen und Strafe schon immer bevorzugt verwendet (Crime and punishment, Crime et châtiment bzw. Zbrodnia i kara). Der Roman wurde im Deutschen teilweise auch unter dem Namen seiner Hauptfigur, Rodion Raskolnikow, herausgegeben.

Handlung[Bearbeiten]

Raskolnikow-Haus in St. Petersburg

Haupthandlung[Bearbeiten]

Schauplatz des Romans ist Sankt Petersburg um 1860. Protagonist ist der bitterarme, aber überdurchschnittlich begabte, ehemalige Jura-Student Rodion Romanowitsch Raskolnikow. Die Mischung aus Armut und Überlegenheitsdünkel spaltet ihn zunehmend von der Gesellschaft ab. Unter dem Eindruck eines von ihm zufällig belauschten Wirtshausgesprächs entwickelt er die Idee eines „erlaubten Mordes“, die seine Theorie „von den ‚außergewöhnlichen‘ Menschen, die im Sinne des allgemein-menschlichen Fortschritts natürliche Vorrechte genießen“, zu untermauern scheint. Er selbst, jung und talentiert, doch mit Armut geschlagen, sieht sich als solchermaßen Privilegierten, der auch in der Situation eines „erlaubten Verbrechens“ Ruhe und Übersicht zu wahren weiß.

Diesem Selbstanspruch stehen die bedrückenden, beengten äußeren Umstände entgegen. Raskolnikows Kleidung ist zerlumpt und er haust in einem Zimmer von sargähnlicher Enge. Die prekäre finanzielle Situation zwingt ihn, sich an jene alte wucherische Pfandleiherin zu wenden, der sein Mordplan längst gilt. Diese ist für ihn nur eine geizige und herzlose Alte, die allein dafür lebt, ein immer größeres Vermögen zusammenzuraffen, um es für ihr Seelenheil zu verwenden – das Vermögen soll nach ihrem Tod der Kirche zufallen. Für Raskolnikow ist sie der Inbegriff einer „Laus“, einer wertlosen Person, über deren Leben die wirklich großen Menschen hinweggehen dürfen.

Dieser Weltanschauung verhaftet, verfestigt sich in Raskolnikow die Vorstellung des Mordes an der Pfandleiherin immer mehr, bis er schließlich, veranlasst durch einen Brief seiner Mutter über das ungerechte Los seiner Schwester, zu dem zwanghaften Entschluss kommt, tätig zu werden. Später kaschiert er seine inneren Widerstände, welche ihn während der gesamten Ausführung begleiten, durch ideologische Motive. So berichtet er Sofja Semjonowna Marmeladowa, genannt Sonja, einem jungen Mädchen, welches sich auf Grund von Geldnöten ihrer Familie prostituiert: „Ich wollte damals erfahren, so schnell wie möglich erfahren, ob ich eine Laus bin, wie alle, oder ein Mensch.“ „Ein Mensch“ bedeutet hier für ihn: Ein großer Mensch, ein Napoleon, den er als Beispiel einer solchen „erlaubten“ Rücksichtslosigkeit anführt.

Er besucht die Alte unter einem Vorwand und erschlägt sie mit einem Beil. Ihrer zufällig erscheinenden Schwester, einer geistig zurückgebliebenen, Unschuld symbolisierenden Person, spaltet er mit dem Beil den Schädel. Nur mit großem Glück kann er unentdeckt entkommen. Seine nervliche Anspannung erlaubt ihm auch nicht, sich des Geldes der Alten zu bemächtigen. Er ist seinen eigenen Ansprüchen, wie er feststellen muss, nicht gewachsen. So fällt er nach vollzogener Tat in einen mehrtägigen fiebrigen Dämmerzustand, er ist nicht der Mensch ohne Gewissen, der er zu sein glaubte. Außerdem hat ihn die Mordtat verändert: Wenngleich Raskolnikow mit seinem Verbrechen unentdeckt geblieben ist, empfindet er als Doppelmörder die gesellschaftliche Abspaltung innerlich nun umso schmerzhafter.

Nach dem Mord findet er keine Ruhe mehr, selbst seine eigene Mutter verwirft er. So dauert es nicht lange, bis er vom Ermittlungsrichter Porfirij als Schuldiger erkannt wird, obwohl dieser Raskolnikows Täterschaft nicht zu beweisen vermag. Beiden, dem Täter wie dem Ermittler, ist dies bewusst, auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird. Stattdessen steigert sich das intellektuelle Gefecht zwischen den Widersachern zu einem subtilen psychologischen Spiel, welches Raskolnikow, wiewohl er nach dem äußerlichen Stand der Untersuchungen beruhigt sein könnte, immer mehr in die Enge treibt. Die gläubige Sofja Semjonowna, welche er kennen und später auch lieben lernt, rät ihm schließlich, sich zu stellen, um für seine Sünden zu „bezahlen“. Raskolnikow, der selbst schon etliche Male den Gang zur Polizei erwogen und wieder verworfen hat, stellt sich tatsächlich.

Im Epilog wird die achtjährige Haft Raskolnikows in einem sibirischen Arbeitslager als geradezu physiologische, langwierige, auf der intensiven Erfahrung der Zeit beruhende Befreiung von der Vergangenheit in Petersburg entworfen. Am Ende des Romans entdeckt er seine Liebe zur (mitgereisten) Sofja, was in der Erzählung mit Auferstehungsmetaphern einhergeht. Auf die vieldiskutierte Frage, ob Raskolnikow am Ende zum christlichen Glauben findet, gibt der Roman jedoch keine eindeutige Antwort. Im letzten Absatz wird eine mögliche Fortsetzung der Geschichte angedeutet, die Dostojewski allerdings nie verfasst hat.

Nebenhandlungen[Bearbeiten]

Enger als in anderen Romanen Dostojewskis sind Haupt und Nebenhandlungen personell und thematisch aufeinander bezogen. So hat der Autor verschiedene auf Awdotja und Sonja bezogene Parallel- bzw. Kontrasthandlungen eingebaut, welche die Schuld- und Sühne-Thematik ergänzen:

Sofja (Sonja) ernährt durch Prostitution ihre Familie, weil ihr Vater Semjon Sacharowitsch Marmeladow als Alkoholiker seinen Aufgaben nicht nachkommt, mehrmals seine Anstellungen verliert, alle Wertgegenstände und sogar seine Uniform versetzt, seine zweite Frau Katerina und deren Kinder Polja, Kolja und Lida immer wieder durch seine nicht eingehaltenen Versprechungen enttäuscht, schließlich betrunken von einer Kutsche überrollt wird und an seinen Verletzungen stirbt. Raskolnikow erblickt hier eine für ihn paradigmatisch-desolate Situation des armen Volkes.

Während Raskolnikow durch Sonjas Liebe neuen Lebensmut erhält, kann seine Schwester Awdotja (Dunja) beim Gutsbesitzer Arkadij Iwanowitsch Swidrigailow diese Erlöserrolle nicht spielen. Während ihrer Beschäftigung als Gouvernante wurde sie vom in sie verliebten Hausherrn umworben, der sich von ihr die Rettung aus seinem sündigen Leben, vor allem seiner pädophilen bzw. parthenophilen Neigung erhofft. In seinen Alpträumen erscheint ihm das von ihm missbrauchte 14-jährige Mädchen, das sich nach der Tat wegen der erlittenen Schande ertränkte (6. Teil, 6. Kapitel). Als Sühne versucht er seine Neigung mit finanziellen Wohltaten zu kompensieren. So verlobt er sich nach der, wie kolportiert wird, Vergiftung seiner Frau Marfa mit einer 15-Jährigen, die ihn durch ihr Madonnengesichtchen fasziniert, nachdem er den reich bezahlten Segen der Eltern erhalten hat (6/4). Auch unterstützt er Sonja nach dem Tod Marmeladows und seiner von ihrem Unglück in den Wahnsinn getriebenen Frau Katerina und bezahlt die Unterbringung der Kinder in einem Waisenhaus. Awdotjas Zuneigung will er dadurch erreichen, dass er ihr die, durch ein belauschtes Gespräch Rodions mit Sonja erfahrene, Wahrheit über Rodions Verbrechen mitteilt und anbietet, ihm zur Flucht ins Ausland zu verhelfen, wenn sie seine Frau wird. Sie lehnt seinen Antrag ab (6/5), da sie Rodions Freund Dmitri Rasumichin liebt, und er erschießt sich in seiner Hoffnungslosigkeit (6/6). Raskolnikow sucht vor seinem Geständnis einen ähnlichen Ausweg, als er über eine Newa-Brücke geht, kann sich aber nicht zum Selbstmord entschließen und folgt Sofjas Rat (6/7).

