Schwarzer Weiher

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Schwarzer Weiher
Schwarzer Weiher bei Weißenstadt
Schwarzer Weiher bei Weißenstadt
Geographische Lage Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, Oberfranken, Bayern, Deutschland
Zuflüsse aus ehemaligem Bergwerksstollen
Abfluss zum Birkenbach
Größere Städte in der Nähe Weißenstadt
Daten
Koordinaten 50° 4′ 56″ N, 11° 53′ 30″ O50.08228211.891552Koordinaten: 50° 4′ 56″ N, 11° 53′ 30″ O
Schwarzer Weiher (Bayern)
Schwarzer Weiher

Der Schwarze Weiher (im Volksmund Schwarzweiher genannt) liegt im Fichtelgebirge am Nordfuß des Rudolfsteins, etwa zwei Kilometer südöstlich der Stadt Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Das künstlich angelegte Staugewässer befindet sich in einem ehemaligen Zinnerz-Abbaugebiet, das von tiefen Schürfgräben und ausgedehnten Abraumhalden durchzogen ist.

Gespeist wird der Teich durch einen Wasserlauf, der am Nordhang des Rudolfsteins in einem ehemaligen Bergwerksstollen entspringt und zwischen Meierhof und der Staudenmühle von links in den Birkenbach mündet, der seinerseits bald nördlich und von derselben Seite in die obere Eger fließt.

Über den Damm des Schwarzweihers führt ein alter Weg (jetzt Forststraße), der von Meierhof nach Weißenstadt verläuft. Auf dieser Wegeverbindung wurde im Mittelalter mit Schubkarren Zinnerz aus den Vordorfer Zinnseifen zur Zinnschmelzhütte in Weißenstadt transportiert. Westlich und östlich des Weiherdammes befinden sich die Zinnseifen.

Biotop[Bearbeiten]

Bei dem Schwarzweiher und seinem Umgriff handelt es sich um ein ökologisch besonders wertvolles Areal. Neben der Wasserfläche besteht ein Übergangsmoor mit typischem Pflanzenbewuchs. Der Erlenbestand um den Weiher hat Feuchtwaldcharakter. Grundeigentümer ist der Fichtelgebirgsverein (FGV), der mit Fördermitteln der FGV-Naturschutzstiftung und des Naturparks Fichtelgebirge die schützenswerten Flächen im Jahr 2003 käuflich erworben hat. Der FGV-Ortsverein Franken hat die Betreuung und Pflege des Biotops übernommen.

Unterhalb des Schwarzweihers, östlich der genannten Forststraße, liegt das Schwarzweiher-Moor, ein Biotopweiher mit Übergangsmoor, das ebenfalls in einem Zinnerz-Bergbaugebiet liegt. Der FGV hat dieses schützenswerte Gebiet im Jahr 2010 erworben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Kraus: Weißenstädter Heimatbuch. 1971, S. 113f.
  • Rudolf Thiem: Zur Geschichte des Zinnbergbaus im Fichtelgebirge. Band 8/1998 der Schriftenreihe des Fichtelgebirgsvereins Das Fichtelgebirge.
  • Dietmar Herrmann: Fahrt zu Biotop und Lehrpfad des Fichtelgebirgsvereins. In: Der Siebenstern 2006, S. 232.
  • Beate Küspert: Die Vegetation der Flachmoore im nordwestlichen Fichtelgebirge und ihre Standortbedingungen. Diplomarbeit 1989, S. 69.
  • Rudolf Thiem: Vom FGV-Biotop Schwarzer Weiher und vom ehemaligen Uranbergwerk am Rudolfstein; in Der Siebenstern 2011, S. 289

Karten[Bearbeiten]

  • Topografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes Nr. 5937 Fichtelberg