Schulen ans Netz

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Schulen ans Netz e. V.
Zweck: Förderung der Bildungsarbeit mit digitalen Medien
Vorsitz: zuletzt Maria Brosch
Gründungsdatum: 18. April 1996
Auflösungsdatum: 31. Dezember 2012
Mitgliederzahl: ehemals 8 ordentliche, 2 fördernde
Sitz: Bonn
Website: ehemals www.schulen-ans-netz.de

Schulen ans Netz e. V. war ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn. Der Verein entstand aus einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie und der Deutschen Telekom und wurde mit dem Ziel gegründet, die Schulen in Deutschland mit kostenlosem Internetzugang auszustatten. Der Geschäftsbetrieb des Vereins wurde nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 7. März 2012 zum Ende des Jahres 2012 eingestellt, da der Verein sein Gründungsziel erreicht hatte.[1]

Vereinstätigkeit[Bearbeiten]

Durch konkrete Online-Hilfen und medienpädagogische Konzepte und Angebote begleitete Schulen ans Netz e.V. den Einsatz neuer Medien im Bildungsbereich. Professionelle Internet-Dienste und Plattformen unterstützten Lehrkräfte und außerschulisch tätige Pädagoginnen und Pädagogen (im Bereich frühkindlicher Bildung und Berufsorientierung sowie der Förderung von Migranten und Migrantinnen) bei ihrer täglichen Arbeit mit Computer und Internet. Mit den Online-Angeboten, Vorträgen und Fachtagungen leistete Schulen ans Netz e.V. einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Dialog rund um das Thema neue Medien und Bildung.

Der Verein war am 18. April 1996 aus einer gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (heute Bundesministerium für Bildung und Forschung) und der Deutschen Telekom AG entstanden und wurde vom damaligen Bundesbildungsminister Jürgen Rüttgers und von Telekom-Vorstandsvorsitzendem Ron Sommer ins Leben gerufen, um die deutschen Schulen mit ausreichenden Anschlüssen zum Internet zu versorgen. Damals hatten lediglich 800 Schulen einen Zugang zum Internet. Bis Ende 2001 wurden alle rund 34.000 allgemein- und berufsbildenden Schulen in Deutschland mit einem Internetanschluss versorgt. In der Folgezeit lag der Schwerpunkt in der Durchführung von Projekten wie Informationsportalen für Lehrer und Schüler, Fortbildungsmöglichkeiten und die Integration der Neuen Medien in den Schulalltag.

Am 16. Oktober 2006 feierten die Initiatoren das 10-jährige Bestehen des Vereins auf einem offiziellen Festakt in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG in Berlin[2]. Neben Bundesbildungsministerin Annette Schavan sprach dort auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Kai-Uwe Ricke. Gefeiert wurde unter anderem die Realisierung eines Breitband-Internetzugang für damals 75% aller Schulen.

Die Deutsche Telekom gab am 1. September 2007 bekannt, dass sie sich mittelfristig aus dem Projekt zurückziehen werde. In einer Pressemitteilung des Vereins bedauerte der geschäftsführende Vorstand von Schulen ans Netz e.V. Michael Schopen den Ausstieg, sah aber auch Chancen auf neue Partnerschaften und Sponsoren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werde den Verein weiterhin unterstützen, der zudem neue Schwerpunkte setzte: Der Verein beschränkte seine Arbeit nicht mehr nur auf die schulische Bildung, sondern weitete sie auf den gesamten Lebenslauf aus, etwa durch Projekte zur frühkindlichen Bildung, zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sowie zur Migrantenförderung.[3]

Zum 15. September 2009 nahm Maria Brosch ihr Amt als geschäftsführender Vorstand bei Schulen ans Netz e.V. auf und übte diese Funktion bis zur Auflösung des Vereins aus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemeldung auf Bildungsklick.de: Mission erfüllt – Schulen ans Netz stellt Ende 2012 seine Arbeit ein Artikel vom 13. Dezember 2012; abgerufen am 23. Januar 2013
  2. Pressemitteilung des BMBF vom 16. Oktober 2006
  3. Telekom verlässt Schulen ans Netz, im General-Anzeiger, 1. September 2007; abgerufen am 2. Juli 2012