Schwarzstieliger Streifenfarn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schwarzstieliger Streifenfarn
Schwarzstieliger Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum)

Schwarzstieliger Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum)

Systematik
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Streifenfarngewächse (Aspleniaceae)
Gattung: Streifenfarne (Asplenium)
Art: Schwarzstieliger Streifenfarn
Wissenschaftlicher Name
Asplenium adiantum-nigrum
L.
Asplenium adiantum-nigrum Moore36.png
Blätter

Der Schwarzstielige Streifenfarn oder Schwarze Streifenfarn (Asplenium adiantum-nigrum) ist eine Farn-Art, die vor allem auf Urgestein wächst. Ihre Wedelstiele sind am Grund glänzend schwarz.

Als weiterer deutschsprachiger Trivialname ist für den Elsass die Bezeichnung Frauenhaar belegt.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Rhizom der Pflanzen ist kurz kriechend bis aufsteigend, so dass die Wedel büschelig bis leicht rasig wachsen.

Die Länge der Wedel einschließlich Stiel liegt zwischen 10 und 45 Zentimeter. Die überwinternden Wedel sind bei jungen Farnen einfach, bei älteren zwei- bis dreifach gefiedert. Sie sind glänzend, kahl und ledrig. Im Umriss sind sie dreieckig und in eine lange Spitze ausgezogen. Ihr Stiel ist etwas kürzer bis doppelt so lang wie die Spreite ist. Wenigstens am Grunde ist der Stiel rötlich schwarz bis dunkelbraun. Die unteren Fiederabschnitte sind oft schwach nach oben gekrümmt. Die letzten Fiederabschnitte sind am Grund abgerundet, von der Form her eiförmig bis oval und vorne mit zugespitzten, manchmal stachelspitzigen und nach vorne gekrümmten Zähnchen. (Beim ähnlichen Asplenium onopteris sind die Zähnchen und die unteren Fiederabschnitte deutlich stärker nach oben gekrümmt.)

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten]

Es handelt sich um eine primär eurasische Art, die von den Azoren und den Kanaren über ganz Europa bis nach Ostasien verbreitet ist. Außerdem kommt sie in Nord- und Ostafrika, sowie selten auch in Nordamerika vor.

In Deutschland ist die Art in den westlichen und südlichen Gebieten verbreitet, ansonsten kommt sie nur sehr zerstreut vor.

Der Schwarze Streifenfarn wächst auf hellen bis halbschattigen Felsen auf kalkfreiem Gestein, insbesondere auf Urgestein.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  •  Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012539-2.
  • Wolfgang Frey, Jan-Peter Frahm, Eberhard Fischer, Wolfram Lobin: Kleine Kryptogamenflora Band IV: Die Moos- und Farnpflanzen Europas. Gustav Fischer, Stuttgart/Jena/New York 1995, ISBN 3-437-30756-8.
  • Warren H. Wagner Jr., Robbin C. Moran, Charles R. Werth: Asplenium. In:  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms, Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 1993, ISBN 0-19-508242-7, S. 240–241 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)., HTML-Version auf efloras.org.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 49, online.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Asplenium adiantum-nigrum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien