Schwalbe V

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenktafel zum Außenlager des KZ Buchenwald in Berga/Elster (September 1944 bis April 1945)

Schwalbe V war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1993 gesichertes Stollenmundloch mit Fledermausöffnungen.
Belüftungsrohrstutzen über der Anlage.

Das Projekt Schwalbe V war von 1944 bis April 1945 ein geheimes Bauprojekt im Rahmen des Geilenberg-Programms. Die Bauausführung oblag der Organisation Todt sowie der SS zur Zwangsrekrutierung menschlicher Arbeitskraft. Ziel war die dezentrale Verlagerung von Treibstoffproduktion zum Ende des Zweiten Weltkrieges nach Untertage, der damals sogenannten U-Verlagerung.


Das Tal der Weißen Elster bei Berga/Elster versprach genügend Deckung zum Schutz vor Luftangriffen der Alliierten.

Auf der Baustelle Schwalbe V kamen unter menschenverachtenden Bedingungen 314 Personen[1] ums Leben.

Analoge Projekte[Bearbeiten]

Schwalbe I Deilinghofen Nordrhein-Westfalen
Schwalbe II Königstein Sächsische Schweiz
Schwalbe III Bad Schandau Sächsische Schweiz
Schwalbe IV Finnentrop Sauerland

Film und Literatur[Bearbeiten]

Dem Leid und der Opfer zwangsarbeitender amerikanischer Kriegsgefangener widmete Oscarpreisträger Charles Guggenheim im Jahr 2001 die Filmdokumentation [2][3]
Berga: Soldiers of Another War auf YouTube

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. In der Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser. Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 109.
  2. Leibnitz-Institut für Länderkunde (Hrsg.): Das nördliche Vogtland um Greiz. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Greiz, Weida, Berga, Triebes, Hohenleuben, Elsterberg, Mylau und Netzschkau. In: Landschaften in Deutschland. 68, Böhlau Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-412-09003-4, S. 187.
  3. http://denktag2004.denktag-archiv.de/homes/28/seiten/Dokumentarfilm.html