Schusspflaster (Vorderlader)

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Schusspflaster oder Kugelpflaster sind kreisrunde Baumwollstoffstücke, die beim Laden von Rundkugeln in Vorderladerwaffen verwendet werden, um einen gasdichten Abschluss in gezogenen Läufen zu ermöglichen. Zuerst wird das Pulver in den Lauf eingebracht, dann das Schusspflaster auf die Mündung gelegt und dann wird dieses mit der Bleikugel in den Lauf gestopft. Das Schusspflaster sollte 1/100 bis 1/20 des Kalibers dick sein. An der Ausprägung der Abdrücke der Züge auf dem Schusspflaster nach dem Schuss kann man viel über die Qualität der Waffe und das Zusammenspiel von Waffe, Geschoss, Ladung und Schusspflaster lernen.

Schusspflaster aus Leder oder Stoff wurden ab dem 16. Jahrhundert verwendet. Die zugehörigen Waffen wurden als Pflasterbüchsen bezeichnet. Um die Abdichtung zu verbessern, wurden die Schusspflaster oft eingefettet oder angefeuchtet, wodurch sich als positiver Nebeneffekt die Reinigung des Laufs ergab.