Schwarzenbach (Nonnweiler)
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Schwarzenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Nonnweiler, der nördlichsten Gemeinde des Saarlandes. Das Dorf hat 811 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2004).
[Bearbeiten] Geschichte
Erstmals erwähnt wird Swarcenbach im Jahr 1364. Nach zuvor 500jähriger Zugehörigkeit zur Herrschaft Eberswald war Schwarzenbach von 1817 bis 1937 Teil des zum Großherzogtum Oldenburg gehörenden Fürstentums Birkenfeld. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zum Kreis St. Wendel. Durch die Gebietsreform wurde Schwarzenbach 1974 Ortsteil der Gemeinde Nonnweiler.
Archäologische Funde lassen auf eine Besiedlung des Gebietes durch Kelten ab dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. schließen. Aus zahlreichen Grabhügel und Flachgräberfeldern der Eisenzeit stechen die beiden 1836 zufällig entdeckten "Fürstengrabhügel" hervor. Beide Grabhügel beinhalteten jeweils eine männliche Bestattung mit zahlreichen Beigaben an Waffen, importierten etruskischen und keltischen Metallgefäßen und Goldschmuck.
Die Grabhügel wurden in Sichtweite der keltischen Festungsanlage, dem Ringwall von Otzenhausen angelegt, was einer gängigen Tradition jener Zeit entspricht. Die Machthaber/ Fürsten wurden in der Nähe ihrer Machtzentren ( hier 2km Entfernung) bestattet.
Der 1984 getätigte Fund einer importierten Weinamphora des 1. Jhdrt. v. Chr. lässt auf ein mehrere Jahrhunderte dauerndes Fortleben der keltischen Adelsnekropole schliessen. Zu jener Zeit wurde die Festung im Rahmen der römischen Okkupation aufgegeben und eine Neusiedlung zu Füßen der Festung in der Schwarzenbacher Flur "Spätzrech" gegründet.
[Bearbeiten] Literatur
- Petto, Helmut: Ortsgeschichte von Schwarzenbach. Nonnweiler: Verein für Heimatkunde 1987.
- Petto, Helmut: Familienbuch von Schwarzenbach 1669 - 1973. Nonnweiler: Verein für Heimatkunde 1985.
- Schuler, Robert: Die Fürstengräber von Schwarzenbach. Nonnweiler: Verein für Heimatkunde 1986.
- Fritsch, Thomas: Der "Hunnenring" bei Otzenhausen. Führer zu den Zeugnissen aus keltischer und römischer Zeit. Rhein. Kunststätten, Heft 483, 2004.
- Wiegert, Mathias: Der "Hunnenring" von Otzenhausen. Die Siedlungsfunde und Bebauungsstrukturen einer spätlatènezeitlichen Höhenbefestigung im Saarland. Rahden 2002.
[Bearbeiten] Weblinks
49.5963888888897.0188888888889Koordinaten: 49° 36′ N, 7° 1′ O

