Schwarzfahrer (1992)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Schwarzfahrer
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 12 Minuten
Stab
Regie Pepe Danquart
Drehbuch Pepe Danquart
Produktion Albert Kitzler
Musik Michel Seigner
Kamera Ciro Cappellari
Schnitt Mona Bräuer
Besetzung

Schwarzfahrer ist ein Kurzfilm des deutschen Regisseurs Pepe Danquart aus dem Jahr 1992.

Inhaltsverzeichnis

Handlung [Bearbeiten]

Der Spielfilm, bei dem es sich um eine verfilmte Urban Legend handelt,[2] nimmt sich des Problems alltäglicher Fremdenfeindlichkeit an. Der Filmtitel ist ein Wortspiel um den Begriff Schwarzfahrer. In Schwarz-Weiß-Bildern erzählt er die Geschichte eines jungen Schwarzen, der in einer Berliner Straßenbahn von einer älteren, bürgerlichen Frau wegen seiner Hautfarbe beschimpft wird. Die anderen Fahrgäste verfolgen das Geschehen mehr oder weniger stumm.

Als ein Kontrolleur zusteigt, um die Fahrkarten zu überprüfen, und die ältere Frau ihre Karte zückt, nimmt der junge Mann ihr den Fahrschein weg und isst ihn auf. Bei der Kontrolle verteidigt sich die Frau beim Schaffner mit den Worten „Der Neger hat ihn eben aufgefressen!“, während der Dunkelhäutige sie ironisch anblickt und eine Dauerfahrkarte vorzeigen kann. Der Schaffner hält dies für eine unglaubwürdige Ausrede und fordert die Frau auf auszusteigen.

Gleichzeitig hält sich in der Bahn ein tatsächlicher Schwarzfahrer auf, ein junger Weißer, der durch die Ablenkung unbehelligt bleibt.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Regisseur Danquart wurde für Schwarzfahrer 1994 mit dem Oscar für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Zuvor hatte er in der gleichen Kategorie 1993 das Melbourne International Film Festival gewonnen.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelbelege [Bearbeiten]

  1. Dieser Name findet sich im Vor- und Abspann des Film bei YouTube und MyVideo sowie im Eintrag der Internet Movie Base, während das filmportal des DIF e. V. (und weitere Quellen, die sich vermutlich darauf beziehen) als Hauptdarsteller „Jonathan Brasuel“ nennen. Vergleiche zugehörige Weblinks. Vergleiche auch outlaw.com.
  2. Rolf W. Brednich: Die Ratte am Strohhalm. Allerneueste sagenhafte Geschichten von heute. C. H. Beck, Februar 1996, ISBN 3-406-39256-3.