Schwarzes Brett

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WG-Zimmer-Angebote und -Gesuche an einem schwarzen Brett in Berlin

Ein Schwarzes Brett (nach neuer Rechtschreibung auch: schwarzes Brett) ist ein Gegenstand, an dem Informationen (häufig ohne weitere Genehmigung) angebracht werden können. Häufig sind Schwarze Bretter in Form von Pinnwänden oder Tafeln in öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Universitäten oder Bibliotheken vorzufinden. Bei den Informationen handelt es sich in der Regel um Such- oder Verkaufswünsche von gebrauchten Gegenständen oder Job-Angeboten und Nachfragen, ähnlich einer Annonce in einer Zeitung oder Zeitschrift. Sie werden häufig auch zur Wohnungssuche beziehungsweise Vermittlung von Wohnungen und zur Bekanntgabe von Veranstaltungen genutzt. In Universitäten findet man auch oft zur wissenschaftlichen Arbeit verwendete Schwarze Bretter - zum Beispiel zur Aufbewahrung und Weitergabe von Gedanken oder kurzen Notizen.

Ursprung[Bearbeiten]

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Der Begriff „Schwarzes Brett“ geht vermutlich aus dem Spätmittelalter bzw. der frühen Neuzeit hervor. Mitteilungen an die Gemeinde wurden oft an Bäume geheftet um sie einer größtmöglichen Anzahl von Personen zugänglich zu machen.

Im 16. Jahrhundert sei es in Rom üblich gewesen, Beschwerden an einem Statuenfragment anzubringen, ein Trend der sich im Laufe der Renaissance über die italienische Halbinsel verbreitete.

Der Einzug des Wortes „schwarz“ fand vermutlich über seine mittelalterliche Bedeutung swartz (schmutzfarbig) statt. Bereits im 16. Jahrhundert seien Verbrechen in schwarzen Büchern bzw. schwarzen Registern aufgenommen worden. 1606 wurde im Lübecker Annenkloster eine Straf- und Schimpf-Tafel angebracht, an denen Übeltäter und Verbrecher angeschrieben wurden.

Die erste Verwendung des schwarzen Brettes in der Wissenschaft geht vermutlich auf den deutschen Juristen und Philosophen Christian Thomasius zurück, der 1687 das Programm einer Vorlesung über den Einfluss der französischen Sprache an das schwarze Brett der Universität Leipzig heftete.

Entwicklung[Bearbeiten]

Seit Bestehen des World Wide Web wird das Grundprinzip der Schwarzen Bretter in den Online-Bereich übertragen. Hierzu zählt im weiteren Sinne auch der Kleinanzeigen-Markt (on-/offline). Im engeren Sinne haben Schwarze-Brett-Seiten im Internet vor allem dort Bedeutung, wo schon die realen Bretter zuvor auf reges Interesse gestoßen sind und deren einfaches Grundrinzip möglichst direkt übertragen wurde. Hierunter fallen zum Beispiel die Schwarzen Bretter auf öffentlichen Internetauftritten von Städten und sonstigen öffentlichen Einrichtungen. Daneben gibt es vor allem an den deutschen Hochschulen eine mittlerweile stark gestiegene Anzahl von Schwarze-Brett-Seiten, die entweder direkt von der Hochschule selbst als Service betrieben werden oder von Studenten ins Leben gerufen worden sind.

Siehe auch[Bearbeiten]