Schwarzwälder Schinken

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Schwarzwälder Schinken
Schwarzwälder Speck

Schwarzwälder Schinken ist ein knochenloser, geräucherter Rohschinken, der im Schwarzwald hergestellt wird.

Seit 1997 ist „Schwarzwälder Schinken“ eine geschützte geographische Angabe (g.g.A.) der Europäischen Union.

Zur Herstellung wird der Schinken zuerst trocken gepökelt und mit Knoblauch, Koriander, Pfeffer und Wacholder eingerieben. Zwei Wochen verbleibt der Schinken in einer Salzlake, zwei weitere Wochen in einem sogenannten Brennraum. Anschließend erst wird der Schinken in speziellen Räucherkammern kalt über frischem Tannen- und Fichtenholz aus dem Schwarzwald geräuchert, drei Wochen hängt er bei 25 Grad. Das verleiht ihm sein charakteristisches, kräftiges Aroma und eine typische schwarzbraune Schwarte. Schließlich reift der Schinken noch zwei bis drei Wochen an der Luft.

Etwa ein Fünftel des Schwarzwälder Schinkens soll laut den Richtlinien der Europäischen Union aus einem weißen Fettrand bestehen.

Für den Verkauf im EU-Raum muss der Schinken im Schwarzwald hergestellt, geschnitten und verpackt sein.[1] Das Fleisch der Schweine stammt zum größten Teil aus Norddeutschland und anderen europäischen Staaten. Schwarzwälder Speck wird auf gleiche Weise aus Bauchspeck hergestellt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarzwälder Schinken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Märkische Oderzeitung: Schwarzwälder Schinken muss im Schwarzwald verpackt werden, moz.de, 13. Oktober 2011