Schwarzbauch-Andenkolibri

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Schwarzbauch-Andenkolibri
Aglaeactis pamela 1847.jpg

Schwarzbauch-Andenkolibri (Aglaeactis pamela)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Rückstrahlerkolibris (Aglaeactis)
Art: Schwarzbauch-Andenkolibri
Wissenschaftlicher Name
Aglaeactis pamela
(d’Orbigny, 1838)

Der Schwarzbauch-Andenkolibri (Aglaeactis pamela), auch als Pamelakolibri bezeichnet, ist eine Kolibriart aus der Gattung der Rückstrahlerkolibris.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Schwarzbauch-Andenkolibri erreicht eine Länge von 13 Zentimetern und ein Gewicht von 7 bis 8,5 Gramm. Beim Männchen ist die Unterseite allgemein schwarz und kontrastiert mit weißen Brustbüscheln. Der größte Teil des Rückens und der Bürzel sind durch schimmernd bläulich-malachitgrüne Federn charakterisiert. Der rostbraune Schwanz ist leicht gegabelt. Beim Weibchen ist die Unterseite stumpfschwarz und die Oberseite ist weniger schimmernd. Der Schwanz ist weniger gegabelt. Die immaturen Vögel ähneln den Weibchen.

Vorkommen und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitung des Schwarzbauch-Andenkolibris

Der Schwarzbauch-Andenkolibri ist in der Cordillera Real in Bolivien heimisch. Am häufigsten ist er in den Yungas bei La Paz und Cochabamba sowie in den Nationalparks von Carrasco Ichilo und Amboró anzutreffen. Der Schwarzbauch-Andenkolibri bewohnt Bergwälder in der Übergangszone zwischen feuchten Berghängen und den montanen Becken in Höhenlagen zwischen 3000 und 3500 m, seltener in 1800 m Höhe.

Lebensweise[Bearbeiten]

Über seine Brutbiologie ist nichts bekannt, da noch keine Nester entdeckt wurden. Seine Nahrung besteht aus Insekten und dem Nektar von Blütenpflanzen, einschließlich der Gattungen Bernedesia, Berberis, Puya und Centropogon.

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Alcide Dessalines d’Orbigny beschrieb den Kolibri unter dem Namen Ornismya Pamela. Als Fundort gab er Yungas in Bolivien an.[1] Erst später wurde er der Gattung »Aglaeactis« zugeordnet. Der Name stetzt sich aus den griechischen Worten »aglaia αγλαια« für »Glanz, Pracht, Herrlichkeit« und »aktis ακτις« für »Sonnenstrahl« zusammen.[2] Benannt ist die Art nach Pamela d’Orbigny geborene Matignon (1810-1842), der ersten Frau des Erstbeschreibers.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Del Hoyo, A. Elliot, J. Sargatal (Hrsg.) (1999): Handbook of the Birds of the World. Volume 5: Barn-Owls to Hummingbirds. Lynx Edicions. ISBN 84-87334-25-3
  •  James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  •  Alcide Dessalines d’Orbigny: Synopsis Avium. Bd. 8, Nr. Classe II, 1838, S. 1-34, Tafeln 77, 78, 79 (online, abgerufen am 12. August 2014).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarzbauch-Andenkolibri (Aglaeactis pamela) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alcide Dessalines d’Orbigny, S. 29
  2. James A. Jobling, S. 36
  3. James A. Jobling, S. 290