Schwegenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schwegenheim
Schwegenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schwegenheim hervorgehoben
49.278.3283333333333123Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Lingenfeld
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 12,27 km²
Einwohner: 2923 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 238 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67365
Vorwahl: 06344
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 028
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 60
67360 Lingenfeld
Webpräsenz: www.schwegenheim.de
Ortsbürgermeister: Peter Goldschmidt (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Schwegenheim im Landkreis Germersheim
Wörth am Rhein Germersheim Zeiskam Ottersheim bei Landau Knittelsheim Bellheim Scheibenhardt Berg (Pfalz) Hagenbach Neuburg am Rhein Jockgrim Neupotz Hatzenbühl Rheinzabern Steinweiler Erlenbach bei Kandel Kandel (Pfalz) Winden (Pfalz) Vollmersweiler Freckenfeld Minfeld Leimersheim Kuhardt Rülzheim Hördt Schwegenheim Lingenfeld Freisbach Weingarten (Pfalz) Westheim (Pfalz) Lustadt Baden-Württemberg Frankreich Speyer Rhein-Pfalz-Kreis Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der PfalzKarte
Über dieses Bild

Schwegenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1972 zusammen mit fünf weiteren umliegenden Gemeinden der Verbandsgemeinde Lingenfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Schwegenheim liegt in der Rheinebene zwischen der Haardt (Pfälzerwald) und der Stadt Speyer am Rhein. Durch Schwegenheim fließt der Hainbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Schwegenheim gehören auch die Wohnplätze Bründelsberg, Vorderlohe und Hof Sonnenfeld.[2]

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Schwegenheim ist, wie in der gesamten Vorderpfalz und der angrenzenden Kurpfalz, relativ mild (warme Sommer, fast schneelose Winter). Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9 °C.

Geschichte[Bearbeiten]

Antike[Bearbeiten]

Zur Zeit der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar lebten in der Region um Schwegenheim die Volksstämme der Triboker oder Wangionen. Nach der Eroberung bildet die Provinz Germania Superior mit dem Rhein die Grenze des römischen Reiches gegen Germanien. Später wurden noch kleinere Teile östlich des Rheins erobert und zur römischen Provinz Agri decumates. Als immer mehr fränkische und alemannische Stämme diese Provinz bedrängten, wurde sie 275 / 276 aufgegeben und der Limes an den Rhein zurückverlegt. Nachdem im Jahre 405 die Ostgoten in Italien eingefallen waren, wurden 406 die römischen Truppen aus der Pfalz abgezogen.

Mittelalter[Bearbeiten]

In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 985 wurde die Gemeinde Suaebechenheim als Besitz des Klosters Weißenburg erstmals erwähnt.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im 15./16. Jahrhundert wurde Schwegenheim gemeinherrlicher Bestandteil zwischen dem Hochstift Speyer und der Kurpfalz im gemeinsamen Amt Landeck. 1709 gab das Hochstift Speyer seinen Anteil an das Amt Landeck ab Schwegenheim war somit bis 1797 ungeteilt kurpfälzischer Besitz. Infolge der Revolutionskriege kam Schwegenheim in Napoleonischer Zeit an das Département du Mont-Tonnerre und wurde schließlich nach dem Wiener Kongress Bayern zugeschlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schwegenheim eine rheinland-pfälzische Gemeinde.

Im Jahr 1989 gewann Schwegenheim die Goldplakette im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 46,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 24,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Schwegenheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 09 3 08 20 Sitze
2009 09 11 20 Sitze
2004 10 3 07 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber ein blaues Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen.

Es wurde 1964 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1698.[5]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Schwegenheim hat Partnerschaften geschlossen 1974 mit der Ortschaft Pichl der Gemeinde Gsies in Südtirol, 1986 mit der Gemeinde Lobsann im Elsass und 1991 mit Herzfelde in Brandenburg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die landwirtschaftlichen Produkte, gedeihen in der Rheinebene - so auch in Schwegenheim - schon recht früh, wie Radieschen, Salate, Kartoffeln, Erdbeeren, Spargel, sogar Mandeln und Honigmelonen. Aber auch im Herbst bieten die einheimischen Landwirte bzw. Direktvermarkter ein reichhaltiges Angebot an Äpfeln, Birnen und Kürbissen.

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Schwegenheim ist eine von sechs Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Lingenfeld. Sie hat 38 aktive Einsatzkräfte und eine Jugendfeuerwehr mit 20 Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren.

Verkehr[Bearbeiten]

Schwegenheim ist über die Bundesstraßen 9 (KranenburgLauterbourg) und 272 (nach Landau in der Pfalz) an das überregionale Straßennetz angebunden. Bis 1956 hatte Schwegenheim einen Bahnhof und war an die schmalspurige Lokalbahn Speyer–Neustadt (Pfefferminzbähnel) angebunden. Der Bahnhof ist heute ein Wohnhaus.

Energie[Bearbeiten]

Seit 2006 ist Schwegenheim Standort von vier Windkraftanlagen bei 49° 16′ 6″ N, 8° 21′ 46″ O49.2683333333338.362777777777849° 16′ 0″ N, 8° 21′ 21″ O49.2666666666678.355833333333349° 15′ 54″ N, 8° 20′ 56″ O49.2658.3488888888889 und 49° 15′ 51″ N, 8° 20′ 37″ O49.2641666666678.3436111111111. Die beiden erstgenannten Anlagen haben eine Gesamthöhe von 135 Metern, die anderen von 145 Metern.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwegenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 93 (PDF; 2,3 MB)
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3