Schwartbuck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwartbuck
Schwartbuck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwartbuck hervorgehoben
54.35777777777810.47805555555647Koordinaten: 54° 21′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Lütjenburg
Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 13,09 km²
Einwohner: 786 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24257,
24217 (Rögen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 04385
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 076
Adresse der Amtsverwaltung: Neverstorfer Str. 7
24321 Lütjenburg
Webpräsenz: www.schwartbuck.de
Bürgermeister: Peter Manzke (SPD)
Lage der Gemeinde Schwartbuck im Kreis Plön
Karte

Schwartbuck ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten]

Schwartbuck liegt etwa 12 km nordwestlich von Lütjenburg und etwa 3 km von der Ostsee entfernt. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Schwartbuck und Schmoel. Das Gut Schmoel liegt im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Schwartbuck, das ursprünglich „Suarzepouc“ hieß geht auf eine slawische Gründung zurück. Der Ort wurde 1216 erstmals erwähnt. Unter Adolf IV. wurde das Land damals mit friesischen und westfälischen Siedlern kolonialisiert, wobei die slawische Siedlung übernommen wurde.

Gut Schmoel[Bearbeiten]

Schmoel, ab dem 15. Jahrhundert im Eigentum der Familie Rantzau, wurde 1433 erstmals erwähnt. Ursprünglich wurde das Herrenhaus als Wasserburg angelegt.[2]

1686 gab es auf Schmoel einen Hexenprozess, im Zuge dessen der Gutsherr Christoph von Rantzau aufgrund eines Verfahrensfehlers zu einer Geldstrafe verurteilt wurde und der deshalb für ein entsprechendes Aufsehen gesorgt hat.[3] Zwei Jahre später schaffte er die Leibeigenschaft auf dem Gut ab, was jedoch sein Nachfolger wenige Jahre später revidierte. Dagegen führten die Bauern im 18. Jahrhundert mehrere Prozesse.[4] Seit 1740 gehörte Gut Schmoel zur Herrschaft Hessenstein, mit der der schwedische König Friedrich seinen unehelichen Sohn Friedrich Wilhelm von Hessenstein versorgte. Dieser hob erst zwischen 1795 und 1800 die Leibeigenschaft auf.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Strandseelandschaft bei Schmoel ein Naturschutzgebiet, das ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für Vögel und Enten ist.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die CDU und die Wählergemeinschaft KWG haben je drei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein leicht erhöhter blauer Wellenbalken, oben ein rotes Torhaus, unten schräg gekreuzt eine schwarze Forke und ein schwarzer Dreschflegel.“[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Schwartbuck gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwartbuck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Burg Schmoel auf der Rantzau-Tafel
  3. Geschichte von Schwartbuck
  4. Wolfgang Prange: Christoph Rantzau auf Schmoel und die Schmoeler Leibeigenschaftsprozesse. Neumünster 1965 (Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins 49)
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein