Schwabbruck

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Schwabbruck (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwabbruck
Schwabbruck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwabbruck hervorgehoben
47.82555555555610.836111111111733Koordinaten: 47° 50′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Altenstadt (Oberbayern)
Höhe: 733 m ü. NHN
Fläche: 7,34 km²
Einwohner: 949 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86986
Vorwahl: 08868
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 149
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marienplatz 2
86972 Altenstadt
Webpräsenz: www.schwabbruck.de
Bürgermeister: Erwin Sporrer (Freie Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Schwabbruck im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Schwabbruck ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt.

Geografie[Bearbeiten]

Schwabbruck liegt in der Region Oberland westlich der Stadt Schongau an der Grenze zwischen Schwaben und Altbayern im Jungmoränengebiet nördlich der Allgäuer Alpen. Nördlich der Gemeinde bildet der Sachsenrieder Forst zusammen mit dem Denklinger Wald eines der größten zusammenhängenden Forstgebiete Oberbayerns.

Es existiert nur die Gemarkung Schwabbruck.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 8./9. Jahrhundert wurde das Reichskloster St. Mang in Füssen mit königlichem Fiskalgut östlich von Sachsenried ausgestattet. Ab etwa 1070 war die Vogtei über das Kloster im Besitz der Welfen, die so ein geschlossenes Herrschaftsgebiet am Lechrain errichten konnten.

Der Ortsname wird erstmals 1126 durch die Erwähnung eines welfischen Dienstmannengeschlechtes "von Brugge" fassbar. Der Ansitz dieser Familie lag in der Flur "Brucksteller" (von Burgstall) nordwestlich des Ortes. Die Burg entstand um 1100 zum Schutz einer damals errichteten Brücke über die Schönach, nach der die Wasserburg und das Dorf benannt wurden. Der Gewässerübergang wurde im Zuge des Ausbaues der wichtigen Heerstraße zwischen Augsburg und Verona angelegt. Diese Straßenverbindung geht wahrscheinlich auf antike, vorrömische Wegeverbindungen zurück.

Bis 1716 wurde das Dorf im Vorland der Allgäuer Alpen nur Brugg, Bruck, Prugk oder ähnlich genannt. Der heutige Name "Schwabbruck" ist erst seit 1802 allgemein üblich. Die Bevölkerung nennt ihren Heimatort allerdings bis in die Gegenwart meist "Brugg".

Schwabbruck gehörte bis zur Säkularisation zum Hochstift Augsburg, das 1313 die Vogtei des Klosters Sankt Mang übernommen hatte. 1785 erlangte das Hochstift vom Kurfürstentum Bayern durch Tausch auch die Hochgerichtsbarkeit. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisation von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Die heutige Gemeinde entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0553 Einwohner
  • 1970: 0635 Einwohner
  • 1987: 0714 Einwohner
  • 2000: 0829 Einwohner
  • 2004: 0914 Einwohner
  • 2005: 0911 Einwohner
  • 2006: 0922 Einwohner
  • 2007: 0948 Einwohner
  • 2012: 0927 Einwohner

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf das heutige Gemeindegebiet.

Schwabbruck wuchs zwischen 1988 und 2008 um 234 Einwohner bzw. ca. 32%.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 8989. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1999 keine, im Bauhauptgewerbe 55 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 524 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 5969ha. Davon waren ha Ackerfläche und 569 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 38 Kindern

Literatur[Bearbeiten]

  • Pankraz Fried: Landgericht, Hochgericht und Landkreis Schongau (Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Doppelband 22/23). München, 1971
  • Josef Mayrock, Peter Socher (Hrsg.): Chronik der Pfarrei und Gemeinde Schwabbruck - nach dem gleichnamigen Werk Pfarrer Ostheimers, bearbeitet und fortgeführt von Josef Mayrock und Peter Socher. Schwabbruck, 1993
  • Max Ostheimer: Chronik der Pfarrei und Gemeinde Schwabbruck. Manuskript, Schwabbruck, 1940

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwabbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien