Schwarzkappen-Feenbarsch

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Schwarzkappen-Feenbarsch
Schwarzkappen-Feenbarsch, Unterwasseraufnahme in der Nähe von Roatán, Honduras.

Schwarzkappen-Feenbarsch, Unterwasseraufnahme in der Nähe von Roatán, Honduras.

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ovalentaria
incertae sedis
Familie: Feenbarsche (Grammatidae)
Gattung: Gramma
Art: Schwarzkappen-Feenbarsch
Wissenschaftlicher Name
Gramma melacara
Böhlke & Randall, 1963

Der Schwarzkappen-Feenbarsch (Gramma melacara) ist ein kleiner Meeresfisch, der in der Karibik vorkommt und dort weit verbreitet ist. Nachgewiesen wurde die Art bisher an den Küsten der Bahamas, Kubas, Hispaniolas, Jamaikas und Grand Caymans, sowie an der Westküste Mittelamerikas (Belize, Honduras) und der Nordküste Südamerikas (Kolumbien). Wahrscheinlich ist sie noch weiter verbreitet.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Schwarzkappen-Feenbarsch erreicht einer Maximallänge von 8 cm. Vom im selben Lebensraum vorkommenden zweifarbigen, vorne violett und hinten gelb gefärbten Königs-Feenbarsch (Gramma loreto) unterscheidet sich der Schwarzkappen-Feenbarsch vor allem durch seine fast den gesamten Körper umfassende, violette Grundfärbung. Lediglich auf der Kopfoberseite liegt eine schwarze Zone, die von der Schnauzenspitze über die Augen bis zur vorderen Hälfte der Rückenflosse reicht. Die Schwanzflosse ist beim Schwarzkappen-Feenbarsch mondsichelförmig mit spitzen oberen und unteren Loben. Die Bauchflossen sind wesentlich kürzer als beim Königs-Feenbarsch und reichen gerade bis zum Beginn der Afterflosse.

Lebensraum[Bearbeiten]

Der Schwarzkappen-Feenbarsch kommt sympatrisch mit dem Königs-Feenbarsch vor. Während ersterer aber flaches Wasser bevorzugt, löst der Schwarzkappen-Feenbarsch ihn in Tiefen unterhalb 30 m ab und kommt bis in Tiefen von 180 m vor. Dort lebt er versteckt in Spalten und Höhlen an steilen Außenriffkanten. Wenn sich der Schwarzkappen-Feenbarsch näher zum Höhlendach als zum Höhlenboden befindet, schwimmt er oft mit dem Bauch nach oben. Die substratbrütende Art wurde schon im Aquarium nachgezogen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans A. Baensch/Robert A. Patzner: Mergus Meerwasser-Atlas Band 1, Mergus-Verlag, Melle, 1997, ISBN 3-88244-110-0
  • R.D. Mooi, Milwaukee Public Museum, Wisconsin, USA: Grammatidae. in Kent E. Carpenter: The Living Marine Resources of the Western Central Atlantic. Volume 2 Bony fishes part 1 (Acipenseridae to Grammatidae). FAO Species Identification Guide for Fishery Purposes and American Society of Ichthyologists and Herpetologists Special Publication Nr. 5, Seite 1371 - 1372 PDF

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gramma melacara – Sammlung von Bildern