Sofja und Dunja sind nicht nur durch Rodion miteinander verbunden, sondern durch eine zweite Person: Der Advokat Pjotr Petrowitsch Lushin verlobt sich durch Marfa Swidrigailowas Vermittlung – sie will damit eine Rivalin in einer Ehe unterbringen - mit Dunja, die als armes Mädchen von ihm abhängig sein wird und deren Dankbarkeit er als Grundlage seiner Ehe erwartet. Als sie sich, auch auf den Rat ihres, den zukünftigen Schwager durchschauenden Bruders hin, von ihm trennt, will er ihr die moralische Verkommenheit ihres Bruders beweisen, da er trotz eigener finanzieller Probleme Sofjas entwurzelter Familie hilft und deren sozial geächtete Tochter wegen ihrer Aufopferung für ihre Verwandten verehrt. Lushin lockt Sofja in eine Falle und beschuldigt sie des Diebstahls. Sein Komplott scheitert jedoch durch die Aussage des Zeugen Andrei Lebesjätnikow (5/3). Der bei dieser Entlarvung anwesende Raskolnikow sieht sich in seiner Kritik an einer unmoralischen, ungerechten Gesellschaft bestätigt, von der er seine Tat unterschieden wissen will und die deshalb nicht berechtigt ist, über ihn zu richten. Solche Erfahrungen sind ein wesentlicher Grund dafür, warum sich der Protagonist lange weigert, sich der Justiz zu stellen.

Interpretation[Bearbeiten]

Raskolnikows Ideologie[Bearbeiten]

Raskolnikow ist anfangs eine „quasi-ideologische“ Figur, weil er seine Ideen und Vorstellungen von Sein und Welt über die Wirklichkeit selbst stellt. Vom eigenen Genie überzeugt, veröffentlicht er in einer Literaturzeitschrift einen Artikel, in dem er den außergewöhnlichen Menschen Rechte über die gewöhnlichen Menschen einräumt. Seine These gipfelt in der Behauptung, außergewöhnliche Menschen hätten das Recht und die moralische Pflicht, die gewöhnlichen Menschen zu ihren höheren Zwecken zu gebrauchen.

Raskolnikow verwirft die Welt, da sie ihm unvollkommen erscheint. Erst durch sein eigenes ideelles Scheitern aufgrund seines Gewissenskonfliktes wird er schließlich fähig, mit Hilfe von Sonja einen unvoreingenommeneren Blick auf die Wirklichkeit zu werfen und sie als das zu entdecken, was sie laut Dostojewski ist: komplexer, humaner – von Raskolnikow abgesehen – und damit reicher als seine Ideale.

Autobiografische Reminiszenzen[Bearbeiten]

Dostojewski stand in den 1840er-Jahren zunächst atheistischen, sozialrevolutionären Ideen und Kreisen nahe. Dafür verhaftet und zum Tode verurteilt, kam er in ein sibirisches Gefangenenlager und musste dann den Militärdienst ableisten. In diesem Gefangenenlager kam Dostojewski in den Besitz eines Neuen Testaments, welches er nun aufmerksam studierte. Nach seiner Gefangenschaft vollzog sich der Wandel vom atheistisch zweifelnden Revolutionär zum Christen. Raskolnikows Wandlung ist das Abbild dieser Wandlung Dostojewskis.

Die Figuren Marmeladow und dessen Frau Katerina Iwanowna tragen Züge von Dostojewskis erster Ehefrau Marija Dmitrijewna Dostojewskaja und ihres ersten Ehemannes Alexander Iwanowitsch Issajew.[1]

Bedeutung der Namen[Bearbeiten]

Wie auch in anderen Romanen Dostojewskis tragen die Wurzeln der im Roman benutzten Namen oft eine sprechende Bedeutung:

  • Raskolnikow von расколоть = zerspalten, knacken
  • Semjon Sacharowitsch Marmeladow von Marmelade und сахар = Zucker
  • Luschin von лужа = Pfütze
  • Rasumichin von разум = Verstand
  • Lebesjatnikow von лебезить = scharwenzeln
  • Kapernaumow: Schneider, bei dem Sofja Semjonowna wohnt; bezieht sich auf die Glaubensstärke des Hauptmann von Kapernaum

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Dostojewski begann die Arbeit an Schuld und Sühne im Spätsommer 1865 während eines Auslandsaufenthalts, als er sich aufgrund seiner Spielsucht in einer prekären finanziellen Situation befand. Vor dieser Auslandsreise hatte er mit seinem Verleger einen Vertrag abgeschlossen, der diesem gegen einen Vorschuss von 3000 Rubeln die Exklusivrechte an einer dreibändigen Werkausgabe zusicherte und Dostojewski darüber hinaus verpflichtete, bis zum 1. November 1866 einen neuen Roman vorzulegen. Hätte Dostojewski diese Frist nicht eingehalten, wäre sein Verleger berechtigt gewesen, alle Werke der kommenden neun Jahre ohne Zahlung eines Honorars zu veröffentlichen. Da die Fertigstellung von Schuld und Sühne während dieser Zeit nicht gelang, unterbrach Dostojewski die Arbeit am Roman zwischenzeitlich, um den kürzeren Roman Der Spieler einzuschieben, den er innerhalb von 26 Tagen fertigstellte. Nach dieser Unterbrechung wandte er sich wieder Schuld und Sühne zu, den er Ende 1866 fertigstellte.[2]

Die ersten Skizzen zu Schuld und Sühne stammen aus dem September 1865 und unterscheiden sich in einigen Punkten wesentlich von der Endfassung. So bediente sich Dostojewski anfangs Raskolnikows als Ich-Erzähler, erst später wechselte er zu einer Erzählperspektive in der dritten Person. Die gesamte Figurengruppe um Sofja und Marmeladows Familie tritt noch nicht auf, ebenso die Figuren Swidrigajlow und Porfirij und damit das „psychologische Duell“ zwischen Raskolnikow und dem Untersuchungsrichter. In der ursprünglichen Form des Manuskripts stellt sich der Mörder allein deshalb, weil er dem psychischen Druck nicht standhält; Beweise gegen ihn liegen nicht vor. Auch Raskolnikows Motive für den Mord änderten sich im Laufe der Arbeit am Manuskript: in der Anfangsfassung geht es ihm allein darum, Geld zu erbeuten, um seine Familie zu unterstützen, während der Zusammenhang mit politischen Ideen erst im weiteren Verlauf von Dostojewskis Arbeit auftritt. Dadurch resultierende Inkonsequenzen in der Erklärung von Raskolnikows Motiven lassen sich noch in der veröffentlichten Endfassung finden.[3]

Musikalische Bearbeitungen und Dramatisierungen[Bearbeiten]

Leo Birinski hat die Tragödie Raskolnikoff nach Dostojewskis Roman ungefähr im Jahre 1910 geschrieben. Gedruckt: ungefähr 1912 vom Drei Masken-Verlag in München. Uraufführung: 9. April 1913 im Fürstlichen Hoftheater Gera. Weitere deutschsprachigen Aufführungen: Residenz-Theater Berlin (18. Oktober 1917), Wiener Kammerspiele (7. Dezember 1917). Übersetzungen: Kroatisch (1916, Osijek), Slowenisch (1922, Maribor), Tschechisch (2007, Praha).

Emil Nikolaus von Reznicek ließ sich 1925 und 1930 von dem Roman zur Komposition zweier Raskolnikoff-Ouvertüren anregen.

1926 wurde die von Arrigo Pedrollo komponierte und von G. Forzano betextete Oper Delitto e castigo uraufgeführt.

Giovacchino Forzano hat ein musikalisches Drama nach Dostojewskis Roman geschrieben, das 1929 von Walter Dahms ins Deutsche übersetzt wurde. Die Musik stammt von Arrigo Pedrollo.

Eine Oper Raskolnikoff wurde 1948 von Peter Sutermeister geschrieben. Die Musik stammt von seinem Bruder, Heinrich Sutermeister.

In den Jahren 1955 - 1956 vertonte Giselher Klebe Dostojewskis Schilderung des ersten Traums Raskolnikows für Sopran, Solo-Klarinette und Orchester. Die Komposition wurde 1956 mit dem Titel "Raskolnikows Traum" bei den Ferienkursen für Neu Musik in Darmstadt uraufgeführt.

1962 produzierte und sendete der Bayrische Rundfunk in Koproduktion mit Hessischem Rundfunk und Südwestfunk die Hörspielbearbeitung von Leopold Ahlsen mit Oskar Werner als Raskolnikov unter der Regie von Hermann Wenninger.

Bernard-Marie Koltès hat 1971 ein Stück nach den Motiven um den Protagonisten des Romans geschaffen, Procès ivre, das im selben Jahre in Straßburg am Théatre du Quai unter Koltès uraufgeführt wurde.

Frank Castorf dramatisierte den Roman 2005 an der Volksbühne Berlin.

Für die Salzburger Festspiele 2008 inszenierte Andrea Breth[4] am Salzburger Landestheater eine vierstündige Theaterfassung unter dem Titel „Verbrechen und Strafe“ mit Jens Harzer in der Rolle des Raskolnikov (Uraufführung 26. Juli 2008).

Verfilmungen[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Übersetzungen ins Deutsche[Bearbeiten]

Die Titel der jeweiligen Übersetzungen beziehen sich auf die Erstausgabe. Spätere Ausgaben der gleichen Übersetzung wurden teilweise unterschiedlich betitelt.

  • Wilhelm Henckel als Raskolnikow, nach der 4. russ. Aufl., 1. dt. Aufl., 3 Bde., Leipzig: Wilhelm Friedrich, 1882
  • Wilhelm Henckel als Raskolnikow, nach der 5. russ. Aufl., 2. dt. Aufl. Leipzig: Friedrich, 1887 dazu eine Rez. von 1887 [1]
  • Hans Moser (ca. 1888) als Raskolnikow’s Schuld und Sühne
  • Paul Styczynski (ca. 1891) als Schuld und Sühne
  • E. K. Rahsin (1906) als Schuld und Sühne ISBN 3-492-04002-0
  • Adam Kotulski (ca. 1907) als Raskolnikow oder: Schuld und Sühne
  • Michael Feofanoff (ca. 1908) als Rodion Raskolnikoff
  • Hermann Röhl (1912) als Schuld und Sühne ISBN 3-15-002481-1
  • Alexander Eliasberg (1921) als Verbrechen und Strafe
  • Gregor Jarcho (1924) als Verbrechen und Strafe
  • Bernhard Dedek (1925), Übersetzung und Bearbeitung, als Raskolnikow. Schuld und Sühne
  • Werner Bergengruen (1925) als Schuld und Sühne
  • Valeria Lesowsky (ca. 1930) als Raskolnikow (Schuld und Sühne)
  • Alexander Eliasberg (1948) als Schuld und Sühne
  • Fega Frisch (1952 oder früher) als Schuld und Sühne
  • Richard Hoffmann (vor 1960) als Schuld und Sühne ISBN 3-538-06910-7
  • Benita Girgensohn (1963) als Schuld und Sühne
  • Brigitte Klaas (1980) als Schuld und Sühne ISBN 3-442-07531-9
  • Margit und Rolf Bräuer (1994) als Schuld und Sühne ISBN 978-3-7466-6102-5
  • Swetlana Geier (1994) als Verbrechen und Strafe ISBN 3-250-10174-5 und ISBN 3-596-12997-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Kenneth A. Lantz: The Dostoevsky Encyclopedia. Greenwood Press, 2004, ISBN 0-313-30384-3, S. 103‒106. (eingeschränkte Online-Version in der Google-Buchsuche)
  2. Maximillian Braun: Dostojewskij – Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit, Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen (1976), S. 105 f.
  3. Maximillian Braun: Dostojewskij – Das Gesamtwerk als Vielfalt und Einheit, Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen (1976), S. 117 ff.
  4. Andrea Breth, Fjodor Dostojewskij: Verbrechen und Strafe. Theaterfassung, Ammann-Verlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-250-10901-3.

Weblinks[Bearbeiten]