Schwedenschanze (Höhbeck)

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Die Schwedenschanze ist eine ehemalige Wallanlage auf dem Höhbeck im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Schwedenschanze befindet sich auf der Erhebung des Höhbeck, der die Talaue der Elbe um rund 60 Meter überragt. Früher war der Bereich der Schwedenschanze ein sagenumwobener Platz, dessen alte Namen "Hexenberg" und "Sonnenberg" für eine vorchristliche Nutzung dieses Ortes sprechen. Die Benennung als Schwedenschanze beruht wahrscheinlich auf dem häufigen Irrtum, dass es sich um Ringwälle handelte, die die Bevölkerung während des Dreißigjährigen Kriegs als Fliehburg zum Schutz vor den schwedischen Truppen errichtet hatten, oder die von den schwedischen Truppen selbst als Schanze angelegt wurden.

Bei der Schwedenschanze handelt es sich um eine halbkreisförmige Wallanlage des 8. bis 9. Jahrhunderts mit einer Fläche von 1,75 ha. Der Wall hat eine Basisbreite von knapp 13 Meter und weist noch eine Höhe von 3,1 Meter auf. Ein Graben ist dieser Befestigung vorgelagert. Außerdem bestehen mehrere Abschnittswälle. An der dem Strom zugewandten Seite boten die Steilabhänge zur Elbe ausreichend Schutz. Die Erbauer der Schwedenschanze sind nicht bekannt.

Im Jahre 2008 erfolgte eine Ausgrabung, die als Schnitt durch den Wall erfolgte. Bei ihm handelte es sich im Gegensatz zum Höhbeck-Kastell nicht um eine Holz-Erde-Konstruktion sondern um übereinander geschichtete Lehm- und Sandpackungen. Auf der Innenseite des Walls fand sich Brandspuren größeren Ausmaßes mit Resten verbrannter Walleinbauten. Eine Innenbebauung der Wallanlage ließ sich davon nicht ableiten.

Etwa 1 km westlich der Schwedenschanze liegt die Vietzer Schanze, die Karl der Große den Fränkischen Annalen zufolge als Höhbeck-Kastell („castellum hohbuoki“) im frühen 9. Jahrhundert errichten ließ.

Tourismus[Bearbeiten]

Seit 1920 befindet sich innerhalb der Wallanlage der Schwedenschanze eine gleichnamige Gaststätte mit Kaffeegarten, bei der es sich um ein beliebtes Ausflugsziel handelt. Zeitweise diente das Gebäude als Landschulheim einer Schule in Wittenberge und im Zweiten Weltkrieg als Flak-Stellung.

Von einem in der Nähe befindlichen, 22 Meter hohen Aussichtsturm aus Holz, der 2009 als Nachfolger für einen 18 Meter hohen hölzernen Aussichtsturm errichtet wurde, kann man weit über die Elbe schauen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein 344 Meter hoher Funkturm (Sender Höhbeck), der Ende der 1970er Jahre erstmals eine störungsfreie Nachrichtenverbindung zwischen West-Berlin und Westdeutschland ermöglichte. Heute dient er auch als meteorologische Messstation. Die Schwedenschanze bildet zudem einen Knotenpunkt, an dem sich der Elberadweg, Radrouten von Naturschutzverbänden, Themenradeln, ausgeschilderte Wanderwege, naturkundliche Führungen und mehrere Reitwegesystem treffen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

53.07323811.437052Koordinaten: 53° 4′ 24″ N, 11° 26′ 13″ O