Schwarzach im Pongau

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Schwarzach im Pongau
Wappen von Schwarzach im Pongau
Schwarzach im Pongau (Österreich)
Schwarzach im Pongau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Fläche: 3,2 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 13° 9′ O47.32222222222213.15601Koordinaten: 47° 19′ 20″ N, 13° 9′ 0″ O
Höhe: 601 m ü. A.
Einwohner: 3.543 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 1107 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5620
Vorwahl: 06415
Gemeindekennziffer: 5 04 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
5620 Schwarzach im Pongau
Website: www.gde-schwarzach.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Haitzer (SPÖ)
Gemeinderat: (2014)
(21 Mitglieder)
16
3
2
16 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad Gastein Altenmarkt im Pongau Bad Hofgastein Bischofshofen Dorfgastein Eben im Pongau Filzmoos Flachau (Salzburg) Forstau Goldegg im Pongau Großarl Hüttau Hüttschlag Kleinarl Mühlbach am Hochkönig Pfarrwerfen Radstadt St. Johann im Pongau St. Martin am Tennengebirge Sankt Veit im Pongau Schwarzach im Pongau Untertauern Wagrain (Pongau) Werfen Werfenweng SalzburgLage der Gemeinde Schwarzach im Pongau im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Schwarzach im Pongau ist eine Marktgemeinde mit 3543 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Österreich im Bezirk St. Johann im Pongau im Bundesland Salzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Pongauer Salzachtal und wird von den Gemeinden St. Veit und Goldegg umgeben. Durch Schwarzach fließt die Salzach. Der höchste Punkt in der Gemeinde befindet sich auf 760 m ü. A., der niedrigste auf 590 m ü. A.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegenüber der keltisch-römischen Siedlung von Goldegg befindet sich im Gemeindegebiet von Schwarzach auf der Südseite des Salzachtales eine steilabfallende Felshöhe, der Brandstättenbühel. Auf dieser Hochfläche wurden künstlich angelegte Flächen für Wohnbauten einer Höhensiedlung festgestellt. Bei archäologischen Untersuchungen des Geländes im Jahr 1957 konnte eine zweimalige Besiedlungszeit festgestellt werden. Die erste Phase ist in der Urnenfelderkultur (1300 bis 800 v. Chr.) zu datieren, tönerne Ofendüsen (Mündungen von Blasebalgrohren) und Kupferschlacke beweisen eine Verbindung zu Kupferbergbau und -verhüttung. Nach einer Siedlungsunterbrechung sind die nächsten Funde der frühen Latènezeit ( 480 bis 280 v. Chr.) zuzuordnen. Graphittongefäße, hauptsächlich in Eimerform mit Fingertupfenverzierungen sind die dominaten Fundobjekte. Die mittlere Latèneperiode (280 bis 190 v. Chr.) ist lediglich mit einigen Keramikbruch-Fundstücken datierbar, noch später sind keine Objekte mehr feststellbar. Eine Beendigung der Besiedlung ist demnach für ungefähr 100 v. Chr. anzunehmen. Die Objekte werden im Salzburg Museum aufbewahrt.[1][2]

Der Ort wurde im Jahr 1074 erstmals erwähnt. Schwarzach wurde erst 1906 von Sankt Veit abgetrennt und als eigene Ortschaft im Jahr 1908 zur Marktgemeinde erhoben, die im Juni 2006 ihr 100-jähriges Jubiläum feierten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Schwarzach im Pongau

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at schwarzach im pongau.png

Das Wappen der Gemeinde ist: In Silber ein schwarzer Schrägrechtsfluß, der oben von einer goldenen Krone, aus der ein roter Drachenkopf wächst, und unten von einem blauen Benediktuskreuz begleitet ist.

Der schwarze Fluss stellt die schwarze Ache (den heutigen Putzengraben) dar. Der Drache mit der Krone erinnert an die Familie der Graf(f) von Schernberg und das blaue Kreuz an den Benediktinerorden, der schon lange Zeit in Schwarzach vertreten ist.

Sport[Bearbeiten]

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Der SV Schwarzach Nordisch (Alpin & Skisprung) ist einer der besten Vereine in Österreich. Mit Sportlern wie Stefan Kraft, Paul Gerstgraser kann sich der SV Schwarzach über nationale und internationale Erfolge freuen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort Schwarzach im Pongau ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt der Westbahn und der hier beginnenden Tauernbahn. Durch die günstige Verkehrslage und vor allem durch die Errichtung der Tauernbahn wurde der Ort zu einem wesentlichen Siedlungsgebiet des mittleren Salzachtales.

Zu den wichtigsten Arbeitgebern des vor allem durch Handels- und Gewerbebetriebe geprägten Ortes gehören die Tauernkraftwerke AG, Color Drack (eines der modernsten Foto-Großlabors Europas) und die Salzburger Aluminium AG (SAG) sowie das Kardinal Schwarzenberg´sche Krankenhaus, das zweitgrößte Krankenhaus des Bundeslandes Salzburg. Anfang 2009 wurde dieses Krankenhaus dadurch bekannt, dass Dieter Althaus, der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, nach einem Skiunfall im Ski-Gebiet Riesneralm schwer verletzt eingeliefert wurde.

Im Ort befindet sich auch die 1847 von Fürsterzbischof Kardinal Schwarzenberg gegründete Brauerei Schwarzach, die sich elf Generationen lang in Privatbesitz der Familie Seeber befand. Unter den Markennamen „TauernGold“, „cools“ und „Claro“ produzierte die Brauerei mehrere bekannte Bier-, Radler- und Limonadesorten. Ende Jänner 2008 musste der Betrieb jedoch verkauft werden und die Produktion von „TauernGold“ wurde eingestellt.

Das Ortszentrum ist relativ dicht bebaut. Neben mehreren kleinen Geschäften und Gasthöfen, wird das Ortsbild von der Vikariatskirche und dem Krankenhaus dominiert. Etwas oberhalb von Schwarzach befindet sich das Schloss Schernberg, einst Heimat der erzbischöflichen Brauerei, in dem sich heute mit dem Sankt-Vinzenz-Heim Schernberg eine Kranken- und Versorgungsanstalt befindet.

Im Gemeindeamt ist der so genannte Salzleckertisch zu finden.

Schwarzach im Pongau im Spiegel der Literatur[Bearbeiten]

Schwarzach im Pongau spielt in mehreren Werken der österreichischen Literatur eine Rolle, etwa in Thomas Bernhards erstem veröffentlichten Roman Frost (Insel Verlag, Frankfurt am Main 1963). Eine Vorstufe von Frost trug den Titel „Schwarzach St. Veit“.

In jüngerer Zeit wurde Schwarzach im Pongau wieder zum Schauplatz eines Romans. Der österreichische Schriftsteller O. P. Zier siedelte große Teile seines Werkes Schonzeit (Otto Müller Verlag, Salzburg/Wien 1996) in Schwarzach im Pongau an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarzach im Pongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Martin Hell: Der Brandstättenbühel, eine Höhensiedlung der Urnenfelder- und Latènezeit bei Schwarzach in Salzburg. ArchA 24, 1958, S. 15 f.
  2. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 1685.