Schutzbach

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde in Rheinland-Pfalz. Zum deutschen Fußballspieler siehe Maik Schutzbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schutzbach
Schutzbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schutzbach hervorgehoben
50.7566666666677.9030555555556260Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Herdorf-Daaden
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 1,26 km²
Einwohner: 382 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 303 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57520
Vorwahl: 02741
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 101
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 4
57567 Daaden
Webpräsenz: www.schutzbach.de
Ortsbürgermeister: Detlef Faikus
Lage der Ortsgemeinde Schutzbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Friesenhagen Harbach (Landkreis Altenkirchen) Niederfischbach Mudersbach Brachbach Kirchen (Sieg) Herdorf Daaden Emmerzhausen Mauden Derschen Nisterberg Friedewald (Westerwald) Weitefeld Niederdreisbach Schutzbach Grünebach Alsdorf (Westerwald) Betzdorf Scheuerfeld Wallmenroth Willroth Krunkel Horhausen (Westerwald) Pleckhausen Güllesheim Obersteinebach Niedersteinebach Bürdenbach Eulenberg (Westerwald) Peterslahr Rott (Westerwald) Burglahr Oberlahr Eichen (Westerwald) Seifen (Westerwald) Seelbach (Westerwald) Flammersfeld Kescheid Reiferscheid Berzhausen Obernau (Westerwald) Walterschen Schürdt Orfgen Ziegenhain (Westerwald) Giershausen Katzwinkel (Sieg) Birken-Honigsessen Wissen (Stadt) Hövels Mittelhof Nauroth Elkenroth Rosenheim (Landkreis Altenkirchen) Kausen Dickendorf Malberg (Westerwald) Steinebach/Sieg Fensdorf Gebhardshain Elben (Westerwald) Steineroth Molzhain Selbach (Sieg) Forst (bei Wissen, Sieg) Bitzen Etzbach Roth (Landkreis Altenkirchen) Bruchertseifen Fürthen Hamm (Sieg) Seelbach bei Hamm (Sieg) Breitscheidt Pracht Birkenbeul Niederirsen Kircheib Hirz-Maulsbach Fiersbach Mehren (Westerwald) Rettersen Ersfeld Hasselbach (Westerwald) Forstmehren Kraam Werkhausen Oberirsen Weyerbusch Hemmelzen Neitersen Birnbach Ölsen Schöneberg (Westerwald) Stürzelbach Fluterschen Oberwambach Berod bei Hachenburg Gieleroth Almersbach Altenkirchen (Westerwald) Michelbach (Westerwald) Ingelbach Sörth Mammelzen Eichelhardt Idelberg Isert Helmeroth Racksen Volkerzen Hilgenroth Obererbach (Westerwald) Bachenberg Busenhausen Heupelzen Wölmersen Kettenhausen Helmenzen Nordrhein-Westfalen Landkreis Neuwied Westerwaldkreis Landkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild

Schutzbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Herdorf-Daaden an.

Geographie[Bearbeiten]

Schutzbach liegt im Tal der Daade an der Landesstraße 280 und entlang eines Seitentals dieses Baches, etwa vier Kilometer südöstlich von Betzdorf und ebenfalls vier Kilometer südwestlich von Herdorf. Der Ort hat einen Haltepunkt der Daadetalbahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1370 wird eine Schutzbacher Hütte erwähnt und damit ein Hinweis auf Erzbergbau und -weiterverarbeitung gegeben.

Schutzbach gehörte bis zum Jahr 1806 zur Grafschaft Sayn-Altenkirchen. Das Dorf war geteilt, ein Teil gehörte zum Kirchspiel Gebhardshain und zum Amt Freusburg, der andere zum Kirchspiel Daaden und zum Amt Friedewald. Die Grafschaft Sayn-Altenkirchen kam 1791 auf dem Erbweg zu Preußen und wurde 1803 im Reichsdeputationshauptschluss dem Fürstentum Nassau-Usingen zugesprochen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet der ehemaligen saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung wurde Schutzbach der Bürgermeisterei Daaden im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Schutzbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 57
1835 100
1871 141
1905 218
1939 214
Jahr Einwohner
1950 217
1961 269
1970 398
1987 443
2005 444

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schutzbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Ehemalige Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • 1954-1989: Helmut Weber († 20. April 1994)[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bis um 1800 existierten an der Daade eine Eisenhütte und ein Hammerwerk. In mehreren Bergwerken an den das Dorf umgebenden Hängen wurde Erz abgebaut. Die Überreste der Stollen sind teilweise noch sichtbar.

Heute bieten noch kleinere Industrie- und Handwerksbetriebe Arbeitsplätze vor Ort.

Trivia[Bearbeiten]

Schutzbach ist der bisher einzige bekannte, deutsche Fundort des Minerals Euchroit. [5]

Verkehr[Bearbeiten]

In Schutzbach befindet sich ein Haltepunkt der Daadetalbahn, die eine Verbindung zu Daaden und Betzdorf herstellt. Von Betzdorf bestehen Reisemöglichkeiten mit dem Rhein-Sieg-Express nach Köln, Siegen oder Gießen.

Vereine[Bearbeiten]

Im Ort sind im Sportbereich der SV 70 Schutzbach e. V. und der Schachverein „Königsspringer“ Schutzbach 1965 aktiv.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Schutzbach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schutzbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. „Den Toten ein ehrendes Gedenken“, Siegerländer Heimatkalender 1995, S.38, 70. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur
  5. Euchroit#Bildung_und_Fundorte Fundorte Euchroit bei Wikipedia